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Ein Wiener Taxifahrer hatte in der vergangenen Woche zwei schwule Fahrgäste nach einem Kuss mit Verweis auf seinen muslimischen Glauben homophob beschimpft und einen der Männer mit einem Faustschlag verletzt (Bild: flickr / Leonid Mamchenkov / by 2.0)

Die Diskriminierung von Schwulen und Lesben müsse von allen Demokraten bekämpft werden, fordert die Initiative Liberaler Muslime Österreich (ILMÖ). Sie reagierte damit auf einen homophoben Übergriff in Wien. Ein Taxifahrer hatte in der vergangenen Woche zwei schwule Fahrgäste nach einem Kuss mit Verweis auf seinen muslimischen Glauben homophob beschimpft und einen der Männer mit einem Faustschlag verletzt (queer.de berichtete).

"Mit Bestürzung haben wir die Medienberichte über einen radikalen islamistischen Taxifahrer gelesen, der in Wien ein homosexuelles Paar beschimpft und tätlich angegriffen haben soll", heißt es in einer Pressemitteilung der ILMÖ vom Freitag. Die Initiative verurteile "derartige Taten auf das Schärfste". "Leider erleben wir in Europa momentan eine Phase rasant zunehmender Radikalisierung und einen großen Zulauf bei radikal-islamistischen Gruppen", heißt es weiter in der Erklärung. "Diese Entwicklung ist nicht zuletzt das Resultat eines jahrzehntelangen Wegschauens politischer Verantwortungsträger in Europa."

Die österreichischen Grünen dankten der ILMÖ für ihre "klaren Worte". "Die Häufigkeit von homo, trans- und frauenverachtenden Aussagen und Vorfällen ist ein guter Gradmesser, wo wir uns gesellschaftlich befinden", erklärte Bundesrätin Ewa Dziedzic. "Deshalb ist es besonders wichtig, liberale Bewegungen in allen Ländern zu unterstützen, um reaktionären, konservativen Kräften und Rückschritten ins Mittelalter entgegenzuwirken." (cw/ots)



#1 thorium222Profil
  • 11.03.2016, 23:13hMr
  • Das würde ich mir von Muslimen viel mehr wünschen! Gut, dass ILMÖ den Muslimen Alternativen zu den Radikalen präsent macht, die in den Medien ja sehr viel Reichweite bekommen.
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#2 TheMum
  • 12.03.2016, 02:56h
  • Sehr gut, kann ich nur begrüßen! Wenn ich ein liberaler Moslem wäre, würde ich auch schauen, dass ich mich von den Radikalen distanziere.
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#3 thysonrexProfil
  • 12.03.2016, 09:06h Köln

  • "Diese Entwicklung ist nicht zuletzt das Resultat eines jahrzehntelangen Wegschauens politischer Verantwortungsträger in Europa."

    Klassische Strategie:
    1. sich vom Täter distanzieren
    2. die Verantwortung auf jemand anderes abladen

    Feige! Nein so leicht könnt ihr euch nicht verkrümeln. Wer kommt Kindern Märchen voller Hass in den Kopf hämmert, darf nicht weglaufen, wenn sie plötzlich anfangen diese auch ernst zu nehmen. Das gilt für jede Religion, nicht nur den Islam.
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#4 stromboliProfil
#5 Schwules LandeiAnonym
#6 BoykottAnonym
  • 12.03.2016, 14:22h
  • Ich danke dem Verband für diese klaren Worte.

    Aber solange dieser Taxifahrer andere Menschen befördern darf, müssen Wiener Taxis boykottiert werden. Alleine schon zum Selbstschutz.
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 12.03.2016, 16:07h
  • Antwort auf #3 von tHysonrex
  • Wo wird denn da die Verantwortung woanders abgeladen?

    LGTBI-Menschen sind soziale Realität.

    Religionen wie der Islam sind soziale Realität.

    Das einzige, was man machen kann, ist beide Realitäten unter einen säkularen Hut zu bringen.

    Sonst landet man bei AFD und AKP.

    Also dem Bürgerkrieg als politischem Prinzip.
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#8 Anyone123Anonym
#9 TheMum
#10 thysonrexProfil
  • 13.03.2016, 15:32h Köln
  • Antwort auf #7 von goddamn liberal

  • Hier wird sich einfach nur dumm gestellt: Wir hauen den Jungs den Blödsinn in den Kopf. Aber wenn die dann frei drehen, habe wir damit nichts zu tun. Da hätte die Politik vorher Einschreiten sollen.

    Hier holen sich die Religioten wieder ihren Freifahrtschein ab. Sind ja liberal. Das Wort kann sich jede Gewinnung an den Namen klatschen, aber das ist nur Schminke auf der Kernideologie. Man stelle sich den Veband der Liberalen Nationalsozialisten vor.

    Wenn du liberal brauchst um deine Gesinnung sozialverträglich zu machen, dann kann doch was nicht stimmen.
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