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Kommentare zu:
Sixt verhöhnt Volker Beck


#1 TorbyAnonym
#2 SamuelAnonym
  • 05.03.2016, 10:48h

  • Beck ist kein Opfer. Sondern alt genug um die Konsequenzen seines Handelns zu tragen.
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#3 NetReaper
  • 05.03.2016, 10:59h
  • Ein prominenter Mann, genauer: ein prominenter Moralist wird mit Drogen erwischt.
    Das wird jetzt in der Presse breitgetreten, weil er als Bundestagsmitglied nicht nur eine Vorbildfunktion hat, sondern auch weil er gerne selbst austeilt.

    Aber warum ist ausgerechnet das ein Thema für queer.de?
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#4 GrimReaperAnonym
#5 TimbercomProfil
  • 05.03.2016, 11:13hHamburg
  • Von Sixt wurden schon viele entsprechend durch den Kakao gezogen: Merkel, Berlusconi, von der Leyen. Jetzt erwischt es halt mal jemanden von den Grünen, so what?
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#6 NetReaper
  • 05.03.2016, 11:34h
  • Antwort auf #4 von GrimReaper
  • "Warum wohl, du Schlaumeier?"

    Ach ja, mich hat vorhin erst jemand darauf hingewiesen, dass Volker Beck ja angeblich schwul ist. Für mich spielt das keine Rolle, deswegen habe ich das vergessen.

    Soweit ich weiß hat Drogenkonsum aber nichts mit Homosexualität zu tun.

    Daher bleibt meine Frage:
    Warum gehört so eine Nachricht zum "Zentralorgan der Homo-Lobby"?
    Ist das hier etwa ein Promiportal für Nachrichten über Schwule und Lesben?

    Irgendwie schräg, diese Berichterstattung.
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 05.03.2016, 12:43h
  • Antwort auf #3 von NetReaper
  • "ein prominenter Moralist"

    Wieso ist jemand ein Moralist, wenn er sich für Selbstverständlichkeiten einsetzt?

    1. Dass eine NS-Opfergruppe, die bis lange in die Nachkriegszeit nach einem NS-Paragraf verfolgt wurde, rechtlich gleichgestellt wird?

    2. Dass verschleppte Zwangsarbeiter, die der NS-Vernichtungsmaschinerie knapp entgangen sind, für ihre Zwangsarbeit eine Rente bekommen?

    Man muss schon moralisch ziemlich verkommen sein, um das übertrieben moralistisch zu finden.
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#8 Thom_ass1973
  • 05.03.2016, 13:04h
  • Gute, alte, deutsche Weisheit : Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen - das ist keine "Verhöhnung", höchstens ein "auf die Schippe nehmen".
    Meiner Meinung nach geht die Werbung so völlig in Ordnung, ähnlich wie Ulla Schmidt´s Dienstwagenklau - nicht immer alles und jeden auf die Woldwaage legen !!
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#9 SvenWeddingProfil
  • 05.03.2016, 13:44hWedding
  • Super Sixt! ich finde das lustig! Volker Beck ist auch nicht besser als ein scheinheiliger Erzkonservativer, der heimlich in Puffs geht, aber Familien-Moral predigt. Genauso hat Beck anderen praktisch täglich die moralisch-korrekten Leviten gelesen und verkehrte selbst im kriminellen Drogenmilieu. Dann muss man auch die Häme ertragen, wenn man erwischt wird.
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#10 herve64Profil
  • 05.03.2016, 13:58hMünchen
  • In Anbetracht der Tatsache, dass Sixt schon öfters mit Motiven Prominenter, die gerade mal Schlagzeilen machten, derartige mehr oder minder geschmacklose Kampagnen gelauncht hat, kann es einem eigentlich am Allerwertesten vorbei gehen.

    Die Frage, die sich hier stellt, ist eher die, ob Sixt überhaupt dazu berechtigt ist, das Konterfei jener Promis für die Vermarktung seiner Dienstleistung zu verwenden.

    Auch wenn es sich dabei um Personen des öffentlichen Lebens handelt ändert das nichts an der Tatsache, dass man mit ihnen sich schadlos die Geldtasche stopfen kann.

    Kurz: für mich ist das eher eine Frage des Urheber- bzw. Nutzungsrechts, und da würde ich eher mal ansetzen.
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#11 gut zu wissenAnonym
#12 Patroklos
  • 05.03.2016, 14:12h
  • Ein tolles Plakat und wie man an den Bewertungen der bisherigen Userkommentare sieht, haben hier wieder die Hardcorebeckfans einmal ganze Arbeit geleistet! Sie können es einfach nicht verkraften, wie mit ihrem zur Gottheit verklärten Kultfigur umgegangen wird!
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#13 TheDadProfil
  • 05.03.2016, 14:14hHannover
  • Antwort auf #9 von SvenWedding
  • ""Volker Beck ist auch nicht besser als ein scheinheiliger Erzkonservativer, der heimlich in Puffs geht, aber Familien-Moral predigt.""..

    Der Satz
    "ich habe schon immer eine liberale drogenpolitik vertreten"
    ist bei Dir auch nicht angekommen, WEIL ?

    ""Genauso hat Beck anderen praktisch täglich die moralisch-korrekten Leviten gelesen""..

    Die Forderung nach einer freien, gleichberechtigten und gleichgestellten Gesellschaft, ist KEIN "Leviten lesen" nach "moralischen Korrektiven" !
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#14 Jürgen TrittinAnonym
#15 NetReaper
#16 NetReaper
  • 05.03.2016, 14:57h
  • Antwort auf #12 von Patroklos
  • "und wie man an den Bewertungen der bisherigen Userkommentare sieht, haben hier wieder die Hardcorebeckfans einmal ganze Arbeit geleistet! Sie können es einfach nicht verkraften, wie mit ihrem zur Gottheit verklärten Kultfigur umgegangen wird!"

    Den Eindruck habe ich auch.
    Dabei hat der Drogenjunkieverbrecher (*hihi*) Volker Beck nichts mit dem Thema Homosexualität, Homophobie oder sonstwas zu tun.

