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  • 09.03.2016, 13:46h           4      Teilen:   |

Ampelpärchen werden internationaler

Homo-Ampeln auch in Utrecht

Artikelbild
Die neuen Ampel erstrahlen in der 40 Kilometer von Amsterdam entfernten Großstadt Utrecht (Bild: NOS Screenshot)

Erst Österreich, dann Deutschland, jetzt die Niederlande: Utrecht ist die erste Stadt im Königreich, in der gleichgeschlechtliche Ampelpärchen Fußgängern den Weg weisen.

Auch in den Niederlanden halten die sogenannten Homo-Ampeln Einzug: In Utrecht, der viertgrößten Stadt des Landes, sind am Dienstag drei Lichtsignalanlagen für Fußgänger installiert worden, die statt dem traditionellen Ampelmännchen Pärchen zeigen – und zwar ein schwules, ein lesbisches und ein heterosexuelles.

Das Projekt war vom grünen Stadtrat Pepijn Zwanenberg initiiert worden, der die Ampeln gemeinsam mit seinem rechtsliberalen Kollegen Kees Geldof einweihte. Die roten und grünen Pärchen sollen nicht nur eine leere Geste sein, so Zwanenberg gegenüber dem Fernsehsender NOS. Immerhin gebe es noch unzählige Länder, in denen Homosexuelle verfolgt und sogar hingerichtet werden würden.

Stadtrat Geldof ergänzte, dass die neuen Ampel die Menschen wohl nicht toleranter machten: "Aber sie zeigen, dass Utrecht eine vielfältige Stadt ist. Jedes Mal, wenn man an so einer Ampel anhält, wird man daran erinnert", so Geldof. Die neuen Ampelscheiben sollen nach Angaben der Stadträte 1.200 Euro gekostet haben.

Utrecht war 2013 auch die erste Stadt der Niederlande, die einen "Regenboogzebrapad", einen Zebrastreifen in Regenbogenfarben, installiert hat, um für ein tolerantes Miteinander zu werben.

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LGBT-Organisation begrüßt wachsende Sichtbarkeit

LGBT-Aktivisten zeigten sich erfreut über die Ampelpärchen: "Je sichtbarer wir werden, desto besser ist es", erklärte Evert van der Veen von der LGBT-Organisation COC. Er verwies allerdings darauf, dass die neuen Ampelschablonen freilich nicht die noch immer existierenden Probleme für LGBT in der Stadt lösten: "In manchen Gegenden von Utrecht, etwa im Stadtteil Overvecht, ist es immer noch nicht sicher für homosexuelle Menschen", so van der Veen.

Die Idee der Ampelpärchen stammt aus Österreich: Im Vorfeld des Eurovision Song Contest sind in Wien die ersten Homo-Ampeln installiert worden (queer.de berichtete). Das führte zu weltweiter Berichterstattung, was Wien dazu brachte, die eigentlich zeitlich begrenzte Aktion fortzusetzen. Die Idee wurde seitdem von mehreren Städten in Deutschland und Österreich übernommen, darunter Frankfurt und Hamburg.

Zuletzt gab es in Linz, der drittgrößten Stadt Österreichs, Streit um die Ampelpärchen: Sie wurden im Dezember auf Geheiß des neuen Verkehrsstadtrats Markus Hein von der rechtspopulistischen FPÖ in einer Nacht- und Nebelaktion wieder entfernt. Hein erklärte damals, die Anlagen seien Ausdruck einer "linken Gesinnungs-Lobby" (queer.de berichtete). Der Abbau führte nicht nur zu einem Aufschrei unter LGBT-Aktivisten, auch SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger und andere Lokalpolitiker fürchteten um das Image ihrer Stadt. Daraufhin beschloss der Gemeinderat gegen die Stimmen der FPÖ und der konservativen ÖVP, die Ampeln wieder anzubringen (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: utrecht, homo-ampeln, niederlande
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Reaktionen zu "Homo-Ampeln auch in Utrecht"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
09.03.2016
16:23:06


(-3, 7 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Seit der Beck-Affäre bläst uns der Wind ordentich ins Gesicht. Zumindest denjenigen von uns, die sich auch abseits der Szene bewegen. Vielleicht sollten wir solche Ampel-Forderungen mal für ein paar Monate aussetzen


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#2
09.03.2016
22:08:38


(+2, 6 Votes)

Von Dont_talk_shit
Antwort zu Kommentar #1 von Dont_talk_about


Der übliche Bullshit.
Was haben Ampeln im Ausland mit der Beck-Affäre zu tun?
Wenn der Wind ordentlich ins Gesicht bläst, hat man umso mehr Flagge zu zeigen und nicht den Schwanz einzuziehen!


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#3
10.03.2016
09:05:14


(-2, 4 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


ich habe bislang immer gedacht: Luxusdinge, sonst nix besseres zu tun.

Aber in Anbetracht dessen, dass derzeit Massen an Mitmenschen aus Kulturkreisen einwandern, die denen es nicht so offen und tolerant zugeht, ist diese Homo-Ampeln-Aktion gar nicht so schlecht. Da sehen sie ganz direkt und unverblümt, dass sie nicht in Teheran, Rakaa oder Kundus sind.

Ich hoffe bloss, dass nicht irgendwelche Politiker, egal welcher Couleur, die Abschaffung fordern, damit sich diese Neubürger nicht überfordert fühlen.


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#4
11.03.2016
02:42:58


(+1, 3 Votes)

Von Pollyanna


Wunderbar! Aber wo bleiben transsexuelle Ampelfigürchen? Behinderte? Mit Ganzkörperhaarausfall gesegnete? Oder depressive? Es gibt noch soviel zu tun auf diesem immens wichtigen Feld!


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