Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 17.03.2016, 05:37h           179      Teilen:   |

Die Alibi-Homosexuelle

Maischberger outet Lesbe im AfD-Bundesvorstand

Artikelbild
Alice Weidel ist seit 2013 Mitglied der AfD. Sie gehört dem Bundesvorstand an und wurde kürzlich auch zur Vorsitzenden der Bundesprogrammkommission ernannt (Bild: ARD)

Alice Weidel sieht keinen Widerspruch darin, sich als homosexuelle Frau mit Partnerin und Kind in der extrem homophoben Partei zu engagieren.

Die Frage, wie man sich als homosexueller Mensch ausgerechnet in einer extrem homophoben Partei engagieren kann, beschäftigte am Mittwochabend auch Sandra Maischberger. In ihrer ARD-Talkshow diskutierte die Moderatorin die jüngsten Wahlerfolge der AfD unter der Frage "Rechter Haken für Merkel: Kann sie ihre Politik noch durchsetzen?".

Dabei konfrontierte Maischberger das AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel mit den lesben- und schwulenfeindlichen Forderungen ihrer Partei. "Nehmen Sie es nicht persönlich, aber Sie selbst sind in einer Lebenspartnerschaft mit einer Frau", wandte sich die Journalistin an die 37-jährige AfD-Politikerin. Die Internet-Unternehmerin vom Bodensee, die sich in der Talkshow vergleichsweise gemäßigt gab und auf allzu schrille Töne verzichtete, reagierte überrascht.

Auf Maischbergers Frage, wie sie damit klar komme, dass sie in einer lesbischen Partnerschaft mit Kind nicht dem Leitbild ihrer Partei entspreche, eierte Weidel zunächst herum und meinte dann, dies sei kein Widerspruch. Man müsse zwischen Privatem und Politik und dem, was der Staat verkörpere, trennen.

Auf Alice Weidels Facebook-Seite mit über 5.000 Fans kam der Talkshow-Auftritt inklusive des Outings vor Massenpublikum durchweg gut an. "Hübsche Frau", kommentierte eine Userin und erhielt dafür elf Likes.

Fortsetzung nach Anzeige


Die "urliberale" Kollegin von Gauland, Petry und von Storch

Die AfD-Homophilen träumen derweil von "Kehrwochen" u.a. gegen LSVD, Grüne und queer.de
Die AfD-Homophilen träumen derweil von "Kehrwochen" u.a. gegen LSVD, Grüne und queer.de

Von der Öffentlichkeit unbemerkt hatte vor einer Woche erstmals "Die Zeit" über Alice Weidels Homosexualität berichtet. Der Journalist Malte Henk sprach in seiner lesenswerten AfD-Reportage von einem "irren Lebenslauf": "Hat in China geforscht, für Goldman Sachs gearbeitet und in Hongkong, Hamburg und anderswo Start-ups hochgezogen. Lesbisch, Lebensgefährtin, kleines Kind. Bezeichnet sich selbst als 'Urliberale'. Sitzt mit Leuten wie Gauland, Petry und von Storch im Vorstand der AfD, in der zweiten Reihe, aber immerhin. Ich muss gestehen, dass mich das überrascht."

Als Vorsitzende der Bundesprogrammkommission ist Weidel allerdings auch maßgeblich an der Erarbeitung des AfD-Grundsatzprogramms beteiligt, das im April auf einem Parteitag verabschiedet werden soll. Der in der vergangenen Woche durchgesickerte Entwurf liest sich alles andere als liberal. So wird u.a. vor einer "Propagierung der Homo- und Transsexualität im Unterricht" gewarnt, Kinder dürften nicht zum "Spielball der sexuellen Neigungen einer lauten Minderheit" werden (queer.de berichtete).

Darüber vermisst die rechte Partei in dem Programmentwurf eine "Wertschätzung für die traditionelle Familie". Die "natürliche Gemeinschaft" aus Vater und Mutter sei "das Beste für das Kindeswohl". Außerdem sollen nach dem Willen der AfD alle staatlichen Programme zum Thema "Diversity" und "Anti-Diskriminierung" gestoppt werden. Ähnliche Beschlüsse hatten zuvor bereits mehrere Landesverbände der Rechtspopulisten gefasst (queer.de berichtete).

Unter dem Motto "Rechtsstaat statt Linksterror" hat die "Bundesinteressengemeinschaft Homosexuelle in der AfD" unterdessen zu "Kehrwochen" aufgerufen. Eine am Mitwoch auf Facebook verbreitete Grafik zeigt einen Besen, der u.a. den LSVD, die Grünen, das Magazin "Männer" und queer.de hinwegfegt. (cw)

Links zum Thema:
» Die Sendung in der ARD-Mediathek
Wochen-Umfrage: Wird sich die AfD dauerhaft in Deutschland etablieren? (Ergebnis)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 179 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 6396             10     
Service: | pdf | mailen
Tags: alice weidel, maischberger, afd, kehrwoche
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Maischberger outet Lesbe im AfD-Bundesvorstand"


 179 User-Kommentare
« zurück  12345...1718  vor »

Die ersten:   
#1
17.03.2016
05:54:38
Via Handy


(+17, 21 Votes)

Von Rene


Zja.
Nur die dümmsten Kälber, wählen ihren Schlachter selbst
;-)


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
17.03.2016
06:26:08


(+20, 26 Votes)

Von Rene


Wäre es dann nicht auch für die Dame konsequent, wenn sie im Sinne ihrer Partei, ihr Kind zur Adoption frei gibt, damit dieses dann in einer "normalen", "von Gott gewollten" Vater-Mutter-Kind Umgebung aufwächst??

