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  • 13.03.2016, 13:33h           3      Teilen:   |

Erektionen und Zensur

Wieviel Sex gehört in den queeren Comic?

Artikelbild
Erotisches Achsellecken unter Männern: Szene aus einem Comic von Josman

Ein Interview mit Markus Pfalzgraf, Autor des Buches "Stripped – A Story of Gay Comics" und Kurator der Ausstellung "SuperQueeroes" im Schwulen Museum* Berlin.

Von Kevin Clarke

queer.de: Du hast 2012 "Stripped – A Story of Gay Comics" rausgebracht, zur gleichen Zeit als in den USA Justin Hall sein Buch "No Straight Lines: Four Decades of Queer Comics" veröffentlichte. Während bei Justin gar keine erotischen Comics vorkommen, sieht man bei dir Werke von Künstlern mit vielen Erektionen, Penetrationen und Körperflüssigkeiten. Liegt das an der Prüderie der Amerikaner?

Markus Pfalzgraf: Es war ein lustiger Zufall, dass beide Bücher im selben Jahr erschienen. Justins Buch ist eine großartige Anthologie, die sehr "queer" ist. Meins war ein erster Versuch, eine Geschichte der Homosexualität im Comic zu erzählen, zunächst mit männlichem Schwerpunkt. Und da gehört Sexualität natürlich dazu!

Das steht für mich nicht im Mittelpunkt, aber man sieht gerade an den frühen Underground-Zeichnungen aus den 1960er-Jahren, als Hardcore nur schwer zu veröffentlichen war, dass die Sichtbarkeit von Sexualität eben auch wichtig ist. In den USA waren und sind die Beschränkungen strenger: Früher wachte die "Comics Code Authority" über die Inhalte; heute gibt es immerhin noch eine starke Scheu vor der Darstellungen von Sexualität, mehr noch als in Deutschland. Das hat für mich auch etwas mit Kunstfreiheit zu tun.

Welchen Stellenwert haben denn "erotische" oder "pornografische" Arbeiten im Comicuniversum?

Comic als Kunstform hat Möglichkeiten, die kein anderes Medium bietet: Lüsterne Aliens oder Halbkatzenwesen wie Camilli-Cat aus Patrick Fillions Class-Comics-Universum sind gute Beispiele, wie man abgefahrenste Fantasien umsetzen kann. Ohne die frühen Zeichnungen von Tom of Finland und anderen hätte es vielleicht gar nicht diesen Schub für Homosexualität im Comic gegeben! Und das waren eben Arbeiten, die stark sexuell aufgeladen sind.

Sie haben viele Zeichner und selbst Zeichnerinnen, aber auch die Schwulenkultur allgemein stark geprägt – man denke nur an Village People und andere Reinkarnationen des "Macho Man". Das hängt auch damit zusammen, dass Sexhefte oder Bodybuilding-Zeitschriften in den frühen Jahren für die Künstler die einzigen Möglichkeiten boten, so etwas zu veröffentlichen – und dementsprechend erotisch waren die Zeichnungen.

Erst mit dem alternativen Underground der 1970er- und vor allem der 1980er-Jahre wurde es üblicher, auch die Alltagsprobleme von ganz "normalen" Schwulen, Lesben und anderen Orientierungen und Geschlechtlichkeiten zu zeigen. Das Geschichtenerzählen wurde wichtiger, der Sex trat zurück.

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Der Fernsehjournalist und Comicfan Markus Pfalzgraf ist Autor des Buches "Stripped – A Story of Gay Comics" und gehörte zum Kuratorenteam der Ausstellung "SuperQueeroes: Unsere LGBTI-Comic-Held_innen" im Schwulen Museum* Berlin. - Quelle: privat
Der Fernsehjournalist und Comicfan Markus Pfalzgraf ist Autor des Buches "Stripped – A Story of Gay Comics" und gehörte zum Kuratorenteam der Ausstellung "SuperQueeroes: Unsere LGBTI-Comic-Held_innen" im Schwulen Museum* Berlin. (Bild: privat)

In der Ausstellung "SuperQueeroes" im Schwulen Museum* Berlin werden solche Sexszenen gezeigt, auf selbstverständliche Weise: Kann es als Vorbild für Jugendliche dienen, Comics wie "Banana Games", "Teleny & Camille" oder Patrick Fillions Werke zu sehen? Oder ist das für Jugendliche eher verstörend?

