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Birgit Kelle soll am 22. März in Dresden auf Einladung von zwei CDU-Bundestagsabgeordneten auftreten (Bild: blu-news.org / flickr / by-sa 2.0)

Erneut soll Birgit Kelle bei einer CDU-Veranstaltung sprechen. Auf der Einladung ist dabei eine verschleierte Frau vor einer Regenbogenfahne zu sehen.

Zu Update springen: Frauen-Union Bayern lädt Kelle nach München ein (11.3.)

Die beiden Dresdner CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Lämmel und Arnold Vaatz haben die reaktionäre Autorin Birgit Kelle, eine der wichtigsten Gegnerinnen von LGBT-Rechten in Deutschland, zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Die Veranstaltung, die am 22. März stattfinden soll, steht unter dem Motto "Mit Gendergaga gegen das arabische Frauenbild? Wie Ideologien unsere Freiheit bedrohen." Auf einem Flyer wird dabei eine Frau im Hidschab vor einer Regenbogenfahne gezeigt. Daneben ist ein Gender-Symbol abgebildet.

Sowohl Lämmel als auch Vaatz sind direkt gewählte Abgeordnete aus Dresden. Vaatz ist bereits in der Unionshierarchie weit aufgestiegen: So ist er seit 2002 stellvertretender Fraktionsvorsitzender und unter anderem zuständig für den Bereich Menschenrechte. Von LGBT-Rechten hält er allerdings nicht viel. So sagte er 2012 im Rahmen der Debatte um die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern: "Deutschland leidet nicht an einer Diskriminierung von Schwulen und Lesben, sondern an der Tatsache, dass zu wenige Kinder geboren werden" (queer.de berichtete).

Der böse "moderne Zeitgeist"


Davor haben die Dresdner offenbar am meisten Angst: eine verschleierte Frau, eine Regenbogenfahne und ein Gender-Symbol

In der Einladung beklagen die beiden Abgeordneten die Unterdrückung von Frauen im "islamischen Kulturkreis" ebenso wie den "modernen Zeitgeist", der etwa bei Facebook 60 Geschlechtsoptionen erlaube. Dabei fragen Lämmel und Vaatz süffisant: "Können arabische Männer mit geschlechtssensibler Pädagogik und Gleichstellungsbeauftragten überzeugt werden?"

Mit dem Begriff "Gendergaga" greifen die Politiker einen Buchtitel von Kelle auf, die mit populistischen Äußerungen gegen LGBT-Rechte und Feminismus recht erfolgreich ist. Die 40-Jährige, die erst vor knapp zwei Wochen an der homophoben "Demo für alle" teilgenommen hatte, ist bereits wiederholt von CDU-Politikern zu Veranstaltungen eingeladen worden – insbesondere in Baden-Württemberg, um dort gegen den Bildungsplan zu polemisieren. Dort ist sie auch bereits mit dem CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf aufgetreten.

Die sächsische CDU lud Kelle vor wenigen Monaten gar als "Expertin" zum Thema sexuelle Vielfalt zu einer Anhörung in den Landtag ein (queer.de berichtete). Erst kürzlich referierte sie bei einem Frühstück der CDU-Bundestagsfraktion (queer.de berichtete). (dk)

 Update  11.3.16: Auch Frauen-Union Bayern lädt Kelle ein
Birgit Kelle wird neben Filmregisseurin Düzen Tekkal am 12. März um 11 Uhr auch im Franz-Josef-Strauß-Haus in München auftreten. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Eingeladen hatte die Frauen-Union Bayern. Diese Veranstaltung steht unter dem Motto: "Nach Köln: Frauenbilder, freiheitliche Werte und falsche Tabus".



#1 Schwules LandeiAnonym
  • 10.03.2016, 15:59h

  • Das hier ist wesentlich bedrohlicher als homophobe Taxifahrer in Wien.

