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  • 10.03.2016, 14:04h           34      Teilen:   |

"Es passiert ganz natürlich"

BZgA klärt Flüchtlinge über Homosexualität auf

Artikelbild
"Zwei Männer, die im Rathaus heiraten", ist diese Grafik auf "Zanzu" unterschrieben

Mit Zanzu.de hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ein überwiegend gelungenes Online-Portal geschaffen, auf dem sich Migranten über Liebe und Sexualität informieren können.

"Homosexuell zu sein ist keine bewusste Entscheidung. Es passiert ganz natürlich", heißt es auf Zanzu.de. Auf dem neuen Online-Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) können sich Flüchtlinge in 13 Sprachen über Liebe und Sexualität informieren. Homosexualität ist gleich an mehreren Stellen Thema.

"In Deutschland darf jeder Mensch mit jeder sexueller Orientierung lieben, wen er möchte", heißt es auf der Webseite. "Ein Gesetz verbietet es, andere Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung zu benachteiligen oder zu diskriminieren. Das heißt, Menschen dürfen zum Beispiel keine Nachteile haben, weil sie homosexuell, heterosexuell, bisexuell, intersexuell oder transsexuell sind."

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Regenbogenfamilie und Schwule beim Kuscheln

Zu den Kapiteln "Sexuelle Orientierung" und "Homosexualität" gibt es mehrere Illustrationen: "Zwei Männer, die im Rathaus heiraten", lautet etwa die Bildzeile zu unserer Aufmacher-Grafik. "In manchen europäischen Ländern können Menschen in einer homosexuellen Beziehung (gleichgeschlechtlich) ebenfalls heiraten oder eine eingetragene Partnerschaft eingehen", erläutert dazu der Text.

Darüber hinaus werden auf Zanzu.de "lesbische Frauen mit ihren Kindern" gezeigt sowie "zwei Männer, die intim miteinander sind".





Das Wort "schwul" kennt Zanzo.de nicht

Kritikwürdig ist der Verzicht auf das Wort "schwul" in der deutschen Fassung des in Kooperation mit der belgischen Nichtregierungsorganisation Sensoa erstellten Portals. So heißt es wörtlich: "Männer, die sich zu anderen Männern hingezogen fühlen, werden als Homosexuelle bezeichnet; Frauen, die sich zu anderen Frauen hingezogen fühlen, werden als Homosexuelle oder Lesben bezeichnet." Oder an anderer Stelle: "Ein Mensch sollte selbst für sich entscheiden, ob er von anderen Menschen als Homosexueller oder Lesbe erkannt werden möchte." Dieser vermutliche Übersetzungsfehler hätte der BZgA nicht durchrutschen dürfen!

Davon abgesehen ist "Zanzu" jedoch gelungen. Das Portal gibt einfache Erklärungen zu Themenfeldern wie Beziehungsformen, Sexstellungen, Körperwissen, Schwangerschaft, Verhütung, HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen. Zudem erklärt es die Rechte und Gesetze in Deutschland. Angesprochen werden vor allem Migrantinnen und Migranten, die noch nicht lange in der Bundesrepublik leben und die aus Ländern kommen, in denen der Zugang zu Wissen über die sexuelle Gesundheit eingeschränkt wird. (mize)

 Update  18 Uhr: Diskriminierende Beschreibung von "Transsexualität"

Das deutsche Projekt "trans alliance" hat die Definition von "Transsexualität" im "Zanzu"-Wörterbuch scharf kritisiert. Dort wird Transsexualität beschrieben als "das starke Gefühl einer Frau, dass sie ein Mann sein und einen männlichen Körper haben möchte, oder das starke Gefühl eines Mannes, dass er eine Frau sein und einen weiblichen Körper haben möchte".

Viele Trans*menschen empfinden es als transphobe Diskriminierung, wenn ihnen eine Geschlechtsidentität zugeschrieben wird, die sie selbst nicht empfinden oder ablehnen. Die "trans alliance" hat entsprechende Beschwerdebriefe an die BZgA und Sensoa geschickt.

Links zum Thema:
» Homepage von "Zanzu"
Mehr zum Thema:
» Homo-Küsse im Refugee-Guide (20.12.2015)
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Tags: zanzu, bzga, bundeszentrale für gesundheitliche aufklärung, flüchtlinge, sexualität, aufklärung
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Reaktionen zu "BZgA klärt Flüchtlinge über Homosexualität auf"


 34 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
10.03.2016
14:28:17


(+6, 10 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Dass das Wort "schwul" nicht verwendet wird, hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass es für Einwanderer schlecht zu differenzieren sein mag, warum das Wort hier gleichzeitig für gleichgeschlechtlich Partnerorientierte, aber auch als Schimpfwort oder abwertend (deine Hose kommt voll schwul ect.) verwendet wird. Die Ähnelung zwischen "schwul" und beispielsweise "Schwuchtel" dürfte da zu Sprachverständnisschwierigkeiten führen. Für homosexuell gibt es vielleicht in der Muttersprache weniger wertend gebrauchte Begriffe.

Mögliche Erklärungen.

Finde ich gut, dass es diese Bemühungen gibt. Vorbeugend gegen isolierte Weltbilder, wenn die reale Gesellschaft repräsentiert ist.

Schöne Grafiken.


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#2
10.03.2016
14:36:12


(+10, 14 Votes)

Von Finn


Das sollte es nicht nur online geben, sondern auch als gedruckte Broschüre.


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#3
10.03.2016
14:36:26


(-2, 20 Votes)

Von Johannes45


Da die zu uns kommenden Flüchtlinge ganz überwiegend islamischen Glauben haben und dort im Nahen Osten und in Nordarfika von homophoben Imamen indoktriniert wurden, ist es mehr als wichtig, wenn in den Integrationskursen das Thema "Homosexualität" Pflichtunterricht wird und ebenso ist es zu begrüßen, wenn die BZgA die islamischen Flüchtlinge darüber aufklärt.

Auch wenn es linke/grüne Aktivisten und Journalisten sowie Politiker immer wieder leugnen und "Sand der LGBT-Community" in die Augen streuen, Fakt ist: hier in Deutschland geschieht die überwiegende Anzahl homophob motivierter Gewaltdelikte nicht auf dem Lande sondern in den Großstädten, wo die LGBT-Szene und offen homosexuell lebenden Großstadtmenschen auf die dort sich ballende Einwanderungsgruppe von Menschen mit islamischen Kulturhintergrund trifft, die zu uns aus Nordafrika/Naher Osten gekommen sind.

Es ist eine gewaltige und wichtige Integrationsaufgabe, dass hier die in Millionehöhe zu uns kommenden Menschen mit islamischen Kulturhintergrund einen anderen Umgang mit LGBT-Themen erfahren und erlernen, da sie überwiegend massiv homophob aber auch antisemitisch von den Imamen im Nahen Osten und in Nordafrika geprägt wurden. WER dies leugnet und hier wegschaut, der trägt Mitschulden, wenn am Abend in den Großstädten in Hamburg, in Berlin, im Ruhrgebiet und in Köln schwule Männer am Abend Opfer von Verbalbeleidigungen, Anspucken und köprerlichen Angriffen werden.

Es ist nunmal Leider Fakt, das an den Moscheen des Nahen Ostens und Nordafrikas keine LGBT-freundliche Religion gelehrt wird; es gibt keine Segnungsgottesdienste oder kirchliche Trauungen, wie wir sie hier in Europa, Nordamerika und Austalien/Neuseeland kennen.

*
Link:
de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlich
er_Paare


Ich persönlich halte auch die Fluchtwelle von über einer Million weitgehend islamischer Menschen aus dem Nahen Osten/Nordafrika, die 2015 zu uns nach Deutschland gekommen ist, für eine Überforderung der deutschen Gesellschaft und es wird dazu führen, dass sich Parallelgesellschaften in den Großstädten weiter ausbreiten werden. Die Regierungspolitik von CDU und SPD aber auch von Grünen und Linkspartei halte ich daher bei diesem Thema für falisch, weil sie uns überfordert, weil es zur Auweitung von Parallelgesellschaften in den Großstädten führt und weil leider auch dadurch homosexuelle Menschen in den Großstädten unter Druck geraten.

Nicht hier auf dem Lande im Münsterland, am Niederrhein, im Emsland, im Tecklenburger Land, im Osnabrücker Land, in Ostfriesland oder in der Lüneburger Heide sind schwule Männer gefährdet, sondern sie werden Opfer von Straftaten in den Großstädten, wo sie auf Menschen mit islamischen Kulturhintergrund treffen, die aus Nordafrika/Naher Osten stammen.


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#4
10.03.2016
14:37:13


(+9, 15 Votes)

Von no_comment


Sehr gut!
Sollte vielleicht auch mal verpflichtend für die ansässige Bevölkerung überdacht werden. Einige Teilnehmer der südlichen Bundesländer scheinen da noch einiges an Nachholbedarf zu haben!


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#5
10.03.2016
14:47:00
Via Handy


(+4, 8 Votes)

Von Nico


Dass dort das Wort "schwul" vermieden wird, ist ein Unding.

Das sollte schnellstmöglich geändert werden.


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#6
10.03.2016
15:39:51


(+6, 14 Votes)

Von Jugendsexualität


Sieh' an.