Ich denke mal, dass Jugendliche viel härtere Sachen gewöhnt sind und viel mehr einordnen können, als wir immer glauben. Comics sind ja selbst bei expliziteren Darstellung meist nicht rein pornografisch, sondern haben oft eine ironische Ebene. Oder Sex wird einfach als selbstverständlicher Aspekt des Lebens gezeigt. Deswegen schadet es sicher auch nicht bei den Jugendlichen, die noch nicht so viel mit Pornokonsum in Berührung gekommen sind. Vielleicht lernen sie dann eher, dass Sexualität einfach dazugehört, ebenso wie Geschlechterfragen, Beziehungen, Gesundheit, Politik und all die anderen Dinge, die Themen in Comics sein können, ob queer oder nicht.

Du hast Justin Hall in Berlin persönlich getroffen. Ihr wart beide Kuratoren der Ausstellung im Schwulen Museum*. Wie war das Treffen?

Wunderbar! Ich verfolge und schätze seine Arbeit, er ist ja auch selbst Zeichner, und er lehrt in San Francisco an einem Comicinstitut. Die gemeinsame Arbeit an der Ausstellung, erst als Zuarbeit aus der Ferne, dann zum Schluss in Berlin, war eine perfekte Gelegenheit, um sich auszutauschen! Wir haben rund um den Ausstellungs-Trubel zwischendurch immer wieder sehr angeregt diskutiert, und waren uns meistens einig: Diese Zeichnerin ist toll, und die auch, und der sowieso. Vor allem die politischeren Sachen.

Ich habe viel von ihm gelernt, zum Beispiel über die Geschichte der Frauenbewegung im US-Underground-Comic oder über die queere Szene an der Westküste um den Jahrtausendwechsel. Damals war "Tranny" beispielsweise eine gängige Selbstbezeichnung ganz unterschiedlicher Leute in der queeren Szene, aber heute wird der Begriff problematischer gesehen. Weswegen auch Justins Buch "Glamazonia" mit den Abenteuern einer "Uncanny Super-Tranny" vom Markt genommen wurde, wegen Protesten aus der Trans*-Community.

Justin Hall bringt gerade eine Anthologie mit erotischen Comics raus: "Hard to Swallow". Muss man das so sauber trennen, in Superhelden bzw. queere Comics und Erotikcomics?

Eigentlich muss man das nicht so sauber trennen. Auch wenn man vielleicht Gefahr läuft, dass eine Veröffentlichung mal argwöhnisch beäugt wird, wenn sie "zu" sexuell ist. Aber die Comics, um die es in meinem Buch geht, zeigen ebenso wie andere, dass man das integrieren kann. Justin Hall hat darauf hingewiesen, dass die Comics von Ralf König in den USA genau deswegen einen schweren Stand haben: Man kann sie dort eben nicht einfach in die Schublade "funnies" oder in die Schublade "Erotik" einsortieren. Vielleicht braucht man ja diese Einteilung irgendwann gar nicht mehr.

In den USA haben einige schwul-lesbische Kunstschaffende den Schritt in den Mainstream geschafft, etwa Howard Cruse und Alison Bechdel. Deren "Fun Home" ist jetzt sogar ein Broadway-Musical-Hit. Gibt's in Deutschland außer Ralf König etwas Vergleichbares?

