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  • 07.03.2016, 16:10h           3      Teilen:   |

Umfragedebakel für homophoben Boxer

Manny Pacquiaos Senatssitz wackelt

Artikelbild
Manny Pacquiao, der immer wieder gegen Homosexuelle hetzt, möchte sich im Mai in den philippinischen Senat wählen lassen

Nach seinem homophoben Ausbruch verliert Manny Pacquiao laut einer Umfrage Anhänger und muss um seinen schon sicher geglaubten Sitz im Senat bangen.

Seine homosexuellenfeindlichen Sprüche haben offenbar keinen guten Eindruck auf die philippinischen Wähler gemacht: Boxer Manny Pacquiao, der bereits seit 2010 im Repräsentantenhaus sitzt, fällt laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Pulse Asia" unter 1.800 potenziellen Wählern zurück. Im nur 24 Mitglieder zählenden Senat hätte Pacquiao mehr Einfluss auf das Land als im rund 300 Mitglieder zählenden Repräsentantenhaus.

Der 37-Jährige würde heute aber nur noch 35 Prozent der Stimmen erhalten – im Januar hatten noch 47 Prozent erklärt, ihn zu wählen. Damit befindet er sich in der Kandidaten-Rangliste nur noch auf Rang 11 bis 14, erklärte das Meinungsforschungsinstitut – es stehen insgesamt 12 freie Senatssitze zur Verfügung, die nach einem abgewandelten Mehrheitswahlrecht vergeben werden.

Pacquiao hatte vergangenen Monat für Aufregung gesorgt, als er in einem Interview über schwule und lesbische Paare sagte: "Wenn sich Männer mit Männern und Frauen mit Frauen paaren, sind sie schlimmer als Tiere" (queer.de berichtete). Nach einem Aufschrei hatte er sich zwar für die Aussage entschuldigt, sein Sponsor Nike zog aber die Reißleine und kündigte den Vertrag mit ihm. Außerdem bezeichnete die Firma in einer Pressemitteilung die Aussagen des Boxers als "abscheulich" (queer.de berichtete). Kurze Zeit später verteidigte er seine Aussage damit, dass er sich lediglich auf die Bibel berufen habe (queer.de berichtete).

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Pulse Asia: Äußerungen haben Pacquiao offenbar geschadet

"Es scheint so, als ob ihm seine Kommentare zur gleichgeschlechtlichen Ehe geschadet haben", erklärte Ronald Holmes, der Chef von "Pulse Asia" gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings hatte das Meinungsforschungsinstitut nicht nach den Gründen für den Rückgang seiner Zustimmungsrate gefragt.

Es gibt auch weitere Probleme für Pacquiao: So forderte sein Konkurrent Waldeon Bello in einem Antrag an die Wahlkommission, dass Pacquiaos geplanter Boxkampf gegen den Amerikaner Timothy Bradley gestoppt werden müsse, da er Pacquiao einen unfairen Vorteil bei der Wahl gewähre. Der Kampf soll am 9. April, einen Monat vor dem Urnengang, stattfinden. Die Wahlkommission erklärte am Montag, sie werde womöglich die Ausstrahlung des Kampfes auf den Philippinen verbieten.

Der Katholik Pacquiao begründet seine homosexuellenfeindlichen Äußerungen mit seinem Glauben als wiedergeborener Christ. Er hatte bereits 2012 für Aufregung gesorgt, als er in einem Interview die Ehe-Öffnung kritisierte und einen Bibelvers zitierte, nach dem Homosexuelle "mit dem Tod bestraft" werden sollten (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: manny pacquiao, philippinen
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Reaktionen zu "Manny Pacquiaos Senatssitz wackelt"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
07.03.2016
16:16:14


(+5, 5 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wohl zuviele Treffer gegen die Birne gekriegt!


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#2
07.03.2016
16:52:32


(+9, 9 Votes)

Von Finn


Wollen wir hoffen, dass der rausfliegt. Wer Religion über Recht und Gesetz stellt, hat in der Politik nichts zu suchen.


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#3
08.03.2016
08:18:10


(0, 4 Votes)

Von xHaraldx
Aus Wiesbaden (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 03.09.2013


Hallo Leute, seien wir doch etwas gnädiger, denn schon in der Bibel steht: "Selig die Armen im Geiste."


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