    Aber die Typen hier führen sich auf wie man das sonst nur von Feministinnen kennt. Komm ihnen mit Argumenten, und sie werden direkt persönlich und bezeichnen einen als "Frauenhasser".
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#17 goddamn liberalAnonym
  • 05.03.2016, 15:11h
  • Antwort auf #15 von NetReaper
  • Fakt ist: Deutschland ist das Land des rosa Winkels und des Judensterns.

    Homphobie ist keine Meinung.

    Antisemitismus ist keine Meinung.

    Ihre Kastrationsangst in allen Ehren.

    Fakt ist: Ich bin nicht verstümmelt, meine muslimischen Kumpels auch nicht. Die meisten amerikanischen Männer, egal ob Christ ob Jude, auch nicht.

    Deutschland hat zuviele Leben jüdische Kinder auf dem Gewissen, als dass es Juden vorschreiben könnte, was sie mit der Vorhaut ihrer Kinder machen sollen.

    Das müssen sie schon selbst entscheiden.

    Wenn sie sich gegen Beschneidung von Säuglingen entscheiden, ist es eine gute Entscheidung.

    Alles klar?
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#18 GrimReaperAnonym
#19 TheDadProfil
  • 05.03.2016, 16:29hHannover
  • Antwort auf #15 von NetReaper
  • ""Leute wie Volker Beck sind mit dafür verantwortlich, dass männliche Kinder in Deutschland nicht nur weiterhin straffrei, sondern explizit legal am Genital verstümmelt werden.""..

    Stimmt..
    Als EINER von wie vielen Abgeordneten aus den Parteien des Bundestages hat er das mit beschlossen..

    Kann man ihm da deshalb ALS EINZIGEM Abgeordneten immer wieder aufs Tablett schmieren ?
    Oder liegt diese ständige Wiederholung einfach nur daran, die anderen Abgeordneten, unter ihnen auch diverse FRAUEN aus der UNION, einfach mal nicht zu kennen ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#20 TheDadProfil
  • 05.03.2016, 16:39hHannover
  • Antwort auf #16 von NetReaper
  • ""Komm ihnen mit Argumenten, und sie werden direkt persönlich und bezeichnen einen als "Frauenhasser".""..

    Komm doch mal Deinem Unterstützer "Patroklos" mit Argumenten, oder besser noch mit Fakten zum Kirchenaustritt oder über Österreich, und du wirst erleben wie er zum Hasser von Österreich, von Atheisten, und von Volker Beck mutiert, noch bevor er Deinen ganzen Beitrag gelesen hat..

    Deines, und das Problem vieler Anderer hier ist es, dem Mann Volker Beck nachzutreten, der schon am Boden liegt, anstatt sich mit dem Gedanken zu befassen, warum er einen anderen Umgang mit Drogen hat, als Ihr selbst..

    Diese "vorbeugende Anbiederung" an die "guten Sitten" ist es, die euch dreinschlagen läßt..
    Ihr biedert euch an diese Sitten an, und beschädigt einen Mann damit zusätzlich, der schon alles getan hat, sich selbst zu schaden..
    Womit ?
    Mit RECHT !
    Der Mann hat EIN RECHT darauf, sich zu schädigen, womit immer er das tun will !
    Das nennt sich Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, und steht im Grundgesetz..

    Was Leute wie Dich nicht daran hindert Menschen wie Volker Beck, die dieses Recht FÜR SICH in Anspruch nehmen, zu beschimpfen, wo es nur geht..
    Dein Nick sagt dazu ein Übriges..
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#21 daVinci6667
  • 05.03.2016, 16:58h
  • Antwort auf #17 von goddamn liberal

  • "Deutschland hat zuviele Leben jüdische Kinder auf dem Gewissen, als dass es Juden vorschreiben könnte, was sie mit der Vorhaut ihrer Kinder machen sollen."

    Du lernst es wohl nie. Eltern haben nicht das Recht über die Genitalien ihrer Kinder zu bestimmen. Punkt.

    Es sind NICHT IHRE Kinder im Sinne von Eigentum mit dem man tun und lassen kann was man will. Kinder gehören sich selbst und vor allen Dingen gehört die Vorhaut dem Jungen selbst und sonst niemandem.

    Eltern haben die Pflicht mit bestem Wissen und Gewissen die Interessen ihres Nachwuchses zu wahren bis diese mit ihrer Volljährigkeit selber für sich sorgen können.

    Wer seine Kinder beschneidet, egal ob Junge oder Mädchen vergewaltigt gleich mehrfach elementarste Rechte der Kinder. Weisst du eigentlich alles. Brauchst nur einmal die Berichte von anderen Zwangsbeschnittenen zu lesen die das nunmal ganz anders sehen als du. Genügend viele Links dazu hast du von mehreren Usern hier erhalten.

    Gerade wegen seiner unsäglichen Rolle die Volker Beck beim Knabenverstümmelungsgesetz spielte, wie auch seiner unkritischen Huldigungen gegenüber Papa Ratzi, verwehrt ihm jetzt ein grosser Teil der Community die Unterstützung. Gerade jetzt wo er dies am meisten bräuchte.

    Mann kann eben nicht für die Rechte schwuler Männer eintreten und gleichzeitig elementarste Männerrechte mit Füssen treten. Geht einfach nicht!

    Es ist reine politische Vernunft ihn nun gegen homophobe Angriffe von Rechts zu verteidigen. Hier sollten WIRKLICH ALLE zusammen stehen. Sympathie ist das bei vielen von uns längst nicht mehr, in anderen Threats ist auch von Verachtung zu lesen. Kann ich sehr gut verstehen. Trotzdem ich stimme zu er hat auch sehr viel Gutes für uns getan.
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#22 TheDadProfil
  • 05.03.2016, 16:59hHannover
  • Antwort auf #17 von goddamn liberal
  • ""Deutschland hat zuviele Leben jüdische Kinder auf dem Gewissen, als dass es Juden vorschreiben könnte, was sie mit der Vorhaut ihrer Kinder machen sollen.""..

    Absolut untaugliches Argument !
    Vor allem weil es impliziert, das jeder andere Staat dann das Recht hätte, genau diese Kritik an der Beschneidung zu führen, die Deutschland aus seiner Geschichte heraus nicht hätte ?