Nein, ein solcher Erfolg ist einzigartig. Ralf König hatte ja auch schon seine eigene Ausstellung, und es gibt inzwischen mehrere Sammelbände. Aber ich denke, in Deutschland geht noch was: Je mehr auch hier die Form der Graphic Novel noch etablierter wird, desto vielfältigere Geschichten finden vielleicht auch ihren Weg in die Buchläden und Online-Stores. Bei Howard Cruse und Alison Bechdel wird inzwischen allgemein anerkannt, dass ihre Werke große Literatur sind. Ich bin mir sicher, das wird auch in Deutschland zunehmen.

Obwohl etliche Comiczeichner in Berlin leben, gibt's auch wichtige Comicszenen außerhalb der Hauptstadt. Einige Beispiele zeigst du. Kannst du erklären, wieso sich zum Beispiel in Stuttgart ein Künstlerkreis entwickelt hat?

Eigentlich sind Comic-Szenen immer weniger ortsgebunden. Vieles spielt sich im Internet ab. Und in der Realwelt konzentriert es sich natürlich in den großen Städten. Die "Stuttgarter Zeitung" hatte viele Jahre einen Comic von der seit langem in Berlin lebenden Naomi Fearn, in dem schwule Hasen die Hauptrollen spielen.

Es gibt auch Maler und Zeichner, die eigentlich andere Sachen machen, aber auch zur Karikatur oder anderen Comic-verwandten Formaten tendieren. Hannes Steinert etwa reibt sich an der Spießigkeit innerhalb und außerhalb der Szene; Simon Bosch zeigt ungewöhnliche Collagen-Serien und Sven Oliver hat umfangreichere Körperbilder im Angebot, die etwa durch Gegenüberstellung mit Tom-of-Finland-Typen eine interessante Spannung bekommen.

Pfalzgrafs Buch "Stripped – A Story of Gay Comics" ist 2012 im Berliner Bruno Gmünder Verlag erschienen
Pfalzgrafs Buch "Stripped – A Story of Gay Comics" ist 2012 im Berliner Bruno Gmünder Verlag erschienen

Die Amerikaner sind berühmt für ihre Heldencomics…

Ja, bei Superhelden kommt man natürlich an den US-Serien nicht vorbei, und etwas Vergleichbares gibt es aus Deutschland nicht. Aber Thilo Krapp hat eine Abenteuergeschichte gezeichnet: "Damian & Alexander", ein Dschungel-Abenteuer mit zwei schwulen Protagonisten. So etwas gab es davor einfach nicht! Die beiden Helden sind aber auch in einer "echten" Welt verankert, das ergänzt sich wunderbar. Auch sonst scheint Deutschland eher das Land der Alltags-Helden zu sein.

Eine der verstörendsten Erkenntnisse des Ausstellungsbesuchs ist: Es gab in Deutschland nach 1945 Bücherverbrennungen, organisiert von katholischen Verbänden. Wie war das möglich?

Das ist wirklich absurd, vor allem vor dem geschichtlichen Hintergrund der Bücherverbrennungen in der NS-Zeit. Man hat auch in der Nachkriegszeit Comics oft als kulturell verwerflich betrachtet – und ihnen den Krieg angesagt. Vorreiter war da der katholische Volkswartbund. In den USA war das noch schlimmer. Schriften wie "Seduction of the Innocent" haben dazu den moralischen Überbau geliefert – deshalb haben wir davon eine Ausgabe in der Ausstellung, neben einer US-Landkarte mit Orten von Comicverbrennungen.

Gab's beim Schwulen Museum* irgendwelche Berührungsängste hinsichtlich der sexuellen Darstellungen in Comics?