So wie es die AfD gerne sehen würde....


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
17.03.2016
06:43:12


(+11, 21 Votes)

Von bertodil
Profil nur für angemeldete User sichtbar


machtgeil
verlogen
kackbraun

Zum Wohle des Kindes sollte man sowas wie der das Erziehungsrecht entziehen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
17.03.2016
07:39:24
Via Handy


(+2, 20 Votes)

Von Torsten_Ilg
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Frau Weidel hatte sich auf dem letzten Bundesparteitag der AfD lautstark und aggressiv gegen LGBTI-Rechte ausgesprochen und gesagt: "Man mache doch keine Politik für ein Promille der Gesellschaft". Sehr schwach von Frau Maischberger, dass sie dieses Zitat nicht parat hatte und Frau Weidel verbal ausweichen konnte.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
17.03.2016
07:49:09


(+11, 17 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Auch die Bremer Bürgerschaft (Landtag) hat so einen AfD-ler im Stadtparlament sitzen:

Alexander Tassis (45) wie die (einzige) Bremer Tageszeitung "WESER-KURIER" berichtete:

Link zu www.weser-kurier.de

Tja, schwule Schurken gibts eben überall und gabs ja früher (Ernst Julius Günther Röhm) auch schon. Aber was solls. Mein Mann und ich marschieren auch künftig bei Wahlen zu den Lokalen, wo man seine Stimme(n) abgeben kann (und das auch tun sollte) mit der Melodie:

LINKS zwo drei vier, LINKS 2 3 4, LINKS, LINKS, LINKS ...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
17.03.2016
07:59:19


(+10, 16 Votes)

Von Julian Adolphs


"Man müsse zwischen Privatem und Politik trennen." Das ist doch ein Witz, oder? Ich fass es nicht, wie man so bescheuert sein kann. Wieso geht die nicht zur FDP, wenn sie wegen ihrer Urliberalität in einer Partei sein will?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
17.03.2016
08:14:11
Via Handy


(-10, 18 Votes)

Von Torsten_Ilg
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von GeorgFalkenhagen


Herr Falkenhagen, in Bremen ist nur noch Herr Tassis für die AfD in der Bürgerschaft. Die restlichen Mitglieder der früheren AfD-Fraktion sind inzwischen bei der gemäßigten ALFA Partei. Das macht es noch grotesker. Ausgerechnet ein Homosexueller bleibt - dem Rest ist der Kurs zu rechts und minderheitenfeindlich. Das ist bizarr.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
17.03.2016
08:15:13


(+9, 15 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #2 von Rene


Das wäre genau so konsequent, als wenn Schießbefehl-Beatrix von Storch endlich einmal anfangen würde, Blagen zu werfen, damit sie selbst das Drei-Kind-pro-Frau-Ziel der AfD erreichen kann. Aber man sieht ja, mit welch verheuchelten Vorzeige-Wesen man es bei der AfD zu tun hat: selbst Wein saufen, aber anderen Wasser predigen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
17.03.2016
08:15:42


(-11, 19 Votes)

Von Johannes45


Also was so nicht richtig ist, jedenfalls habe ich das so in der Sendung bei Maischberger verstanden, die bisherigen Medienberichte über das Programm sind allesamt falsch, weil es noch nicht beschlossen (!!!) wurde. Es ist müßig über irgendwelche Spekulationen zu berichten, wie ein Programm ausschauen könnte....

Diesbezüglich halte ich auch die bisherige Berichterstattung der Medien sogar für irreführend und unseriös. Mit dem Programm sollten sich die Medienvertreter und auch die Queer halt erst beschäftigen, wenn es tatsächlich auch beschlossen ist ! Wer dies schon im Vorfeld als Journalist macht und hier spekuliert, der arbeitet in meinen Augen unredlich und unseriös.

Davon abgesehen aber mag ich die AfD überhaupt nicht und meinetwegen kann die Partei auch wieder aus den Parlamenten rausgewählt werden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
17.03.2016
08:35:16


(+11, 17 Votes)

Von myystery


Wann übergibt Frau Weidel endlich Ihr Kind dem Jugendamt, wenn Sie doch all offentlich der Ansicht ist, dass sie dem Kind mit ihrem perversen Lebensstil schadet?

Das arme Kind, wenn das erwachsen wird und das Weltbild ihrer "Mutter" entdeckt....

Wie lange möchte Frau Weidel noch Rechte für ein Promille der Gesellschaft in Anspruch, von denen sie eh nicht hält?

Irre. Einfach irre. Und wahnsinnig unverschämt. Es fällt mir schwer, da keine charakterliche Verbindung zu einem Wirken bei "Goldman Sachs" herzustellen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12345...1718  vor »


 BOULEVARD - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck: "Ich bin noch lange nicht weg" Leander Haußmann will Merkel wählen – wenn sie die Ehe öffnet Bis zum Jahr 2000 durften Schwule keine Berufssoldaten werden Volker Beck: Der Beste wurde kaltherzig abserviert
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt