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Bürgermeister Bill de Blasio freut sich darüber, dass Schwule und Lesben bei der Parade der trinkfesten Iren mitmarschieren dürfen (Bild: flickr / Kevin Case / by 2.0)

Jahrelang hatte die traditionelle Großparade Schwule und Lesben diskriminiert. In diesem Jahr ist alles anders – und nach zwei Jahren Boykott ist damit auch Bill de Blasio wieder dabei.
New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat am Mittwoch angekündigt, seinen Boykott der St.-Patrick's-Day-Parade zu beenden. Der Demokrat hatte nach seiner Wahl die Parade zwei Mal in Folge boykottiert, weil die Veranstalter der USA-weit größten Parade ihrer Art schwul-lesbische Teilnehmer diskriminiert hatten (queer.de berichtete).

Beim ersten Boykott 2014 hatte de Blasio bemängelt, dass kein einziger schwul-lesbischer Wagen genehmigt worden war und es generell in der Parade verboten war, positive Botschaften über Homosexualität zu vermitteln. Im vergangenen Jahr erlaubten die Organisatoren einen Wagen von schwulen und lesbischen Mitarbeitern von NBC – allerdings erst, nachdem der Fernsehsender gedroht hatte, die Parade ansonsten nicht wie üblich live zu übertragen.

Inzwischen hat die Parade alle Restriktionen aufgrund der sexuellen Orientierung aufgehoben. Ursache für die Vorbehalte der Veranstalter gegenüber Homosexuellen ist der große Einfluss der katholischen Kirche auf die Parade. So wird die Veranstaltung jedes Jahr mit einem Gottesdienst in der St. Patrick's Cathedral, dem bekanntesten katholischen Kirchengebäude der USA, eröffnet.

Parade "symbolisiert jetzt auch Fortschritt und Gleichberechtigung"

"Die St.-Patricks-Day-Parade ist eine New Yorker Tradition, aber viele Jahre lang konnten irischstämmige LGBT-New-Yorker ihren Stolz nicht zeigen", sagte de Blasio gegenüber der Nachrichtenagentur AP. "Endlich können sie ihr Erbe feiern und in der Parade mitmarschieren, die jetzt auch Fortschritt und Gleichberechtigung symbolisiert."


Auch auf Twitter feierte Bill de Blasio die Gleichstellung

Die Großparade gilt seit Jahrzehnten als Pflichttermin für den Bürgermeister der Ostküstenmetropole. Vor de Blasio hatte lediglich David Dinkins im Jahr 1992 nicht an Großparade teilgenommen und die Homo-Diskriminierung als Grund genannt. Danach bekam das Event jedes Jahr einen Besuch des Stadtoberhaupts: De Blasios Vorgänger im Amt des Bürgermeisters, der parteilose Milliardär Michael Bloomberg, war während seiner Amtszeit ebenso bei allen Paraden dabei wie dessen Vorgänger, der Republikaner Rudy Giuliani.

Die Parade wird am 17. März zum 255. Mal stattfinden. Es werden wieder rund 200.000 Teilnehmer und weit über eine Million Zuschauer an der 5th Avenue erwartet. Nach der Aufhebung des Homo-Verbots haben die Veranstalter dieses Jahr auch den inzwischen 88-jährigen David Dinkins eingeladen. (dk)



#1 RobinAnonym
  • 03.03.2016, 16:04h
  • "Ursache für die Vorbehalte der Veranstalter gegenüber Homosexuellen ist der große Einfluss der katholischen Kirche auf die Parade."

    War ja klar, dass die Hassprediger der Kinderschändersekte wieder mal dahinter stecken.
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