Nein, im Gegenteil, die japanischen SM-Szenen von Gengoroh Tagame hängen sogar in Fensternähe – erstaunte Blicke etwa von älteren Spaziergängern vorprogrammiert. Aber wir haben natürlich darauf geachtet, dass die Ausstellung nicht zu Sex-lastig wird. Das ist schließlich nur ein Aspekt unter vielen. Auch Jugendliche sollen sich die Ausstellung ansehen können, ohne an jeder Ecke zu erröten. Dort, wo wir Darstellungen von Sex haben, ordnen wir sie ein, etwa in die Geschichte der Zensur. In Japan etwa dürfen keine Geschlechtsteile gezeigt werden, auch nicht in gezeichneter Form. Wir haben Künstler dabei, die unterschiedliche kreative Möglichkeiten anwenden, um der Zensur Genüge zu tun, aber dabei trotzdem zeigen, was sie zeigen wollen.

Obwohl gerade queere Comics Figuren und Situationen zeigen wollen, die nicht heteronormativ sind, sehen die meisten Charaktere rein körperlich eher "klassisch" aus: tolle Bodys, tolle Outfits, jugendlich-attraktives Äußeres. Wo sind denn da die "anderen" Beispiele von Mitgliedern der LGBT-Community?

Natürlich zeigen wir viele junge attraktive Helden und Heldinnen. Aber keinen Jugend- oder Körperwahn, dem setzen wir etwas entgegen, damit auch die Szene sieht: Wir haben viele alltägliche Geschichten, in denen sich viele normale Menschen wiederfinden können. Auch Darstellungen fülligerer Körper etwa von Michael Kirwan oder Sven Oliver. Wir haben auch weibliche bzw. lesbische Comic-Pionierinnen, die wichtige Identifikationsfiguren waren und sind. Und nicht zuletzt Künstler, die genderqueer sind und/oder entsprechende Figuren zeichnen. Vom Superheldenhochglanz bis zu punkigen Zines ist alles dabei.

Die "Stuttgarter Zeitung" hatte lange Jahre den schon erwähnten Schwulencomic von Naomi Fern. Das Magazin "Männer" hat neuerdings wieder einen monatlichen Ralf-König-Strip. Wieso gibt's in Deutschland nicht viel mehr davon?

Ich würde mir sehr wünschen, dass es mehr davon gibt! In den USA gehörten Comicseiten in den Wochenendausgaben der großen Tageszeitungen immer schon dazu. Da kamen dann irgendwann auch einmal Figuren mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen oder Geschlechtsidentitäten vor. In den Niederlanden haben junge Künstler wie Flo oder Ype über den Umweg des Webcomics doch wieder den Weg in die gedruckte Presse geschafft.

Ich fürchte nur, dass das gerade im Zuge der Veränderungen in der deutschen Presselandschaft eher seltener als üblicher wird. Dabei kann es, wenn es nach mir ginge, eigentlich nie genug Comics in Zeitungen und Zeitschriften geben! Vielleicht gewinnt aber auch das Geschichtenerzählen wieder mehr an Bedeutung; auch Illustrationen könnten etwa die Coolness von Magazinen weiter steigern, gerade wenn man sich in einem umkämpften Markt von den anderen unterscheiden muss. Darin liegt das große Potential der Bildsprache des Comics.

Es gibt Interesse von internationalen Museen, die Ausstellung zu übernehmen. Warum glaubst du, dass sie auch anderswo gezeigt werden sollte?

Ich glaube, dass auch andere Museen so eine einzigartige Ausstellung vertragen können! Vor allem, wenn es Museen sind, die sich sonst an ein breiteres Publikum richten. Auch und gerade in Comic-Museen wäre das Thema sehr gut aufgehoben. Comics und queere Themen haben ja eins gemein: Da, wo es noch nötig ist, müssen sie raus aus der Nische!

