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München macht nicht nur Symbolpolitik für lesbische Frauen: Ampelpärchen zum CSD 2015 (Bild: flickr / Manuela Scholz / by 2.0)

Ein interfraktioneller Antrag macht sich für die Errichtung eines Lesbenzentrums in der bayrischen Landeshauptstadt stark. Die Initiative wird unterstützt von den Münchner Stadtratsfraktionen von CSU, SPD, Grünen – rosa liste, Linke und FTB (FDP, HUT, Piraten).

In der Beschlussvorlage (PDF) beklagen die Parteien eine "strukturelle Unterversorgung" für die lesbische Bevölkerungsgruppe: "Da es für Lesben in München so gut wie keine Begegnungsmöglichkeiten gibt, muss in diesem Lesbenzentrum das von Lesbentelefon e.V. bereits in kleinerem Umfang und ohne zusätzliche Ressourcen angebotene Begegnungs- und Kommunikationszentrum gestärkt und angemessen ausgestattet werden (Café, Veranstaltungen, Treffpunkt für Gruppen)", heißt es im Antrag. Neben dem Verein "LeTra" sollen dort auch Angebote für Regenbogenfamilien sowie für queere Flüchtlingsfrauen Platz finden.

Das Sozialreferat wird gebeten, in Kooperation mit der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und unter Beteiligung der lesbischen Community ein Konzept zu entwickeln. Als Standort wird das Glockenbachviertel vorgeschlagen.

Die rosa liste fordert bereits seit zehn Jahren ein eigenes Münchner Lesbenzentrum als Pendant zum Schwulenzentrum "Sub". Zum CSD im vergangenen Jahr hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erstmals einen entsprechenden Vorstoß angekündigt. Die Zustimmung im Stadtrat zum interfraktionellen Antrag gilt als sicher. (cw)



#1 Patroklos
  • 12.03.2016, 12:16h
  • Daß die CSU von ihrem hohen Roß herunterkommt und den Antrag unterstützt ist schon überraschend und zur Einrichtung des Lesbenzentrums darf auch nicht mehr viel Zeit verplempert werden! Schade, daß es den Antrag nicht schon viel früher gab.
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#2 jochenProfil
  • 14.03.2016, 14:00hmünchen
  • Bin positiv überrascht über die Unterstützung der CSU, aber auch nicht zu sehr überrascht. Denn bei aller Kritik, die man gegenüber der CSU haben kann (ich hab sie nie gewählt) sind doch manche Bilder die von der CSU gezeichnet werden meines Erachtens oft übertrieben bzw. auch falsch.

    Ich habe manchmal den Eindruck, dass die hilfreiche und wichtige Funktion eines Kommunikationszentrum -auch von manch einem Homosexuellen - unterschätzt wird. Deswegen freu ich mich um so mehr.

    Denn andere Orte der Kommunikation, wie manch eine (Lesben-) Kneipe , sind in den letzten Jahren auch durch ein Gesetz für eine absolut ausnahmslose Zwangsnichtrauchergastronomie in Bayern, weggefallen, bzw. kaputt gemacht worden. Zwar ersetzt eine Kneipe kein Kommunikationszentrum , kann aber eine gute Ergänzung sein als quasi "2. Wohnzimmer", für Zielgruppen,die ansonsten solche öffentlichen Einrichtugnen eher nicht besuchen.
    (z. B. die Aufgabe der fast schon traditionelle Lesben- Kneipe wie "die Karotte" relativ kurz nach dem Rauchverbot , oder "Mylord" mit ehemals regelmässigem Transenstammtischf...usw..)
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