    Welch Unsinn..
    Der in sich nichts weiter darstellt, als die Umformulierte Erb-Schuld, der ich mich persönlich nicht einmal ausgesetzt sehen muß..

    Willst du an passender Stelle erneut darüber diskutieren, und dabei ernst genommen werden, überdenkst Du diesen Unsinn ziemlich zügig, und wendest Dich den Fakten zu, die Dir Menschen geben können, die darunter zu leiden haben !

    Deine persönlichen Erfahrungen, oder die Deiner Freunde, die nicht darunter leiden, KÖNNEN das Leid der Anderen nicht relativieren, und als "nichts" auflösen !

    Den Mit-Diskutanten ernst, und seine Argumente für voll zu nehmen, dürfte Dir nicht unmöglich sein..

    ""Das müssen sie schon selbst entscheiden.""..

    Klingt nett..
    Impliziert hier aber eben neben der Möglichkeit wie geschehen, sich auch dagegen zu entscheiden, die Möglichkeit einem Teil der Gesellschaft "andere Rechte" einzuräumen, mithin die Begründung für Diskriminierung und Unterdrückung, die es in einer freien UND gleichberechtigten Gesellschaft nicht geben kann !

    Man kann nicht Erwachsenen erlauben die Rechte von Kindern zu brechen..
    Weder im Falle einer Beschneidung von Knaben aus "religiösen Gründen", die dann als "identitäts-stiftendes" irgendwie "Volks-Ding" verklärt wird..
    Noch kann man Eltern erlauben ihre Kinder zu vergewaltigen, weil das irgendwie "Sitte" in ihrem "Glauben" wäre..
    Man kann Eltern auch nicht erlauben sich ihre Kinder nach irgendwelchen Vorstellungen "zurecht-operieren" zu lassen, bis sie dann irgendeinem Bild entsprächen, das irgendein Geistwesen mal mit irgendeinem altem Mann vereinbart hätte..

    Und genau deshalb taugt auch dieses "nazi-Argument" dazu nicht, weil es nicht sein kann, das man mit diesem Argument einer Ethnie erlaubt, was man anderen Ethnien verbietet :
    Das ihr "Glaube" ÜBER der Verfassung stünde !

    Steht er nicht..
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#23 goddamn liberalAnonym
  • 05.03.2016, 17:14h
  • Antwort auf #21 von daVinci6667
  • "Du lernst es wohl nie. Eltern haben nicht das Recht über die Genitalien ihrer Kinder zu bestimmen. Punkt."

    Gut, dann will ich Dich mal belehren (obwohl mir das eigentlich gar nicht liegt).

    Du stehst als Schweizer, was die Schuld am Völkermord am jüdischen Volk betrifft, außen vor und kannst manches nicht beurteilen. Die Uniformen und Parteiabzeichen in Deinem Familienalbum sind andere als bei uns.

    Da ich als mit Beschnittenen eng befreundeter Beschnittener die Sache gut beurteilen kann, kann ich eine Güterabwägung treffen.

    Ich kann einem Opfervolk in Deutschland nicht seine Religion verbieten (die allerdings traditionellerweise nur die Hälfte praktiziert).

    Aber das täte ich, wenn ich die Beschneidung verbieten würde, die bei fast allen Richtungen des Judentums ein elementares Ritual ist.

    Was ja nicht ewig so bleiben muss.

    In einem Punkt stimme ich absolut zu:

    "Es ist reine politische Vernunft ihn nun gegen homophobe Angriffe von Rechts zu verteidigen. Hier sollten WIRKLICH ALLE zusammen stehen."

    Sehe ich genauso. Bin mir bei Volker Beck nämlich gar nicht so sicher, ob er mir persönlich so sympathisch wäre.
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#24 finkAnonym
  • 05.03.2016, 17:43h
  • Antwort auf #21 von daVinci6667
  • Das ist ja hier recht offtopic, aber ich will trotzdem mal auf diesen Punkt eingehen, weil der mich auch beschäftigt und ja mit Volker Beck durchaus zu tun hat.

    Du schreibst: "Es sind NICHT IHRE Kinder im Sinne von Eigentum mit dem man tun und lassen kann was man will."

    Und exakt das habe ich immer für den eigentlichen Bedeutungskern der Beschneidung gehalten. Die gibt es ja nicht nur im Judentum, sondern auch anderswo, und wiederum anderswo sind es andere Körpermanipulationen, die eine ähnliche Funktion übernehmen. Die Botschaft an das neue Mitglied der Gesellschaft ist immer die gleiche: Dein Körper gehört nicht dir, sondern uns. Du selbst gehörst nicht dir, sondern der Gemeinschaft.

    Es geht um die Unterwerfung des Individuums unter das Regelwerk der Gruppe.

    Die Medien dieser Botschaft sind der Schmerz und die Bloßstellung. Oftmals werden solche Rituale ganz bewusst besonders schmerzhaft gestaltet. Damit die Unterwerfung auch so richtig fest in den Knochen sitzt. Und es wird Wert darauf gelegt, dass sie ein Leben lang sichtbar bleibt.

    Ich bin zwar selbst nicht beschnitten, aber ich kann ahnen, wie es sich anfühlen mag, wenn man an einer seiner empfindlichsten und intimsten Körperstellen verletzt wird und gleichzeitig mitbekommt, dass die Menschen, die einen eigentlich vor solchen Übergriffen beschützen sollten, lächelnd danebensitzen und den Übergriff beklatschen. Welches Gefühl mag sich da einstellen? Ein Gefühl von Respekt vor der körperlichen und seelischen Unverletzlichkeit jedenfalls wohl kaum.

    Oft wird ja die Irrationalität dieser Rituale kritisiert. Aber das trifft den Kern nicht. Wir reden hier nicht von "sinnlosen" Ritualen, sondern von sehr gezielten Bedeutungs-Setzungen.

    Und weil die Bedeutung die ist, die ich gerade beschrieben habe, finde ich solche Rituale so hochproblematisch. Diese Botschaft widerspricht nämlich Grundwerten, die wir in unseren (wenn auch immer projekthaften) Demokratien hochhalten: der individuellen Selbstbestimmung, der freien Selbstentfaltung, dem Recht auf Unverletzlichkeit des eigenen Körpers.

