Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 04.03.2016, 10:55h           4      Teilen:   |

Bundestag

Grüne fordern Auskunftsrecht für Kinder von Samenspendern

Artikelbild
Für ihren Kinderwunsch greifen insbesondere lesbische Paare auf Samenspenden zurück (Bild: emerycophoto / flickr / cc by-sa 2.0)

Mithilfe von Samenspenden gezeugte Kinder sollen das Recht bekommen zu erfahren, wer ihr biologischer Vater ist. Dazu solle die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegen, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag (PDF).

Es solle ein Melde- und Auskunftssystem eingerichtet werden, in dem die Identität des Samenspenders festgehalten ist, und ein Vermerk im Geburtsregister darauf verweisen. Wenn gewünscht sollten durch Samenspende gezeugte Kinder eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem Samenspender und gegebenenfalls auch Halbgeschwistern erhalten. Eine Härtefallregelung solle dabei berechtigte Interessen des Samenspenders schützen. Das Kind solle zudem das Recht bekommen, durch einen Gentest feststellen zu lassen, ob der eingetragene Samenspender tatsächlich der biologische Vater ist.

Zu den weiteren Forderungen in diesem Zusammenhang gehört, dass die Zahl der Familien mit Kindern, die mittels Samenspende durch denselben Spender gezeugt wurden, begrenzt wird. Zudem solle der Bund gemeinsam mit den Ländern ein Beratungs- und Betreuungsangebot für Kinder schaffen, die mithilfe einer Samenspende gezeugt wurden. Auch solle die Bundesregierung eine Studie zur Situation so gezeugter Kinder und ihrer Familien in Auftrag geben.

Mittlerweile seien geschätzt mehrere zehntausend Familien durch Samenspenden entstanden, heißt es in dem Antrag. Dem Wohl der so gezeugten Menschen sei aber bisher zu wenig Beachtung geschenkt worden. (hib)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 4 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 19             1     
Service: | pdf | mailen
Tags: samenspende, regenbogenfamilien
Schwerpunkte:
 Regenbogenfamilien
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Grüne fordern Auskunftsrecht für Kinder von Samenspendern"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
04.03.2016
15:34:45


(0, 4 Votes)

Von Johannes45


*
Link:
derstandard.at/2000032212562/Das-Recht-der-alleins
tehenden-Schwedin-auf-ein-Kind


Wo wir hier beim Thema "Samenspende" sind:

Nach Dänemark tritt nunmehr auch in Schweden ein Gesetz in Kraft, dass es Frauen -egal ob hetero oder homo - es ermöglicht eine Samenspende zu bekommen, ohne das sie einen Partner/eine Partnerin nachweisen müssen.

Damit steht es nunmehr in Schweden und in Dänemark alleinstehenden Frauen offen, Mutter zu werden, ohne dass sie hierfür eine Partnerschaft eingehen müssen.

Ich finde das sehr sehr gut.

In Deutschland hingegen, müssen Frauen eine festgefügte Partnerschaft nachweisen, um eine Samenspende zu erlangen. Früher mußten sie sogar verheiratet sein, was aber nicht mehr in Deutschland rechtlich erforderlich ist.

Deutschland sollten den Schweden und Dänen folgen, und auch endlich alleinstehenden Frauen das Recht auf eine Samenspende ermöglichen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
04.03.2016
15:52:42


(0, 4 Votes)

Von Johannes45


Wer übrigens als verpartnertes Frauenpaar in Deutschland über Samenspende eine Familie gründen will, der kann dies in Deutschland machen,denn rechtlich ist dies nicht verboten.

*
Link zu www.erlanger-samenbank.de

Paare müssen nicht in Deutschland verheiratet sein, um für die Spendersamenbehandlung in Frage zu kommen. Aber Ihre Partnerschaft sollte stabil sein. Ab 10/2012 haben auch lesbische Paare in eingetragener Lebensgemeinschaft die Möglichkeit, sich der Behandlung mit Spendersamen zu unterziehen.

Daher auch verpartnerte Frauenpaare können Eltern im Wege der Samenspende werden, das ist in Deutschland erlaubt.

Probleme aber gibt es bei der Kostenübernahme in Deutschland, dort werden verpartnerte Frauenpaare gegenüber verheirateten heterosexuellen Ehepaaren diskriminiert.

----

Richtig wäre es, wenn auch Deutschland den Gesetzgebern in Dänemark und in Schweden folgt, wo auch alleinstehende (!) Frauen mit Hilfe einer Samenspende Mutter werden können.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
05.03.2016
00:18:50


(+4, 4 Votes)

Von Nichtspender


Bin ich froh, auch in größter finanzieller Not nicht vor zwanzig oder dreißig Jahren auf die Idee gekommen zu sein, mal eben gegen Geld in ein Glas zu spritzen.

Dann müsste ich damit rechnen, dass jetzt irgendein erwachsener Mensch ankommt, mit dem ich außer ein paar Genen nichts gemein habe, bei dessen Anblick ich jetzt aber plötzlich "die Stimme des Blutes" sprechen hören müsste, mit ihm Ausflüge unternehmen, zwanzig Jahre Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke nachliefern, am besten noch Unterhalt zahlen, und beerben dürfte er mich vermutlich auch noch.

Liebe Grüne: Könnt Ihr stattdessen nicht lieber mal wieder irgendwas verbieten (lassen wollen)?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
05.03.2016
12:15:23
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Nichtspender


Ich halte es für ein Grundrecht zu wissen wer der biologische Vater oder die biologische Mutter ist. Das ist das eine. In der Schweiz besteht dieses Recht im übrigen schon länger und ist breiter Konsens.

Warum du deswegen aber gleich gesetzlich verpflichtet sein musst Unterhalt zu zahlen verstehe ich nicht. Die gesetzliche Elternschaft haben schliesslich andere übernommen. Sowas sollte man also besser trennen.

Allerdings wenn ich vor X Jahren Samen gespendet hätte und eine quasi jüngere Ausgabe meiner Selbst stünde vor meiner Tür und wäre tatsächlich in Not, dann könnte ich meinem biologischen Sohn oder Tochter niemals Hilfe verweigern. Ansonsten wäre ich echt ein riesiges Arschloch.

Wie auch immer. Für mich war klar niemals zu spenden denn für meine Spermien würde ich mich immer verantwortlich fühlen. Andere mögen das anders fühlen.

Für meinen eigenen Nachwuchs spenden wäre schön gewesen. Das war früher für zwei Schwule jedoch fast unmöglich. Wäre ich hingegen heute wenigstens 20 Jahre jünger würden mein Mann und ich uns ziemlich sicher, trotz aller immer noch bestehenden gesetzlichen Widrigkeiten und vorhandener Diskriminierung, uns ins Regenbogen Familie Abenteuer stürzen.

Familie kann was schönes und erfüllendes sein und gibt's auch in schwul.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 POLITIK - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
"Looking: The Movie" im Oktober im deutschen TV Coming-out einer werdenden Mutter Zwei schwule Männer in Berlin-Mitte niedergeschlagen Bettina Böttinger traut sich nach Greifswald
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt