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  • 07.03.2016, 19:57h           33      Teilen:   |

Angriff in der Nacht

Berlin: Schüsse aufs Schwule Museum*

Artikelbild
Das Schwule Museum* kurz nach dem Umzug 2013
Bild: Schwules Museum*

In der Nacht zum Montag haben Unbekannte offenbar gezielt auf Scheiben des Museums geschossen.

Das Berliner Schwule Museum* ist offenbar Opfer eines Angriffes geworden. Wie das Magazin "Siegessäule" unter Berufung auf Mitarbeiter der Szene-Institution berichtete, hätten diese am Montag vor der Öffnung um 14 Uhr Einschüsse in den Scheiben und Fensterrahmen des Museums bemerkt.

Die Tat an dem Gebäude im Bezirk Tiergarten hatte sich vermutlich von Nachbarn unbemerkt in der Nacht ereignet, als das Museum geschlossen war. Zuvor hatte es in den Räumlichkeiten an der Lützowstraße 73 noch eine Abendveranstaltung bis 21 Uhr gegeben.

Die Berliner Polizei bestätigte gegenüber queer.de den Vorfall: Demnach habe der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen und Experten aus der Kriminaltechnik hinzugezogen. Durch Stahlkugeln sei es zu Beschädigungen an den Glasscheiben des Museums gekommen, so die Polizei. Die Kugeln seien vermutlich aus einem Luftgewehr oder einem Katapult abgefeuert worden.

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Seit fast drei Jahren in Tiergarten

Das Museum hatte die neuen Räume im Stadtteil Tiergarten im Mai 2013 bezogen. Die 1985 gegründete Institution hatte es seit 1989 mit eigenen Räumen am Mehringdamm in Kreuzberg zu internationaler Bekanntheit geschafft.

2008 erfolgte die Umbenennung in "Schwules Museum*" und eine inhaltliche Neuausrichtung, die die Vielfalt der sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten umfassen soll. Besondere Aufmerksamkeit erzielte im letzten Jahr die gemeinsame Ausstellung "Homosexualität_en" mit dem Deutschen Historischen Museum (queer.de berichtete).

Derzeit zeigt das Museum mehrere Ausstellungen, darunter eine zu queeren Comics (queer.de berichtete). Die durch den Umzug unterbrochene Dauerausstellung zu schwuler Geschichte soll in diesem Jahr wieder eingerichtet werden.

Angestellte des Museums waren für queer.de am Montag nicht mehr erreichbar, das Museum schloss um 18 Uhr seine Türen. Die Webseite und Auftritte des Museums in sozialen Netzwerken gehen noch nicht auf den Vorfall ein. (nb)

Links zum Thema:
» Webseite des Museums
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Tags: schwules museum*, berlin, gewalt, vandalismus
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Reaktionen zu "Berlin: Schüsse aufs Schwule Museum*"


 33 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
07.03.2016
20:04:38


(+7, 11 Votes)

Von goddamn liberal


Wie schon in Berlin vor Jahrzehnten:

'Springer' schießt mit!


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#2
07.03.2016
20:35:32


(-15, 17 Votes)

Von Jens


das ist kein Museum, das ist ein Pornoschuppen.


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#3
07.03.2016
20:45:12


(+10, 14 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Jens


Sagt derjenige, der noch nicht drinn war..


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#4
07.03.2016
20:55:31


(+9, 11 Votes)

Von ehemaligem User Monster_Baby


Ich will mich nicht in Spekulationen ergehen, aber Überschriften "...Grüner mit Hitler-Droge erwischt" tragen nicht zum friedlichen Miteinander in einer vielschichtigen aber auch aggressiven Metropole bei. Schwul = Droge = Böse bleibt vielleicht bei manchen schlichten Gemütern hängen oder gar Schwul = Hitler, auch keine gute Assoziation. Egal, ob die unfaire, teilweise hetzerische Berichterstattung dazu beitrug die Täter aufzustacheln, Schüsse auf das Schwule Museum abzufeuern oder ob andere "Gründe" ausschlaggebend waren. Es wird deutlich, dass wir uns mit dem Thema "Aggression und Homophobie" intensiv, sachlich und konstruktiv auseinander setzen müssen aber uns davon auf keinen Fall einschüchtern lassen sollten, sondern uns jetzt erst recht selbstbewusst und offen in den Städten und Gemeinden zeigen. Würden dürfen das Erreichte nicht aufgeben und weiter unseren Platz in der Gesellschaft fordern und verteidigen.