    Und ja, ich stimme einer besonderen Verantwortung zu, die ich als Mitglied des Staates habe, dessen Bürger*innen den Holocaust verbrachen. Ich sehe meine Verantwortung aber genau deswegen darin, die Würde und Unverletzlichkeit des Individuums überall zu verteidigen, wo ich sie durch Übergriffe gefährdet sehe. In Beschneidungen ist das für mich der Fall. Meine Solidarität gilt hier nicht in erster Linie "dem jüdischen Volk", sondern seinen Kindern. Und natürlich auch denen anderer Religionen.
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#25 PerzeptionAnonym
#26 daVinci6667
  • 05.03.2016, 18:29h
  • Antwort auf #23 von goddamn liberal

  • "Die Uniformen und Parteiabzeichen in Deinem Familienalbum sind andere als bei uns."

    Stimmt, darüber bin ich tatsächlich sehr froh. Wir hätten damals noch sehr viel mehr Juden retten müssen, als die Schweiz ohnehin getan hat. Es schmerzt mich im Innersten dass es nicht noch sehr viel mehr waren.

    Ich sage dies aus reiner tiefen humanistischer Grundhaltung heraus die sehr viele Menschen teilen.

    Nun sage ich dir, es ist DIESELBE HUMANISTISCHE GRUNDHALTUNG die in mir und vielen vielen anderen ALARM schlägt wenn Kindern völlig unnötig Leid, Schmerz und Traumen durch Beschneidung an ihrem intimsten Körperteil zugefügt wird.

    Wo jemand geboren wurde oder welche Parteiabzeichen in Familienalben kleben spielt hier keine Rolle. Diese humanistische Überzeugung ist universell richtig.

    Wie du siehst ist es völlig unmöglich mich und viele anderen zu belehren oder zu überzeugen. Wir haben alles Recht der Welt auf unserer Seite, mein Lieber und du bist intelligent und aufgeklärt genug zu verstehen, dass weder das Judentum noch der Islam durch ein kommendes Beschneidungsverbot in ihrer Existenz gefährdet sind.
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#27 goddamn liberalAnonym
#28 daVinci6667
  • 05.03.2016, 18:43h
  • Antwort auf #24 von fink

  • Hey hallo mein lieber Vogel
    Schön wieder von dir zu hören und zu lesen. Danke für diesen sehr treffenden Kommentar und deinen Support.

    Obwohl selbst nicht beschnitten trifft mich aus meiner eigenen Geschichte heraus die Verletzung von Millionen Kinderseelen durch eine Beschneidung sehr. Ich KANN nicht anders als mich für sie einzusetzen.

    Lieber Gruss
    daVinci6667
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#29 ursus
  • 05.03.2016, 18:45h
  • Antwort auf #23 von goddamn liberal
  • >"Du stehst als Schweizer, was die Schuld am Völkermord am jüdischen Volk betrifft, außen vor und kannst manches nicht beurteilen."

    sprich: die deutschen dürfen nicht über beschneidung urteilen, weil die vergangenheit auf ihnen lastet, und andere dürfen nicht mitreden, weil ihre vorfahren NICHT teil dieser vergangenheit sind?

    komisch, ich erlebe dich hier sonst als einen sehr vernünftigen diskutanten. es ist irritierend zu sehen, wie du in diesem punkt plötzlich alle vernunft über bord wirfst.
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#30 daVinci6667
  • 05.03.2016, 19:25h
  • Antwort auf #24 von fink

  • Übrigens nachfolgend für dich und weitere interessierte ein sehr guter Artikel der auf der Seite von pro-kinderrechte.ch verlinkt war.

    Die Ereignisse in der Silvesternacht haben viel mit traumatisch erlebter Genitalverstümmelung der Täter zu tun:

    www.focus.de/magazin/archiv/politik-und-gesellschaft-gewalt-
    gegen-frauen-hat-mit-gewalt-gegen-jungen-zu-tun_id_5262514.h
    tml


    "Man tut Kindern nicht weh, und Männer haben an den Genitalien von Jungen - oder von Frauen, die das nicht wollen - nichts zu suchen. Und unser Staat hat dies mit seinem Gewaltmonopol durchzusetzen. Dies fordern nicht nur die Frauen der Kölner Silvesternacht. Dies fordern auch die zahlreichen, vom Kölner Beschneidungsurteil leidvoll betroffenen männlichen Beschneidungsopfer, die sich endlich nicht nur als Patienten, sondern auch öffentlich - beispielsweise im Betroffenenverband Mogis - zu Wort melden."
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#31 finkAnonym
  • 05.03.2016, 19:41h
  • Antwort auf #27 von goddamn liberal
  • Du schreibst: "Das Abschaffen des Gottes, den sie erfunden haben, muss man den Juden schon selbst überlassen."

    Ich gehe jetzt nicht deinem Trick auf den Leim. Diejenigen Jüdinnen*Juden, die die Beschneidung ablehnen, aber an ihrer Religion festhalten, beweisen, dass ein Judentum ohne Beschneidung eben keine Unmöglichkeit ist. Ohne Tieropfer geht es ja schließlich auch.

    Wer ausgerechnet die fundamentalistische Auslegung einer Religion (denn nur da geht es wirklich nicht ohne Beschneidung) zur einzig möglichen erklärt, der*die betreibt aktive Gegenaufklärung und fördert, ja fordert ein fundamentalistisches Religionsverständnis. Damit fällt man den Reformer*innen in den Rücken.

    Auch Beck hat das übrigens getan, als er mit einem heiligen Buch in der Hand behauptete, es sei einem "wirklich" Gläubigen vollkommen unmöglich, von der Beschneidung abzurücken, weil die ja schließlich in diesem Buch vorgesehen sei.

    Einer solchen Argumentation kann ich mich nicht anschließen, und da ist es mir schnuppe, ob sie von innerhalb oder außerhalb der Religion kommt.

    Wir reden hier nicht über die Abschaffung des Judentums als solchem. Kritik an einem - wenn auch von vielen Gläubigen als zentral erachteten - Ritual bedeutet NICHT die Forderung nach Abschaffung dieser Religion, sondern eben nur, dass man erwartet, dass dieses Ritual endlich auf seine Folgen und auch auf seine Notwendigkeit hin überprüft wird.

