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  • 04.03.2016, 15:26h           2      Teilen:   |

Keine Einigung

Gay Games und Outgames gehen weiter getrennte Wege

Artikelbild
Synchronschwimmer bei den Outgames 2009 in Kopenhagen (Bild: flickr / Janus Bahs Jacquet / cc by 2.0)

Der Traum von der gemeinsamen LGBT-Olympiade ist vorerst ausgeträumt: Wegen zu großer Risiken wollen die Veranstalter der Gay Games nicht mit der Konkurrenzorganisation GLISA zusammenarbeiten.

Die Federation of Gay Games (FGG) hat am Wochenende nach über sieben Jahren die Verhandlungen über die Gründung einer gemeinsame Organisation mit der konkurrierenden Gay & Lesbian International Sport Association (GLISA) abgebrochen. Damit wird es weiter getrennte Gay Games und World Outgames geben. Eigentlich war geplant gewesen, im Jahr 2022 ein gemeinsames internationales Sportturnier auszurichten (queer.de berichtete).

In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung (PDF) begründeten die beiden FGG-Copräsidenten Joanie Evans und Kurt Dahl das Ende der Gespräche mit einer negativen Risikoanalyse. Man wolle sich nun auf die Vorbereitung der zehnten Gay Games vorbereiten, die 2018 in Paris stattfinden sollen (queer.de berichtete).

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FGG: GLISA soll zu den Gay Games zurückkehren

Gleichzeitig boten die Präsidenten der Konkurrenzorganisation an, sich der FGG unterzuordnen: "Die FGG spricht weiterhin, wie seit fast zehn Jahren, eine offene Einladung an die GLISA aus, eine Mitgliedsorganisation der FGG-Vollversammlung zu werden", heißt es in dem Schreiben. Man werde der GLISA dann erlauben, "mit anderen Mitgliedsorganisationen zusammenzuarbeiten, Veranstaltungen in Jahren, in denen keine Gay Games stattfinden, durchzuführen und möglicherweise eine Menschenrechtskonferenz bei zukünftigen Gay Games durchzuführen."

Die vom amerikanischen Zehnkämpfer Tom Waddell ins Leben gerufene Gay Games gibt es seit 1982 als offene Veranstaltung ohne Teilnahmebeschränkungen oder Qualifikationshürden. Auch Heterosexuelle können am weltweit größten LGBT-Breitensportevent teilnehmen, das von Kulturveranstaltungen und Partys begleitet wird. Fünf der bislang neun Gay Games fanden in den USA statt, die anderen Veranstaltungsorte waren Vancouver (1990), Amsterdam (1998), Sydney (2002) und zuletzt Köln (2010).

Zur Spaltung im Streit kam es 2006, als parallel zu den Gay Games in Chicago die Outgames in Montreal stattfanden (queer.de berichtete). Ursprünglich sollte Montreal die Gay Games ausrichten, doch weil sie sich mit der FGG nicht einigen konnte, entzog diese der Stadt kurzfristig die Lizenz zur Ausrichtung und vergab Spiele stattdessen nach Chicago. Da Montreal schon mitten in den Vorbereitungen steckte, beschlossen die Organisatoren, ein ganz neues Event ins Leben zu rufen. Weitere Outgames fanden 2009 in Kopenhagen und 2013 in Antwerpen statt. Im kommenden Jahr sollen die Outgames erstmals in den USA ausgetragen werden, in Miami Beach (queer.de berichtete). Bei den Gay Games und Outgames nehmen jeweils zwischen 10.000 und 15.000 Athleten teil. (dk)

Links zum Thema:
» World Outgames 2017 in Miami Beach
» Gay Games 2018 in Paris
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Tags: gay games, outgames, fgg, glisa
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Reaktionen zu "Gay Games und Outgames gehen weiter getrennte Wege"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
04.03.2016
21:06:44


(+5, 5 Votes)

Von Mitch
Aus Berlin
Mitglied seit 21.06.2010


Als jemand, der sowohl an den Gay Games als den Outgames als Sportler teilgenommen hat, kann ich das wirklich nur bedauern.

Ich bin der Meinung, dass hier die große Chance, queere Sportler wieder zu einem großen gemeinsamen Event zusammenzubringen, von einigen Funktionären bravourös gegen die Wand gefahren wurde.

Das ist sowohl für die queere Bewegung als auch tatsächlich aus rein sportlichen Gründen sehr schade.


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#2
05.03.2016
03:08:42


(+3, 3 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #1 von Mitch


Es ist nicht nur schade. Es schadet auch beiden Veranstaltungen. Und das nicht nur in der reinen Aussenwirkung, denn so werden diese verwirrenden Doppelveranstaltungen von der Oeffentlichkeit nicht wahrgenommen. Zmindest nicht so, wie es sein koennte.

Aber auch fuer Sponsoren ist es ein Aergernis. Noch mehr aber fuer Sportler, die teilnehmen moechten. Aber wer kann es sich schon leisten, gleich mehrfach oft weite Anreissen zu finanzieren?

Mir kommt das oft wie ein Zickenkrieg vor. Ein Konflikt, in etwa so nuetzlich, wie ein Kropf. Und damit droht in der Zukunft, dass sich diese gute Idee irgendwann einfach verlaeuft.


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