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#5
07.03.2016
20:58:39


(+14, 14 Votes)

Von ehemaligem User Monster_Baby
Antwort zu Kommentar #2 von Jens


...eigentlich ist der Post zu blöd um darauf zu antworten. Aber genau solche Sprüche führen dazu, dass auf das "Schwule Museum" geschossen werden. Unglaublich dummer Troll.


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#6
07.03.2016
21:05:02


(+1, 7 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Dummjungenstreich ungezogener Nachtpassanten, oder da loten welche aus, wie weit sie gehen können,und ob es Folgen hat.

Evtl. kann man über die Löcher die Schussbahn ermitteln und den ungefähren Standort der/des Schützen. Und hoffen, dass irgendwo eine Ü-Kamera an war. Idealerweise jedenfalls, das Ideal trifft selten zu.


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#7
07.03.2016
22:45:56


(+9, 9 Votes)

Von Danny Geske
Antwort zu Kommentar #6 von Homonklin44


Man darf das nicht verharmlosen! Wenn man das hier so liest in letzter Zeit mit vielen homophoben Angriffen in Deutschland, Österreich oder USA, dann kann einem echt mulmig werden.

Zuerst ist es "nur" ein "Streich". Doch der Faden zwischen "Streich" (und bei Gewalt hört es auf, hätten ja auch Menschen dabei sein können) und Hassdelikt ist fließend, vor allem im Moment.

Wir müssen mehr zueinanderstehen und gegen Rechts und fanatische Religionen kämpfen! Nichtstun ist da fast unterlassene Hilfeleistung.

Gerade im Moment ist alles sehr sensibel und es liegt an euch, ob wir auf 2033 oder 1933 zusteuern!


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#8
07.03.2016
23:26:25


(+4, 8 Votes)
 
#9
08.03.2016
04:27:10


(+5, 7 Votes)

Von olll


Nun, die AfD bekommt Rückenwind, in Dresden und anderen Städten marschieren wöchentlich Neonazis auf (unter Polizeischutz) und rechtsterroristische Straftaten nehmen massiv zu.

Nun kann man sich ja denken aus welcher Gegend der oder die Täter kommen.


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#10
08.03.2016
08:13:16


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User wuermchen


Nun, diese traurige Entwicklung wird immer mehr Fahrt aufnehmen.
Es gibt in der Gesellschaft immer mehr Gruppen, die ihre moralischen, Glaubens- und ideologischen Überzeugungen mit allen Mitteln durchzusetzen versuchen.
Ob ein Neubau eines Asylbewerberheimes brennt, damit dort niemand einziehen kann, ob Autos angezündet werden damit Menschen vertrieben werden, ob Mahnmale, wie der ewige Kuss in Berlin, dauernd Vandalismus ausgesetzt sind, ob genehmigte Demonstrationen gesprengt werden oder ob Parteibüros zerstört werden; bei jedem Fall wähnen sich die Täter im Recht.
Die Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen.
Richtig traurig wird es aber erst, weil dieses enthemmte grenzenüberschreitende Grundverhalten von politischen Parteien geschürt und protegiert wird. Solange es die politische Maxime ist, Konflikte anzuheizen anstelle von anzugehen, wird sich die Lage nur verschlimmern.
Der Sprung zur letzten Eskalationsstufe (massive Gewalt gegen Menschen) ist nicht weit und wird schon von vielen der überzeugten Täter genutzt.
Staatsversagen in Reinkultur. Wir werden leider noch mehr davon lesen müssen, bis es zur Law and Order Politik kommen wird, die eigentlich keiner will aber der letzte Strohhalm sein wird. Man kann sich jetzt schon bei entsprechenden Stellen bedanken.


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