    Es so darzustellen, dass hier die Religion als Ganzes in Frage gestellt werde und daraus dann die direkte Linie zum Holocaust zu ziehen, das ist zwar rhetorisch geschickt, ich finde es aber sachlich falsch und unfair.
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#32 finkAnonym
  • 05.03.2016, 19:52h
  • Antwort auf #30 von daVinci6667
  • Danke für den Link zum Artikel. Die Verkoppelung des Themas mit "der Silvesternacht" (allein schon die Nutzung dieser belasteten Vokabel!) finde ich etwas problematisch. Aber es freut mich, dass sich da endlich jemand mit der psychosozialen Ebene mehr beschäftigt als mit dem Körper.
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#33 TheDadProfil
  • 05.03.2016, 21:04hHannover
  • Antwort auf #23 von goddamn liberal
  • ""Da ich als mit Beschnittenen eng befreundeter Beschnittener die Sache gut beurteilen kann, kann ich eine Güterabwägung treffen.""..

    Kinderrechte sind MENSCHENRECHTE !
    Diese unterliegen keiner wie auch immer gearteten "Güterabwägung" an deren Ende es den Eltern erlaubt sein kann, eine vorsätzliche Körperverletzung an ihnen vorzunehmen (oder vornehmen zu lassen, das ist juristisch egal), und dieses dann mit dem Glauben an ein Geistwesen, oder der "identitätstiftenden", und damit gleichsam "rassischen" "Idee" eines "Volkes" zu begründen !

    Vor dieser "Begründung" könnte das "deutsche Volk" demnächst beschließen, allen männlichen Nachkommen die rechte Hand zu amputieren, damit diese nicht mehr zum "deutschem Gruß" erhoben werden kann !

    Deine Argumentation mit dem Antisemitismus ist unerhört, zudem eingeschränkt, denn sie trägt nicht für die Beschneidungs-Opfer in Ländern mit Menschen deren Gesellschaften islamisch geprägt sind, und auch nicht für Länder wie den USA, die andere "Gründe" für derlei Körperverletzungen anführen, die genausowenig tragfähig eine generelle Amputation von Vorhäuten erklären können !

    Es gibt KEINEN GRUND der Eltern erlauben könnte ihren Nachkommen körperlichen Schaden zuzufügen !

    ""Ich kann einem Opfervolk in Deutschland nicht seine Religion verbieten (die allerdings traditionellerweise nur die Hälfte praktiziert).""..

    Es gibt kein "Opfer-Volk" !
    Weil Schwule Männer als Opfer kein Volk darstellen, und ebenso Opfer des Nazi-Regimes wurden..
    Mit den gleichen Folgen für Gesundheit, Leib und Leben..
    Der Begriff "Opfer-Volk" negiert als Überhöhung das Vorhandensein anderer Menschen als Opfer..
    Es negiert darüberhinaus die Herkunft der jüdischen Opfer aus den europäischen Staaten in denen ihre Familien Teils über Jahrhunderte hinweg gelebt haben, aus denen sie zusammengekarrt, in eines der über 1200 Arbeits- und Konzentrationslager des "Deutschen Reiches" der körperlichen Ausbeutung und der Ermordung überantwortet wurden..
    Es negiert das andere Opfer das gleiche Schicksal aus den gleichen gründen teilten..

    ""Ich kann einem Opfervolk in Deutschland nicht seine Religion verbieten (die allerdings traditionellerweise nur die Hälfte praktiziert).
    Aber das täte ich, wenn ich die Beschneidung verbieten würde, die bei fast allen Richtungen des Judentums ein elementares Ritual ist.""..

    Eben..
    RELIGIÖSES RITUAL !
    Die Jungen müssen unter den "religiösen Ritualen" ihrer Eltern leiden, und fortan mit einem verstümmeltem Schwanz durchs Leben gehen..
    Einem Schwanz der ihnen sagt :
    Du gehörst mir !
    Du gehörst nicht dir selbst, Du gehörst mir..

    Diese Arroganz mit der sich hier die "Religion" in das Leben des Kindes einmischt, und unmissverständlich klar stellt, zukünftig ein OPFER der "Religion" zu sein..

    Und genau das MUSS hinterfragbar sein, ohne das Menschen versuchen die Diskussion mit Antisemitismus-Vorwürfen zu torpedieren !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#34 TheDadProfil
  • 05.03.2016, 21:13hHannover
  • Antwort auf #27 von goddamn liberal
  • ""Deutsche haben sich zuviel Mühe gegeben, Juden abzuschaffen, sie haben nicht das Recht ihre Rituale abzuschaffen. ""..

    Du merkst immer noch nicht was Du hier tust ?

    Du ordnest Kritiker der Beschneidung als "Deutsche Nazi's" ein !
    Ganz plump, und ganz banal..

    Das ist ganz schlechter Stil !

    Wer sich wie Du vorstellen kann, daß das "jüdische Volk" seinen "Gott" abschaffte, weigert sich über die Veränderung überkommener "religiöser" Rituale nachzudenken ?
    Weil diese die "einzige" Möglichkeit der "jüdischen Identitäts-Stiftung" wären ?

    Wie absurd..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#35 TheDadProfil
  • 05.03.2016, 21:21hHannover
  • Antwort auf #32 von fink
  • ""Die Verkoppelung des Themas mit "der Silvesternacht" (allein schon die Nutzung dieser belasteten Vokabel!) finde ich etwas problematisch.""..

    Ist sie nicht..
    Sexuelle Übergriffigkeit von Erwachsenen auf Kinder beginnt mit der Beschneidung..

    Du darfst dort nicht anfassen, aber wir dürfen dir einen Teil amputieren..
    Wir haben die Hoheit über Deinen Sex..
    Das gilt für Jungen denen mit genau dieser Begründung "zur Abschreckung der widernatürlichen Onanie" durch die Pietisten die Vorhaut beschnitten wurden, wie für die Frauen, die man zur frei verfügbaren Masse erklärt, die man vergewaltigen, berauben, und betatschen kann, wo man geht und steht..