    Es wird nur zu spät sein, bis gewisse Mitkommentatoren das merken.
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#2 FolgerichtigAnonym
  • 10.03.2016, 16:30h
  • Wer solche Experten einläd braucht sich über verblödete Laien nicht zu wundern.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 10.03.2016, 16:40h
  • Antwort auf #1 von Schwules Landei
  • So ist es.

    Auch, weil arabische Faschisten und Antisemiten bei mir keinen Artenschutz genießen...

    Immer wieder spannend ist es ja doch, welche Gegensätze deutsche Herrenmenschen in ihrem Hasshaushalt unter EINEM doitschen Dach vereinen können.

    Denn:

    Es gibt sogar arabische Frauen, bei denen unsere Menschenrechte nicht nur besser aufgehoben sind als bei dem massiv homophoben, also menschenfeindlichen 'Menschenrechtler' Vaatz, sondern die sogar von reaktionären Algerienfranzosen als 'Rosa Khmer' bezeichnet werden.

    de.wikipedia.org/wiki/Najat_Vallaud-Belkacem

    Wenn das kein Ehrentitel ist.

    Merke:

    2016 gibt es keine Kulturkreise mehr!

    Sondern nur noch HumanistInnen und Reaktionäre.

    Egal, ob sie aus Marokko, Algerien, Transsylvanien oder Sachsen kommen.
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#4 ClaraAnonym
#5 CDU AgitationAnonym
  • 10.03.2016, 17:37h
  • Nun wird mir auch klar, warum die CDU so wenig in Bildung investiert, die Blödzeitung als politisches Agitationsinstrument benutzt und jahrelang eine Bildungsministerin hatte, die ihre Doktorarbeit nicht nach wissenschaftlichen Maßstäben angefertigt hat und in ihrem Fall nun nicht mal Akademikerin ist. Mit einem dummen Volk regiert es sich leichter. Frau Kelle liefert hierfür erneut ausreichend Munition um diese Volksverdummungsagitation fortzusetzen.
    Ergo: Wer CDU wählt ist ein Vollidiot.
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#7 ClaraAnonym
  • 10.03.2016, 17:42h
  • "Der böse "moderne Zeitgeist""

    Andere trübe Quelle:

    "Der Protest richtete sich viel umfassender gegen den korrupten Zustand einer Politik, die dem Volk unkontrollierte Masseneinwanderung als "Bereicherung" verkauft, die es mit Gender-Neusprech und Quotenunwesen traktiert, die das Bildungssystem zum ideologischen Versuchslager umfunktioniert und die in hündischer Ergebenheit jede noch so garstige Suppe auslöffelt, die die USA oder die EU ihr einbrocken. Mit diesem gesamten Empörungsfeld, vom Establishment arrogant als "Ressentiments" abgetan, muss in enger Fühlung stehen, wer eine Partei wie die AfD erfolgreich führen will."

    www.heise.de/tp/artikel/47/47649/2.html
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#9 goddamn liberalAnonym
  • 10.03.2016, 18:45h
  • Antwort auf #7 von Clara
  • Tja, Carl Schmitt reloaded.

    Der Fisch stinkt vom Kopf.

    Der manchmal seine Identitätskonflikte auf Kosten anderer völkisch abarbeitet.

    Faschismus des Randes:

    Jongen kommt aus Meran/Merano.

    Bautzen heißt auch Budyin.

    de.wikipedia.org/wiki/Taras_Borodajkewycz

    Resultat: Ideologische Versuchslager mit Leichenproduktion.

    Die dann von den bösen USA oder dem bösen Bolschewismus befreit werden müssen.
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#10 userer
  • 10.03.2016, 19:26h
  • Antwort auf #2 von Folgerichtig
  • Folgerichtig: "Wer solche Experten einläd braucht sich über verblödete Laien nicht zu wundern."

    Mehr noch: Wer eine solche "Expertin" einlädt, will verblödete Laien heranziehen und in der Politik installieren!
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