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Die Otto-Meinecke-Straße befindet sich in der Nähe des Dortmunder U-Turmes (Bild: flickr / michael / by 2.0)

Am 18. März wird in Dortmund in der Nähe des U-Geländes die neue Otto-Meinecke-Straße eingeweiht, die nach einem schwulen Opfer des Nationalsozialismus benannt wird. Die öffentliche Einweihung und Anbringung des Straßenschildes durch die Bezirksvertretung ist für 11 Uhr geplant.

Die Bezirksvertretung Innenstadt-West hatte bereits Ende Januar die Benennung beschlossen. Die Straße wird die Brinckhoffstraße mit der Ritterstraße/Übelgönne verbinden. Die Benennung geht auf eine Initiative des Runden Tisches zur Förderung der Emanzipation und Akzeptanz von Lesben, Schwulen und Transidenten in Dortmund sowie den LGBT-Verein SLADO zurück.

"Wir freuen uns insbesondere, dass damit Meinecke und die Otto-Meinecke-Straße auch stellvertretend stehen für die Erinnerung an viele andere homosexuelle Männer, die während der NS-Zeit drangsaliert und/oder getötet wurden", erklärte SLADO e.V. am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Der 1880 in Witten geborene Meinecke verbrachte die meisten Zeit seines Lebens in Dortmund. Wegen seiner Homosexualität wurde er von den Nationalsozialisten 1942 in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin verschleppt und dort ermordet. Als Todesursache wurde "Kopfschuss bei Fluchtversuch" angegeben, um den wahren Ablauf der Tötung zu verschleiern.

Bereits 2012 war für Meinecke ein Stolperstein in der Dortmunder Innenstadt installiert worden (queer.de berichtete) (dk/pm)