Die toitschen Chauvinist*innen der "BZgA", die in der letzten Ausgabe ihrer großangelegten und mit großem massenmedialen Rummel verbreiteten langjährigen Vergleichsstudie "Jugendsexualität" allen befragten (rund 3.500) jungen Menschen - ohne und mit "Migrationshintergrund" - unterstellten, sie hätten heterosexuell zu sein, und auch die schon zuvor einzige Frage zu Homosexualität aus dem eigentlichen Fragenkatalog strichen, diese sodann lediglich als "Tabu-Thema" im gleichem Atemzug mit Vergewaltigung usw. abhandelten (als Rechtfertigung wurden mal "besorgte Eltern", mal die angeblich so geringe Zahl der Jugendlichen, die homosexuelle Erfahrungen angaben - gemittelt immerhin recht konstant rund 10% in den vorherigen Ausgaben der Studie - genannt), will nun also den bösen homophoben "Migranten" auch endlich mal etwas erklären.

Vielleicht könnte die "BZgA" neben ihrer dokumentierten und nachweislichen Diskriminierung von LGBT-Jugendlichen im Rahmen der obigen Studie auch damit anfangen, die hiesigen Realitäten nicht gezielt falsch darzustellen. Menschen haben in Deutschland per Gesetz eine ganze Reihe von "Nachteilen, weil sie homosexuell, heterosexuell, bisexuell, intersexuell oder transsexuell sind." Wenn in diesem Zusammenhang schon historisches Unrecht (§175), dessen Opfer bis heute nicht rehabilitiert und entschädigt wurden, einfach ausgeblendet wird, dann sollte doch die glasklare Entrechtung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, einschließlich etwa in diesen lebender Kinder, nicht unerwähnt bleiben. Und die Ungleichbehandlung in Bildungsplänen, und im "öffentlich-rechtlichen Fernsehen", wo die "deutsche Leitkultur"-Eliten gleichzeitig unbehelligt ihre homophobe Hetze verbreiten. Und, und, und...


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#7
10.03.2016
16:02:03


(+5, 7 Votes)

Von lesMam
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Kurze Frage: WO sind auf dem Bild die Männer denn intim miteinander? Ich sehe da nur zwei nebeneinander liegen.


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#8
10.03.2016
16:28:58


(+7, 11 Votes)

Von nebenbei
Antwort zu Kommentar #6 von Jugendsexualität


die von dir angesprochene frage wurde übrigens 2015 wieder in die studie aufgenommen, und es wurde ab 16 jahren auch direkt nach der sexuellen orientierung gefragt. (was alles von dir gesagte nicht ungeschehen bzw. besser macht, aber ganz so dreist wie 2010 konnten sie's, dank auch zumindest einzelner scharfer proteste aus der lgbt-community, dann doch nicht mehr durchziehen.)

die ergebnisse: verheerend hinsichtlich eines freien, selbestimmten und gleichberechtigten entdeckens und auslebens von homosexualität. und der illusion, den allgegenwärtigen, immer aggressiveren heterosexismen allein oder vorrangig durch die "ehe-öffnung" und bürgerliche "bildungspläne" etwas entgegensetzen zu können. die übrigens bisher zu dem ergebnis geführt haben, dass eine mehrheit der jugendlichen weiterhin "im sexualkundeunterricht" NICHT mit homosexualität in berührung kommt (mädchen: 54%, jungen: 52%). soviel zu "deutschen werten" der "gleichbehandlung.

schwule lust, geilheit, sex und liebe müssen sichtbar werden, immer und überall im alltag. und das müssen schwule selbst, in organisierter form, umsetzen, ohne auf die gnade und zustimmung bürgerlicher politik und homophober eltern zu warten.

gleichgeschlechtliche kontakte der 14-17-jährigen:

mädchen:

1980: 10%
1994: 6%
2001: 8%
2005: 13%
2014: 10%

jungen:

1980: 10%
1994: 7%
2001: 5%
2005: 6%
2014: 5%

(bzga, jugendsexualität 2015)


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#9
10.03.2016
18:02:13


(-1, 9 Votes)

Von seb1983
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Antwort zu Kommentar #6 von Jugendsexualität


Die unterschiedlichen verwaltungstechnischen Vorschriften zwischen Ehe und ELP und historische Geschehen dürften bei der Aufklärung über Schwule und Lesben wenig hilfreich sein.

Der Flyer ist nicht perfekt aber ein Anfang.

Zumindest besser als anonym die immer gleichen Copy & Paste Meckereien online zu stellen.


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#10
10.03.2016
18:54:28


(-3, 11 Votes)

Von agneta
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Das ganze Werk ist infantil. Man braucht nur ein Bildchen: Wer sich an unserem Lebensstil stört und Frauen, Homo- oder Transsexuelle anpöbelt, verlässt innerhalb von 24 Stunden Deutschland. Es ist nicht unsere Aufgabe den Leuten das Leben hier zu erklären oder jeden Tag neu auszuhandeln, wie eine SPD Funktionärin fabuliert hat.


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