Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 09.03.2016, 12:41h           27      Teilen:   |

Transphobie

Richard O'Brien: Transfrauen sind keine Frauen

Artikelbild
Richard O'Brien als Riff Raff im Kultfilm "Rocky Horror Pictures Show"

Transphobe Kommentare des Autors der "Rocky Horror Show" und von Dame-Edna-Darsteller Barry Humphries sorgen für Kritik.

Der britische Autor und Schauspieler Richard O'Brien sorgt mit transfeindlichen Aussagen für Aufregung. In der neuesten Ausgabe des Magazins "Metro" erklärte der 73-Jährige, dass eine Transfrau "keine Frau ist, sondern nur die Idee einer Frau".

"Transfrauen stecken in der Mitte fest und da ist ja auch nichts dabei. Ich würde sicher nicht das beste Stück abschneiden lassen", so der Autor des Musicals "Rocky Horror Show", auf dem der Kultfilm aus dem Jahr 1975 basiert; in dem Film spielte er den buckligen Butler Riff Raff. "Das ist ein riesiger Schritt und ich habe jedes Mitgefühl in der Welt für jeden, der das tut; aber das macht ihn nicht zu einer Frau"

Der bisexuelle O'Brien hatte sich in der Vergangenheit wiederholt selbst als transgender oder drittes Geschlecht bezeichnet und erklärt, dass er jahrelang Östrogene eingenommen habe. Er ist in dritter Ehe mit einer Deutschen verheiratet.

Fortsetzung nach Anzeige


Feministin: Akzeptanz von Transfrauen ist frauenfeindlich

Feministin Germaine Greer - Quelle: flickr / Helen Morgan / cc by 2.0
Feministin Germaine Greer (Bild: flickr / Helen Morgan / cc by 2.0)

O'Brien berief sich in seiner Aussage auf die prominente australische Feministin Germaine Greer, die in Großbritannien lebt und die Debatte um eine wahre Weiblichkeit von Transfrauen vergangenes Jahr begonnen hatte. Die 77-Jährige hatte in einem Interview die Berichterstattung um die Geschlechtsanpassung von US-Realitystar Caitlyn Jenner kritisiert: "Ich denke, dass Frauenfeindlichkeit eine große Rolle spielt, wenn ein Mann, der einen so großen Aufwand unternimmt, als eine bessere Frau wahrgenommen wird als jemand, der einfach als Frau geboren worden ist", so die Autorin von "Der weibliche Eunuch" gegenüber der BBC.

Dieser Meinung schloss sich Anfang dieses Jahres auch der 82-jährige australische Komiker Barry Humphries an, der als Dame Edna eine der bekanntesten Drag Queens der Welt geworden ist. Er bezeichnete Trans-Frauen Anfang des Jahres als "verstümmelte Männer".

LGBT-Aktivisten haben diese Aussagen wiederholt scharf kritisiert. So erklärte die Organisation Trans Media Watch als Reaktion auf Humphries' Attacke, dass derartige Statements die "Feindseligkeit gegenüber Trans-Menschen" schüren würden. Die LGBT-Gruppe Stonewall nannte die Aussagen "gefährlich und beleidigend".

In der Community wird oft darauf verwiesen, dass transphobe Kommentare insbesondere aus der Community die Atmophäre in einer Zeit vergiften würden, in der ein Coming-out für Transsexuelle noch immer noch auf Kopfschütteln stoße und dieser Personenkreis nach wie vor massiver Gewalt ausgesetzt sei (queer.de berichtete). Die Ablehnung zeigt sich derzeit in den USA auch in einer Welle transphober Gesetzentwürfe, in denen Trans-Personen etwa verboten werden soll, öffentliche Toiletten aufzusuchen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen (queer.de berichtete). (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 27 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 165             10     
Service: | pdf | mailen
Tags: transgender, transfrau, richard o'brien, rocky horror show, rocky horror picture show, barry humphries, germaine greer
Schwerpunkte:
 Trans*Personen
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Richard O'Brien: Transfrauen sind keine Frauen"


 27 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
09.03.2016
13:07:04


(+3, 5 Votes)

Von Typisch


>> Feministin: Akzeptanz von Transfrauen ist frauenfeindlich

Feministinnen haben doch eh nichts anderes im Kopf als "Unterdrückte Frau. Kampf gegen Männer. Etc."

Die betreiben auch Geschichtsklitterung und haben das Mahnmal nach ihren Wünschen ändern lassen.

Und da wird dann auch gegen Transfrauen gehetzt, weil sie für sie angeblich keine echten Frauen seien. Wie mir mal eine Feministin sagte: "Das ist doch nur ein verkleideter Mann." Damit beweisen die nicht nur ihre Dummheit, dass sie nicht den Untschied zwischen Männern in Drag und Transsexuellen kennen. Sondern sie zeugen auch ihre Arroganz und ihren Hass auf alles, was nicht weiblich bzw. geburtsweiblich ist.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
09.03.2016
13:25:30


(-12, 14 Votes)

Von Benedictus
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich habe mich nie näher mit dem Thema beschäftigt, aber so wie ich das verstehe, sind Transen, ich meine die, die von Mann zu Frau wechseln, in der Regel Männer, die eigentlich auf das selbe Geschlecht stehen, aber nicht als schwul sondern als heterosexuell gelten wollen, und deswegen das Geschlecht verändern, damit sie als heterosexuelle Frauen wahrgenommen und von heterosexuellen Männern geliebt werden können. Und wenn das der Fall ist, und das Werk vollendet ist, dann ist dieser Mensch in meinen Augen kein Mann mehr, und weder schwul noch transsexuell, sondern ne heterosexuelle Frau, die auch nur von heterosexuellen Männern geliebt werden will.