    Die Vorstellung der allseitigen Verfügbarkeit von Kindern und Frauen ist ein Männer-Problem..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#36 goddamn liberalAnonym
  • 05.03.2016, 23:30h
  • Antwort auf #31 von fink
  • "Diejenigen Jüdinnen*Juden, die die Beschneidung ablehnen, aber an ihrer Religion festhalten, beweisen, dass ein Judentum ohne Beschneidung eben keine Unmöglichkeit ist."

    Natürlich ist das nicht unmöglich, auf irgendwelche sinnlosen Rituale aus der Bronzezeit zu verzichten.

    So nach dem Motto: Wenn Gott alles wachsen lässt, dann auch die Vorhaut.

    Die einzige Differenz, die wir haben, ist, ob ausgerechnet der (deutsche) Staat, das den jüdischen Gemeinden (z. T. auch noch den liberalen) vorschreiben soll oder nicht.

    Leute,

    streitet Euch bitte nicht mit mir darüber, sondern mit (schwulen) Juden und auch Moslems.

    Das kann - gerade auch mit Arabern - eine heftige Auseinandersetzung werden.

    Aber das Verhältnis der Deutschen zu denen ist auch historisch viel weniger schuldhaft belastet (eigentlich gar nicht). Wir sind hier ja nicht in Frankreich.
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#37 goddamn liberalAnonym
  • 05.03.2016, 23:41h
  • Antwort auf #29 von ursus
  • "es ist irritierend zu sehen, wie du in diesem punkt plötzlich alle vernunft über bord wirfst."

    Empathie kann nicht immer rational sein.

    Sprich mal mit Juden darüber.

    Die haben eine eigene Einstellung zur deutschen Besserwisserei.

    Selbst dann, wenn sie im Kern tatsächlich auf bestem Wissen und Gewissen beruht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#38 ChristIsLameAnonym
  • 06.03.2016, 02:13h
  • Antwort auf #37 von goddamn liberal

  • Du bist einfach ein extrem irrationaler Typ, der versucht die totale Irrationalität zu verteidigen, indem er kräftig auf die Tränendrüse drückt. Kein Wunder bei einem Göttergläubigen.
    Versachlichung der Diskussion? Unmöglich mit dir! Sämtliche Götterkonzepte sind maximal absurd und passend dazu auch deine Argumentationsweise.
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#39 Je suis ErikaAnonym
  • 06.03.2016, 04:25h
  • Schon bemerkenswert: Noch vor gar nicht so langer Zeit wollten alle "Charlie sein" und konnten nicht oft und laut genug betonen, dass man Satire aushalten muss, auch wenn sie einem inhaltlich gegen den Strich geht. So wäre das nun mal in einer aufgeklärten, freiheitlichen, pluralistischen Gesellschaft.

    Außerdem kann man in diesem Zusammenhang ja nicht oft genug Tucholsky zitieren.

    Inzwischen gilt aber offenbar: "Was darf Satire? Alles. Solange es nicht gegen die herrschende Meinung verstößt oder meine Lieblinge dabei schlecht wegkommen."

    Denn merke: Alle Tiere sind gleich. Aber einige sind gleicher.
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#40 Homonklin44Profil
  • 06.03.2016, 05:40hTauroa Point
  • Werbung ist auch nur ein weiterer Fleischwolf, durch den Beck jetzt gedreht wird. Nächstes Mal ist ein neues Gesicht davor.

    Vielleicht volksgenössischer Kleinwagen für die Von Storch. Kein Raum für Kinder, Abschuss möglich ... beim Preis natürlich,wo sonst?

    Und dan hämen wir wieder mit.
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#41 goddamn liberalAnonym
  • 06.03.2016, 09:00h
  • Antwort auf #38 von ChristIsLame
  • Pardon,

    ich kann nur wiederholen:

    Diskutiert die These "Sämtliche Götterkonzepte sind maximal absurd" bitte nicht mit mir, sondern mit jüdischen Gemeinden (wem bei deren Schicksal NICHT die Tränen kommen, dem kann man nicht helfen) und mit den vielen hunderttausenden muslimischen Migranten, die im Moment als Flüchtlinge zu uns kommen. Das kann schwierig werden.

    Und: Lies mal die Ringparabel aus Lessings 'Nathan der Weise'. Ein Hauptdrama der Aufklärung.

    Das ist 18. Jahrhundert.

    Im 'Wir schaffen das'-Deutschland von 2016 geht es um interreligiöses und interkulturelles Zusammenleben. Da geht es dann um ein vernunftgemäßes Zusammenleben unvernünftiger und absurder Götterkonzepte (ob das geht?).

    Obwohl mir ein säkulares Zusammenleben mit möglichst wenig Götterkonzepten oder gar keinen vernünftiger und erstrebenswerter erscheint, kann ich mir die Welt und ihre Menschen nicht machen, wie ich sie gerne hätte.

    Seid Ihr wirklich für die Gesellschaft der Zukunft gut gerüstet?
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#42 TheDadProfil
  • 06.03.2016, 09:07hHannover
  • Antwort auf #36 von goddamn liberal
  • ""Die einzige Differenz, die wir haben, ist, ob ausgerechnet der (deutsche) Staat, das den jüdischen Gemeinden (z. T. auch noch den liberalen) vorschreiben soll oder nicht.""..

    Nein..
    Die Frage lautet hier, warum einzig der deutsche Staat den Kindern ihre Rechte NICHT gesetzlich zubilligen darf, denn Kinderrechte sind Menschenrechte, und diese sind UNIVERSELL und gelten ÜBERALL !

    Deine ständige Wiederholung des Verweises auf den Nachfolge-Staat des Nazi-Regimes, der sich in der "Rechts-Tradition" befände, ist durchaus lustig in diesem Zusammenhang..
    Ist der Staat einerseits seit über 70 Jahren Geschichte, führt doch die Verweigerung sich mit universellen Kinderrechten AUCH für jüdische männliche Kinder zu beschäftigen im Grunde genommen dazu, diese "Rechts-Traditionen" der Entrechtung fortzusetzen..