  Infos zur Ausstellung
SuperQueeroes – Unsere LGBTIQ* Comic Held_innen. Noch bis 26. Juni 2016 im Schwulen Museum*, Lützowstraße 73, 10785 Berlin. Öffnungzeiten: So, Mo, Mi, Fr 14-18 Uhr, Do 14-20 Uhr, Sa 14-19 Uhr, Di geschlossen. Am Gründonnerstag, den 24. März 2016 findet um 18.30 Uhr die Extra-Veranstaltung "Sex & Superheld_innen: Comicfiguren im Porno" statt.
Links zum Thema:
» Homepage des Schwulen Museums*
» Mehr Infos zum Buch "Stripped – A Story of Gay Comics" bei Amazon
Mehr zum Thema:
» Muskulöse Helden in engen Outfits: Wie queer ist die Comicwelt? (07.02.2016)
» SuperQueeroes" erobern das Schwule Museum* (21.01.2016)
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Reaktionen zu "Wieviel Sex gehört in den queeren Comic?"


 3 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
13.03.2016
15:41:06


(+3, 3 Votes)

Von Michael H


Das Batman T-Shirt von Markus will ich auch haben. Wo gibt's das?


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#2
13.03.2016
16:31:04


(+3, 5 Votes)

Von saltgay_nl
Aus Zutphen (Niederlande)
Mitglied seit 23.11.2015


Ob hier nun Ralf König als Ikone gehandelt werden darf, ist noch zu diskutieren. Unvergessen der feige Rückzug, das Einknicken vor einer bewusst geschürten Kampagne "Kindersex" , die einzig und allein nur das Ziel hatte die stärker werdenden Grünen zu diskreditieren und ihnen die Wähler abzujagen. Die Medien schreien auf, wenn das Wort "Lügenpresse" erschallt, weil sie sich ertappt fühlen. Die AfDler und Pegidisten haben dieses Wort nicht erfunden. Sie gebrauchen das ja auch nur um gegen Leute mit einer anderen Meinung zu hetzen.

Aber die Vorfälle reihen sich würdig ein in die Geschichte der BRD. Meinungsfreiheit war auch nach 1945 ein Tabu. Es gab den katholischen "Volkswartbund", wer möchte da nicht an "Blockwart" denken, der eine Kampagne gegen Schmutz und Schund führte. Aus den USA schwappten sektiererische Antikommunisten in Form der "moralischen Aufrüstung" in die BRD über um gezielt Jugendliche zu manipulieren. Es gab auch bei dem evangelikalen Jugendbund für "Entschiedenes Christentum" im Jahre 1965 eine Bücherverbrennung.

Letzterer Jugendbund ist auch heute noch ein Auffangbecken für Pubertätsneurotiker, Berufsjugendliche mit Onanieproblemen und durchgeknallten Mitgliedern der "Evangelischen Allianz".

Bis zum heutigen Tag sehen wir, dass die deutsche innere Pflicht zur Untertänigkeit die Meinungsfreiheit unterdrückt zum Nutzen einer höheren Sache. Das spiegelt sich nun auch bei manchen Comic-Zeichnern wieder. Es könnte ja sein, dass man dabei ausgerechnet die entscheidenden Wähler vergrätzt, also deshalb lieber die Klappe halten oder den Zeichenstift abbrechen.

Für mich haben die durchaus witzigen Comics von Ralf König durch seinen Kotau keine Bedeutung mehr. Schade.

Deutschland und Demokratie sind noch Welten voneinander entfernt.


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#3
24.03.2016
04:23:14
Via Handy


(+1, 1 Vote)

Von omamamo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von saltgay_nl


Wau, oder besser "Wou", was für ein Erguss zum Thema "Comic", aber den Hass auf "unseren" König (da haben wir mal einen, und dann so eine Schande über ihn) verstehe ich nicht ganz. Bin nicht im Film (ne im Bilde)!
Allerdings, Deinen letzten Satz unterstreiche ich, mit der Ergänzung: seit die "Ostfront" regiert. (Die Ostbürger hatten ja nahtlos über 50 Jahre Diktatur und die leben (und lieben) sie bis heute. Den Brandt'schen Aufruf "mehr Demokratie wagen" haben sie mit dem Ruf "Wir sind das Volk!" beerdigt.)


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