Es sei denn, es handelt sich um einen ursprünglich heterosexuellen Mann, der zwar auf Frauen steht, aber homosexuell sein möchte. Der wäre dann nach Vollendung eine lesbische Frau. Doch wie oft kommt das schon vor?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
09.03.2016
14:16:34
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von Ethlin
Antwort zu Kommentar #2 von Benedictus


Unfug. Und lesbische Transfrauen gibt es.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
09.03.2016
14:18:49
Via Handy


(+4, 10 Votes)

Von daskleineichbinich
Antwort zu Kommentar #2 von Benedictus


Wie sagte einst ein weiser Mann: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
09.03.2016
14:30:14


(-5, 9 Votes)

Von Benedictus
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von daskleineichbinich


Aber ist es nicht so, dass wenn heterosexuelle Männer (insbesondere die, die keine Kinder wollen) keinen Unterschied zwischen einer geborenen oder umoperierten Frau machen würden, dieser Teil der Transen mit Heterosexuellen mehr gemein hätten als mit der LGBT Community? Ich frag ja nur, nicht gleich bösartig werden ;-)


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
09.03.2016
15:02:40
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von daskleineichbinich
Antwort zu Kommentar #5 von Benedictus


Meine Antwort ist nicht bösartig gemeint, nur ein wohlwollender Tipp. Du gräbst dich weiter und weiter in ein transphobes Loch, weil du anstelle zu akzeptieren, dass du keine Ahnung hast und daher Recherche betreiben solltest und zuhören, lieber postest.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
09.03.2016
15:03:27
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von Mausmops64
Aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.02.2016
Antwort zu Kommentar #2 von Benedictus


@Benediktus
"aber so wie ich das verstehe, sind Transen, ich meine die, die von Mann zu Frau wechseln"
Hier ist schon einiges verkehrt. Gehen sie getrost davon aus dass das Wort "Transe" in fast allen Fällen eine schwere Beleidigung ist.
Bei Transsexualität besteht eine Inkongruenz zwischen Hirn und biologischen Geschlecht. Es wird nichts gewechselt sondern angepasst.
Wenn sie für sich geklärt haben, dass wir von Frauen und Männern ( mit geschlechtlichen Hintergrund) reden erschließen sich ihnen auch die Fragen nach deren Sexualität.
Zum Artikel, mal wieder alte Menschen die komische Dinge erzählen die sich einem gesunden Menschen einfach nicht erschließen. Altersdemenz vielleicht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
09.03.2016
15:07:19


(+6, 10 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #5 von Benedictus


erst mal das wort "transen" abgewöhnen, dann klappt's mit dem nichtbösartigen dialog gleich besser.

und wenn man einfach akzeptiert, dass transsexuelle ebenso wie jeder andere mensch hetero-, homo-, bi-, pan-, a- oder sonstwie -sexuell sein können, ohne dass das mit ihrer transsexualität irgendwas zu tun haben muss, dann hat man schon mal einen kleinen teil des queeren einmaleins' verstanden.

wünsche viel erfolg beim weiteren lernen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
09.03.2016
15:12:06


(-7, 9 Votes)

Von Benedictus
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von daskleineichbinich


wiki: ...
Transsexuelle Menschen mit medizinischer oder... juristischer Geschlechtsanpassung bezeichnen sich oft nicht mehr als transsexuell, sondern entweder als Mann mit transsexueller Vergangenheit bzw. als Frau mit transsexueller Vergangenheit oder einfach als Mann bzw. Frau....

Na so Unrecht habe ich für einen Laien dann ja doch nicht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
09.03.2016
15:18:36


(+5, 9 Votes)

Von Robin
Antwort zu Kommentar #2 von Benedictus


Nein!

Transfrauen sind Frauen, die im Körper eines Mannes geboren wurden.

Sie denken als Frau, sie fühlen als Frau, sie handeln als Frau, etc. Nur der Körper passt nicht zur eigenen Identität.

Insofern ist auch die Kritik von Richard O'Brien, Barry Humphries und dieser Feministin völlig unqualifiziert.

Das sind Frauen - immer gewesen. Aber sie haben halt den falschen Körper und lassen das korrigieren. Es sind keine Männer, die irgendwas verändern lassen, aber tief im Innern Männer bleiben. Nein, es sind Frauen. Nur halt körperlich etwas anders. (Genauso wie es dicke Frauen gibt, dünne Frauen gibt, große Frauen gibt, kleine Frauen gibt, etc.)

Solche Äußerungen sind genauso absurd wie wenn man sagen würde "Ein Mann mit einem kleinen Penis ist kein richtiger Mann." Der ist ja auch ein richtiger Mann, nur dass sein Penis eben kleiner als die meisten anderen ist.

Die Natur ist eben vielfältig...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 BOULEVARD - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Pulse-Angehörige und Überlebende bedanken sich für Spenden Trump umgibt sich mit Homo-Hassern Kinostart "Frantz": Die Homoerotik der Lüge "Mahnmal für Verfolgte und Betroffene des Paragrafen 175" gefordert
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt