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Das Büro der "Kampagne gegen Homophobie" in Polens Hauptstadt Warschau. Mitarbeiter mussten sich gegen einen Angriff hinter der Tür barrikadieren.

Neue Attacken auf die Büros von "Lambda Warszawa" und der "Kampagne gegen Homophobie" besorgen die Szene.

In Warschau ist es innerhalb von zwei Tagen zu Angriffen auf die Büros von LGBT-Organisationen gekommen. Am Donnerstag überfielen drei junge Männer das Gebäude der "Kampagne gegen Homophobie", während sich drinnen Mitarbeiter verschanzten.

"Die Männer schrien beleidigende Wörter und schlugen und traten auf die Tür ein", berichtet ein Mitarbeiter der Organisation. Das Team habe die Männer vorab bemerkt und sich daher barrikadieren können. Es rief auch die Polizei, die Angreifer konnten aber fliehen, bevor diese am Tatort erschien.

Bereits Ende Dezember habe sich ein ähnlicher Vorfall ereignet, berichtet die Organisation. Auch dabei hätten sich Mitarbeiter verschanzen müssen.

Steinwurf auf Fensterscheibe


Das zerstörte Fenster nach dem Angriff

Einen erneuten Angriff gab es in der Nacht zum Mittwoch auch auf die Büros von "Lambda Warszawa". Unbekannte warfen einen Stein durch ein Fenster der Organisation und beschädigten damit die beiden Gläser. Mitarbeiter fanden die Zerstörung am Morgen vor.

Das Büro in einem Gebäude unweit des Kulturpalasts ist seit Jahren durch eine Regenbogenflagge an der Fassade erkennbar. Es war erst vor rund einem Monat zur Zielscheibe eines weiteren Anschlags geworden: Unbekannte wollten nachts in das unbesetzte Büro eindringen, ritzten u.a. "White Power" in die Eingangstür und steckten ein Plakat in Brand (queer.de berichtete).

Beide Organisationen betreiben neben ihrer politischen Arbeit in den Büros Gruppentreffen und Beratungsangebote für LGBT.

Wechselt wieder das Klima?

In den letzten Jahren hatte es immer wieder Angriffe wie diese gegeben, so die Organisationen, sie häuften sich aber in letzter Zeit. Das Klima in der Hauptstadt und im Land war dabei zuletzt eigentlich toleranter geworden, Slupsk wählte etwa mit Robert Biedron einen LGBT-Aktivisten zum Bürgermeister (queer.de berichtete).

Zugleich sorgt der Machtwechsel im Oktober für Spannungen im Land. Bei den Massenprotesten gegen die neue Regierung und ein neues Mediengesetz waren LGBT-Organisationen in mehreren Städten ganz vorne mit dabei (queer.de berichtete). Im letzten September hatte Warschau zugleich seine erste Art "Demo für alle" erlebt, zu dem Protest gegen LGBT-Rechte war auch ein deutscher CDU-Politiker angereist (queer.de berichtete). (nb)



#1 Carsten ACAnonym
  • 03.03.2016, 19:21h
  • Der Rechtsruck in ganz Europa, insbesondere in den ehemaligen Ostblock-Staaten, ist nicht mehr zu leugnen.

    Wenn da nicht sehr schnell gegengesteuert wird, wird das noch ein übles Ende nehmen...

    So hat es damals auch angefangen...
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#2 SebiAnonym
  • 03.03.2016, 19:24h
  • Polen und einige andere Staaten sind dank der Blauäugigkeit naiver Eurokraten viel zu schnell in die EU aufgenommen worden.

    Wir sehen ja immer mehr, dass dieser Fehler die EU langsam aber sicher ruinieren wird.
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