    Dazu befasse man sich mit dem StGB..
    Denn dort ist es explizit verboten kleinen Jungen grundlos ihre Vorhäute zu amputieren..
    Mit Ausnahme der kleinen jüdischen Knaben, denen aus "religiösen Gründen" dann die körperliche Unversehrtheit als Grundrecht aus dem GG genommen werden darf..
    Und mit Ausnahme der kleinen Knaben die aus muslimischen Familien entstammen, denen dann je nach Lesart des Koran zwischen dem 2 und NEUNTEM Lebensjahr genommen wird, was bis dahin als "Zeichen der Verbundenheit mit Gott" überhaupt nicht wichtig war..

    Überall in den Staaten auf der Welt dürften also die Vorhäute jüdischer und muslimischer Knaben gesetzlich geschützt werden, nur ausgerechnet in Deutschland nicht ?

    Weil man hier nicht drüber reden darf ?

    Bleibt als Antwort für Deine Frage dann einzig Israel als Staat übrig, der sich weigern könnte, dies in geltendes Recht umzusetzen, unter der Voraussetzung, daß die Ultra-Orthodoxen Juden sich dort durchsetzen, und den anderen Gruppen "erklären" können, daß dieses "identitäts-stiftende" "religiöse Ritual" unverzichtbar für den Fortbestand des Staates in einer Region von islamisch geprägten Nachbarstaaten sein sollte..

    Wenn das amputieren von kindlichen Vorhäuten dann der einzige Grund für die Existenz des Staates Israel bleibt, weil alle anderen Identitäts-Stiftenden Rituale ja längst nicht diese Wirkung entfalteten, dann ist Israel dem Untergang geweiht..

    Du fokussierst Dich hier weiterhin einzig auf den Antisemitismus-Vorwurf, weil Du nichts anderes dazu vorzubringen hast, was nicht sofort entkräftet würde..
    Und das ist arm, zu arm für eine offene Diskussion über Kinderrechte !
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#43 TheDadProfil
  • 06.03.2016, 10:20hHannover
  • Antwort auf #41 von goddamn liberal
  • ""Obwohl mir ein säkulares Zusammenleben mit möglichst wenig Götterkonzepten oder gar keinen vernünftiger und erstrebenswerter erscheint, kann ich mir die Welt und ihre Menschen nicht machen, wie ich sie gerne hätte.""..

    Interessanter Gedanke vor dem Hintergrund der eigenen Verweigerung aus der "Religionsgemeinschaft" auszutreten, und damit am Gelingen einer "säkularen Gesellschaft" nicht beteiligt sein zu wollen..

    Nebenbei..
    "Jüdisch", "Muslimisch", "Christlich" ist das GLEICHE "Gott-Konzept"..
    Immer noch..

    Wie auch hier :
    ""Diskutiert die These "Sämtliche Götterkonzepte sind maximal absurd" bitte nicht mit mir""..

    Weil Du nicht Teil eines dieser Konzepte bist ?
    Wen aus welchem Konzept gilt es dort zunächst zu überzeugen, bevor man sich anderen Mitgliedern anderer Konzepte zuwendete ?

    ""Das kann schwierig werden.""..

    Schon der zweite Hinweis dieser Art..
    Zur Zeit ist es hier nur "schwierig" mit Dir zu diskutieren, denn du verweigerst Dich mit Teils irrationalen Verweisen auf "Andere", die eigene Beteiligung zu reflektieren..
    Frei nach dem Motto, "mein gott ist der richtige", oder "alles was ich tue, ist meine privatsache"..
    Das funktioniert so nicht, so lange "Religionsgemeinschaften" so große Einflüße auf Gesellschaften entfalten, und man sich Stande Pedes weigert, die eigene Beteiligung an diesen Einflüßen zu hinterfragen..

    ""Im 'Wir schaffen das'-Deutschland von 2016 geht es um interreligiöses und interkulturelles Zusammenleben.""..

    Wenn es Teil dieses "inter-religiösen und inter-kulturellen" Zusammenlebens sein soll, Kindern Menschenrechte aus "religiösen Gründen" vorzuenthalten, dann kann ich mich daran nicht beteiligen..

    Was genau hast Du eigentlich am Satz
    GLEICHE RECHTE FÜR ALLE
    nicht verstanden, wenn du bereitwillig dabei mitwirken willst, Kindern ANDERE Rechte zuzuweisen, bloß weil sie aus jüdischen oder muslimischen Familien stammen ?

    Als Mensch der sich für Gleichstellung und Gleichberechtigung einsetzt, Kinder segregieren in "deutsche Kinder", die den Schutz des GG und den Schutz des StGB besitzen, und in Kinder denen das nicht zusteht, weil sie einer anderen Ethnie, einer anderen Kultur entstammen, oder einer anderen Religion angehören ?
    Ernsthaft ?
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#44 goddamn liberalAnonym
  • 06.03.2016, 11:25h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • "Jüdisch", "Muslimisch", "Christlich" ist das GLEICHE "Gott-Konzept".."

    Das ist der Standpunkt des Aufklärers und Pastorensohns Lessing (Stichwort Ring-Parabel). Erzähl das mal den jeweiligen Geistlichen der drei Religionen! Da wirst du aber meist was anderes zu hören bekommen.

    "Wenn es Teil dieses "inter-religiösen und inter-kulturellen" Zusammenlebens sein soll, Kindern Menschenrechte aus "religiösen Gründen" vorzuenthalten, dann kann ich mich daran nicht beteiligen.."

    Das ist dann doch schon einmal ein Standpunkt!

    Ich kann den durchaus nachvollziehen und finde ihn erfrischend altmodisch modern. Die Klassiker der Religionskritik aus dem 19. Jahrhundert lassen grüßen.

    Besonders postmodern Multi-Kulti-tauglich ist er aber gerade deswegen nicht!

    Mal ne Frage:

    Hast Du türkisch- oder kurdischstämmige Freunde, die keine säkularen Humanisten mit alevitischem Hintergrund sind?

    Kennst Du gläubige Juden (es müssen keine orthodoxen sein)?

    Bei denen könntest Du erfahren, wie schwierig z. B. Diskussionen über Beschneidung sein können.

    Gerade Muslime (selbst säkular-kemalistische) reagieren überdies ziemlich verstimmt, wenn man ihr Götterkonzept "maximal absurd" findet.

    Auch, weil sie nur einen Gott anerkennen.

    Das sind soziologische Fakten aus der gesellschaftlichen Realität.

    Die muss man schon wahrnehmen, auch wenn davor nicht wie Volker Beck in Ehrfucht erstarrt.
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#45 SvenWeddingProfil
  • 06.03.2016, 11:31h Wedding

  • Wie heißt es so schön: Wer den Schaden hat,braucht für den Spott nicht zu sorgen...Gut gemacht,Sixt
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#46 TheDadProfil
  • 06.03.2016, 13:28hHannover
  • Antwort auf #44 von goddamn liberal
  • ""Ich kann den durchaus nachvollziehen und finde ihn erfrischend altmodisch modern. Die Klassiker der Religionskritik aus dem 19. Jahrhundert lassen grüßen.""..

    Was hätte das mit den Religionskritikern des 19. Jahrhunderts zu tun ?
    Menschenrechte in Staaten durchzusetzen ist noch nicht so lange her..
    Grundsätze der Formulierung dieser Menschenrechte gilt es hier nicht mit Religionskritik zu verwechseln, es sei denn man assoziiert hier, das die Durchsetzung nur in wirklich säkularen Staaten möglich sei, von denen es weltweit eigentlich keinen gibt..

    ""Besonders postmodern Multi-Kulti-tauglich ist er aber gerade deswegen nicht!""..

    Mal den Gedanken "Nazi-Staat" beiseite gelassen, ist Multi-Kulti keine "Erfindung" der 60.er Jahre des 20.Jahrhunderts..
    Die Türkische Gemeinde in Kreuzberg gibt es seit mehr als 100 Jahren..

    ""Hast Du türkisch- oder kurdischstämmige Freunde, die keine säkularen Humanisten mit alevitischem Hintergrund sind?""..

    Ja, habe ich..
    Auch wenn ich "Religions-Hintergründe" bei meinen Freunden und Bekannten nicht hinterfrage, um zu selektieren..
    Ich habe darüber auch bereits in einem anderem Thread zum Thema Beschneidung berichtet..
    Auch sind mit grundsätzlich Deine Positionen bekannt..
    Was die Frage aufwirft, die "ursus" so prägnant formulierte, wieso Du Vernunft so einfach über Bord werfen kannst ?

    ""Kennst Du gläubige Juden (es müssen keine orthodoxen sein)?""..

    Beides..
    Und mit all diesen Menschen liege ich im permanentem Streit über die Notwendigkeit von "Glaube und Religion"..
    Wobei hier anzumerken ist, Streit ist eine Form der Diskussions-Kultur..
    Ein Disput auf Augenhöhe..

    Was sollen mir die Fragen und die dazu angehängten Informationen sagen ?
    Das Du meine Position für eine hältst, die sich entwickelt haben könnte, ohne mit Betroffenen gesprochen zu haben, also eine, die sich über deren "Religion" und die damit verbundenen Rituale erhebt, aus dieser Arroganz heraus, alles und jeder der als "Deutscher" jüdisches kritisiert, steht in großem Verdacht Antisemitisch zu sein ?

    Ich wiederhole das gerne noch einmal..
    Meine Ur-Großmutter war eine Jüdin aus Schweden..
    Jude ist, wessen Mutter Jüdin ist..
    Und ich bin kein "Deutscher", sondern ein Bremer mit jüdisch-katholisch-schwedisch-französischem Migrationshintergrund, also bestenfalls Europäer..

    Deine unterschwelligen Versuche den Antisemitismus-Vorwurf zu variieren, und auf "Unwissen" und "Unaufgeklärtheit" zu erweitern, sind ziemlich lustig..
    Vor allem wenn du dann "daVinci6667" zubilligst als Schweizer kritisieren zu dürfen, allerdings nicht ohne den Einwand zu erheben, nicht im Vollbesitz des Überblickes zu sein, was mir als Mischpoke nicht erlaubt sein soll..

    Laß Dir dazu etwas sagen..
    JEDER darf das kritisieren..
    Deutsch zu sein ist nämlich KEIN Kriterium dafür, ein Nazi zu sein, und den Gedanken der Nürnberger Gesetzes zu folgen, was den Antisemitismus-Vorwurf gegen Kritiker aus Deutschland nach wie vor zu einem der untauglichsten "Argumente" macht, das man in die Diskussion UM KINDERRECHTE einbringen kann !

    Das mag ein nachvollziehbarer Grund aus Deiner Familiengeschichte heraus sein..
    Das kann ich nicht beurteilen..
    Aus meiner Familiengeschichte heraus ist es nicht nachvollziehbar, und aus meiner persönlichen Einstellung zu "Glaube und Religion" ist es angebracht sämtliche Rituale zu hinterfragen..
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#47 goddamn liberalAnonym
#48 gewickelt_grazProfil
  • 06.03.2016, 21:43hGraz
  • Vor kurzem noch waren wir alle Charlie Hebdo und haben gemeint, dass Satire alles dürfe, und heute spielen wir die Berufsbetroffenen (m/w).

    Ich finde den Witz sogar äußerst pointiert, immerhin wurde Volker Beck ja in den letzten Tagen oft als Moralist bezeichnet und ganz allgemein nehmen ja die Grünen (m/w) die Bedürfnisse von Cabrio-Liebhaber*innen oft weniger ernst als die Bedürfnisse von Drogenkonsument*innen.
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#49 AntoAnonym
  • 08.03.2016, 04:23h
  • Der Diskurs um Beck und die fast 10 Prozent für die AFD zeigen, Willkommen im dumpfen Durchschnitt der Bundesrepublik.
    Liebe Homogemeinde
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#50 niccinicciAnonym
  • 09.03.2016, 13:37h
  • Witzige Werbung, klasse. Damit muss er rechnen, wenn er im öffentlichen Leben steht.
    Nein, natürlich ist Sixt nicht zu weit gegangen, die ganzen Moralisten, die ihn für den Konsum verurteilen, sind nur peinlich. Sixt macht mit aktuellen Situationen clevere Werbung. Könnte mir vorstellen, das er selber darüber schmunzeln muss.
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