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Anders als in anderen Städten informiert die Berliner Polizei explizit über Straftaten mit homophobem Hintergrund (Bild: flickr / Christian Schirner / by 2.0)

In Berliner Ortsteil Hellersdorf wurde am Sonntagnachmittag eine 16 Jahre alte Jugendliche gemäß Zeugenaussagen homophob beschimpft und leicht verletzt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen hatten zwei 24 und 26 Jahre alte Männer zunächst gegen 17 Uhr am Alice-Salomon-Platz Aufkleber mit politischen Inhalten an einem Betonsockel angebracht. Die 16-Jährige hatte daraufhin versucht, die Aufkleber zu entfernen, woraufhin sich ein Wortgefecht zwischen ihr und dem 24-Jährigen entwickelt haben soll. Als sich daraufhin eine andere 16-Jährige schützend vor die Jugendliche stellte, soll der Mann sie homophob beleidigt haben.

Laut Polizeibericht soll es daraufhin zwischen ihr und dem stärkeren jungen Mann zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein, in dessen Folge die Jugendliche zu Boden ging und sich leichte Verletzungen zuzog. Die andere 16-Jährige und ein 18-jähriger Zeuge kamen ihr zu Hilfe, weil sie weitere Angriffe befürchteten, hierbei erlitt auch der 18-Jährige eine leichte Verletzung.

Alarmierte Polizeibeamte nahmen die Personalien aller Beteiligten auf. Dem 24-Jährigen, bei dem eine freiwillige Atemalkoholmessung einen Wert von rund einem Promille ergab, wurde in einer Gefangenensammelstelle erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen. Die leicht verletzte Jugendliche wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt.

Wie in Fällen mit einem vermuteten homofeindlichen Motiv in Berlin üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, in diesem Fall wegen Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung.

Berlin gehört zu den wenigen Städten, deren Polizei mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Taten gezielt in ihren Berichten erwähnt und die Taten bis hin zu Beleidigungen häufig publik macht. Die Staatsanwaltschaft besitzt eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw/pm)



#1 NicoAnonym
  • 14.03.2016, 16:51h

  • Kann oder will die Politik die aktuelle Entwicklung nicht sehen?!

    Oder wieso unternimmt die Politik nichts gegen diese Entwicklung?
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#2 religiöse AgendaAnonym
  • 14.03.2016, 19:56h
  • Antwort auf #1 von Nico
  • Solche Vorfälle sind den Merkels und Seehofers, den katholischen, evangelikalen und orthodoxen Christen dieser Republik doch ganz recht, um ihr repressives Weltbild wieder zu installieren. Lesben und Schwule sind der kleinste gemeinsame Sündenbock, auf den die sich einigen können - und die muslimischen Religioten machen nur allzu gern und allzu eifrig mit.
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#3 LawrenceAnonym
  • 15.03.2016, 09:42h

  • Woher wollt ihr denn wissen dass sie lesbisch war? Homophobe Beschimpfungen gehen den Dumpfbacken doch am leichtesten über die Lippen.
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#4 LawrenceAnonym
  • 15.03.2016, 09:45h

  • Die politischen Aufkleber waren sicher mit rechtslastigen Aussagen versehen Findet man allerdings nichts im Artikel...
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#5 NiedergemeiertAnonym
  • 15.03.2016, 13:22h
  • Ist das die von Ausländern importierte Homophobie über die Jens Spahn und andere reaktionäre Kulturchauvinisten so gerne palavern?
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#6 userer
  • 15.03.2016, 17:14h
  • Antwort auf #3 von Lawrence
  • Es spielt keine Rolle, ob die junge Frau lesbisch war oder nicht. Entscheidend ist, dass die Körperveletzer homophobe Beleidigungen ausgesprochen haben.

    Wenn du eine Frau als "billiges Flittchen" beschimpfst, heißt das doch nicht, dass sie ein solches ist - und dennoch machst du dich der Beleidigung schuldig.
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#7 LawrenceAnonym
  • 15.03.2016, 18:21h
  • Antwort auf #6 von userer

  • Ich wollte mit meinem Kommentar ausdrücken dass da es im Bericht nicht steht wir nicht wissen ob sie lesbisch ist. Auch die sie verletzt haben konnten es nicht wissen denn dies war keine Situation aus der die sexuelle Orientierung eindeutig hervorgegangen wäre. Worauf ich hinaus wollte war eigentlich dass es homophobe Beschimpfungen und tätliche Angriffe auch in solchen Situationen gab und gibt und die Täter bewusst auf diese zurückgreifen. Sie wollten sie einfach erst mit Worten und dann auch mit Fäusten verletzen. Denn homophobe Beleidigungen sind zutiefst verletzend. Auch wenn es letztendlich tatsächlich egal ist ob die verletzte Person homo-, heterosexuell ... ist.
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#8 Homonklin44Profil
  • 15.03.2016, 20:02hTauroa Point
  • Der Bericht enthält leider zu dürftige Infos,aus denen man etwas mutmaßen aber nichts sichern kann. Zeugenaussagen über homophobe Beschimpfungen und politische Aufkleber mit für die Jugendliche wahrscheinlich unerträglichen Botschaften.

    Na ja,wenn ich welche da habe und 'rechte' Aufkleber sehe, klebe ich AntiFa-Aufkleber drüber *hr*

    Vorfälle ähnlich diesem gibt es wahrscheinlich täglich, und homophob beschimpft wird man ja auch, wenn man schwul ist, aber keiner es weiß. Solange Worte wie Schwuchtel, Scheißlesbe usw. in Deutschland als 'normal' akzeptiert sind und sich keine Rücksicht im Zuge von Akzeptanz durchsetzt,oder Diskriminierung gestattet bleibt, ändert sidch das eher nicht. Wäre homophobe Beschimpfung so politically incorrect wie jemanden einen 'Neger' zu nennen,würde es sich evtl. ändern.
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#9 blubbAnonym