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  • 02.03.2016, 15:50h           174      Teilen:   |

Schock

Volker Beck mit Drogen erwischt: Von allen Ämtern zurückgetreten

Artikelbild
Volker Beck (Grüne) wird kürzer treten müssen (Bild: Deutscher Bundestag/Achim Melde)

Der "Vater der Homo-Ehe" tritt von allen Ämtern in der Fraktion zurück, nachdem Polizisten bei ihm Crystal Meth gefunden haben sollen.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck ist laut einem "Bild"-Bericht am Dienstagabend, als er gegen 23 Uhr zu Fuß unterwegs war, bei einer polizeilichen Kontrolle am Berliner Nollendorfplatz mit der einer illegalen Droge erwischt worden. "Bei ihm wurden 0,6 Gramm einer betäubungsmittelsuspekten Substanz aufgefunden", bestätigte Martin Steltner, der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Es soll sich dem "Bild"-Bericht zufolge vermutlich um Crystal Meth handeln, was die Polizei aber bislang nicht bestätigen wollte. Nach Feststellung seiner Personalien ist Beck inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Der 55-Jährige bestätigte am Mittwochnachmittag auf seiner Facebook-Seite, dass er personelle Konsequenzen nach der Festnahme ziehen werde: "Hiermit stelle ich meine Ämter als innen- und religionspolitischer Sprecher meiner Fraktion und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, die mir die Fraktion verliehen hat, der Fraktion zur Verfügung. Ich habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten."

"Zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen wird mein Anwalt zu gegebener Zeit eine Erklärung gegenüber der Staatsanwaltschaft abgeben", so Beck weiter. "Ich werde mich dazu öffentlich nicht einlassen." Sein Bundestagsmandat will er nach ARD-Angaben behalten.

Fortsetzung nach Anzeige


Crystal auch in Schwulenszene beliebt

Crystal ist vor allem aus der Fernsehserie "Breaking Bad" bekannt – deshalb verbreitete sich am Donnerstagnachmittag auf Twitter schnell der Hashtag #breakingbeck. In Teilen der Schwulenszene ist Crystal auch als Sexdroge beliebt. Die vergleichsweise preiswerte Droge wird meist wie Kokain geschnieft. Sie hat aber weitaus schwerwiegende Nebenwirkungen als andere Drogen. So steigert Crystal die Aggression und führt unter anderem zu schneller Alterung und Zahnausfall. Außerdem macht es schnell abhängig und reduziert die Kritikfähigkeit.

Der Fall erinnert an den SPD-Abgeordneten Michael Hartmann, gegen den 2013 wegen des Kaufs von Crystal Meth ermittelt wurde. Er wurde daraufhin von stern.de als schwul geoutet (queer.de berichtete). Der Politiker räumte über seinen Anwalt ein, "gelegentlich" die Droge konsumiert zu haben. Die Staatsanwaltschaft Berlin stellte das Ermittlungsverfahren im September 2014 gegen Zahlung einer Geldauflage ein. Auch er hatte alle seine Ämter niedergelegt, blieb aber Abgeordneter (queer.de berichtete).

Volker Beck sitzt bereits seit 1994 für die Grünen im Bundestag, zwischen 2002 und 2013 war er Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. Er war maßgeblich am Lebenspartnerschaftsgesetz der rot-grünen Koalition beteiligt und galt als wichtigste von wenigen Stimmen für LGBT-Rechte im Bundestag, wurde zugleich deswegen auch von Gegnern besonders stark angegriffen. Nach dem letzten Bundestagswahlkampf, der durch Debatten über frühe Äußerungen Becks zu Pädosexualität belastet wurden, trat er als Fraktionsgeschäftsführer zurück.

Für seinen Einsatz für Menschenrechte und speziell die von LGBT im In- und Ausland erhielt er viele Auszeichungen der Community, etwa die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW (queer.de berichtete). Die US-Gruppe "Equality Forum" nahm Beck 2005 als einzigen Europäer in seine Liste der schwul-lesbischen "Heroes" auf (queer.de berichtete).

Zuletzt erhielt Beck vom Zentralrat der Juden in Deutschland im November den Leo-Baeck-Preis wegen seines "herausragenden Engagements" für die jüdische Gemeinschaft und gegen Antisemitismus (queer.de berichtete). (dk)

mehrfach aktualisiert

Extra-Umfrage: Ist Volker Becks Rücktritt von allen Fraktionsämtern richtig? (Ergebnis)

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Tags: volker beck, rücktritt, grüne, bundestag
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Reaktionen zu "Volker Beck mit Drogen erwischt: Von allen Ämtern zurückgetreten"


 174 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
02.03.2016
16:01:02


(+3, 13 Votes)

Von TheMum
Profil nur für angemeldete User sichtbar


What the fuck, Beck? WHAT THE FUCK???


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#2
02.03.2016
16:06:06


(+11, 17 Votes)

Von Benedictus
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich finde das sehr schade. Ich bin über mich selbst erschüttert, dass ich seinen Rücktritt viel schlimmer finde als seinen Drogenkonsum. Aber es muss wahrscheinlich so sein: Wenn ein Politiker wie er mit sowas erwischt wird, macht er sich angreifbar. Trotzdem finde ich es bedauerlich.


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#3
02.03.2016
16:07:24


(+9, 19 Votes)

Von Svetlana L


Vermutlich hat jede_r irgendwelche Leichen im Keller. Zu Volker Beck kann ich nur sagen: Schade, schade! Bin echt traurig!


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#4
02.03.2016
16:07:50


(+2, 18 Votes)

Von Johannes45


Das gibt es doch nicht... ich glaube, ich lese nicht richtig !!!

Ich finde Crystal Meth MIST und kann nur jedem raten, es nicht zu verwenden.

ABER Volker Beck braucht deswegen NICHT von seinen Ämtern zurücktreten oder sein Bundestagsmandat aufgeben, die sollte er weiterhin behalten. Ich fand es damals schon falsch, dass die Bischöfin Kässmann zurückgetreten ist, als sie betrunken gefahren ist.

MIR reicht es, wenn sich Volker Beck entschuldigt und vor dem Gebrauch von Crystal Meth warnt. Zurücktreten von Ämtern braucht er deswegen aber nicht, denn der Gebrauch von Drogen ist für mich kein Rücktrittsgrund, solange das jeweilige Amt gut geführt wird und das muss ich Volker Beck zugestehen, er hat seine Arbeit als Bundestagsabgeordneter und innen- und religionspolitischer Sprecher gut gemacht. Da gibt es ganz andere PFEIFFEN im Bundestag, die fast nie anwesend sind und keine Leistung dort im Bundestag bringen.


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#5
02.03.2016
16:11:54
Via Handy


(+2, 14 Votes)

Von Hieronymus


Ausgerechnet Crystal Meth. Man sollte ihm helfen davon runterzukommen, bevor er an sowas stirbt. Das hat er nach all den politischen Mühen nicht verdient.


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#6
02.03.2016
16:12:15


(+3, 7 Votes)
 
#7
02.03.2016
16:17:07


(+1, 15 Votes)

Von Habukaz
Mitglied seit 07.11.2013


Sehr bedauerlich. Wir brauchen offen schwule Politiker, die sich für gleiche Rechte einsetzen im Gegensatz zu so jemandem wie Westerwelle, der um mit der CDU zu regieren unsere Rechte aufgegeben hat. Andererseits hat Beck leider auch nicht viel mehr bewirkt als die Themen aufzubringen.

Er ist doch schon nach dieser ausgegrabenen Sache von wegen Unterstützung von Pädophilen in den 80ern teilweise zurückgetreten. Vielleicht hat er ja genug von der Politik. Es ist sicher ermündend ständig gegen eine Wand zu laufen and dafür auch noch angegriffen zu werden.


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#8
02.03.2016
16:19:10


(+13, 19 Votes)

Von goddamn liberal


Wenn sich das bestätigt, dann ist es trotz der geringen Menge schon ein politischer Rückschlag.

Gerade in einem rückständigen Land wie Deutschland muss jeder schwule Politiker wissen, dass er unter besonderer Beobachtung steht und jeder Skandal die Häme einer gefährlichen klerikalen Reaktion hervorruft, die sich trotz (oder gerade wegen) ihrer Entrechtungs- und Vernichtungstradition gegenüber homosexuellen Menschen moralisch überlegen fühlt.

Das ist nun mal leider die Faktenlage im Land des rosa Winkels.

Dazu gehört auch, dass Bürgerrechte und Gleichstellungsfrage, die von den Uruguay, den USA bis nach Spanien zu den wesentlichen Anliegen der Linken, aber auch der linken Mitte gehören, bei uns nur Nischenthemen sind, um die sich nur wenige Politiker überhaupt scheren.

Das ist auch bei den Grünen, der Linken und erst recht bei der SPD so (über die FDP sage ich jetzt mal nichts).

Das heißt dann auch, dass der Ausfall einer einzigen Person hierzulande viel schwerer ins Gewicht fällt als anderswo

Hartnäckige heterosexuelle Verbündete wie Obama, Hollande oder v.a. Taubira finden wir in der deutschen Politik eben leider nicht.


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#9
02.03.2016
16:23:06
Via Handy


(+10, 14 Votes)

Von puschelchen
Aus irgendwo in nrw
Mitglied seit 18.12.2009


Man beachte die widerlichen Kommentare auf facebook. Unterirdisch!


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#10
02.03.2016
16:28:41


(+10, 20 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von Hieronymus


"Man sollte ihm helfen davon runterzukommen, bevor er an sowas stirbt."

Ja, das sollte man!

V.a. um seinetwegen, weil sein kluger Kopf und sein starkes Herz das nicht verdient haben.

Aber auch, weil sein Tod seine und unsere vielen Feinde, etwa die 'evangelischen' Allianzen oder die schwarz-braunen Herrenmensch(innen) aus den (Hinter-)Wäldern Transsylvaniens oder des Sauerlands noch mehr erfreuen dürfte als sein Rücktritt.

Vor diesen Leuten darf man NIEMALS kapitulieren!


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