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Wer das Autoradio anschaltet, kann Olly Murs heutzutage nicht entfliehen… (Bild: flickr / jaggedjanine / by 2.0)

Nach der Trennung von seiner Freundin verrät der Popsänger, dass er schwul ist – zumindest ein bisschen.

Der britische Popstar Olly Murs hat in einem Interview mit dem Boulevardblatt "Sun" erklärt, er sei zu einem Fünftel schwul.

Er machte die Aussage, als er nach einem Zitat von Komiker Sacha Baron Cohen ("Brüno") gefragt wurde, der wenige Wochen zuvor gescherzt hatte, dass er bis zu 31 Prozent homosexuell sei. Daraufhin sagte Murs: "Wahrscheinlich ist es bei mir genauso – oder vielleicht 20 Prozent."

Weiter erklärte der 30-Jährige: "Ich habe viele schwule Freunde, mit denen ich sehr gut zurecht komme. Ich komme mit jedem zurecht. Jeder ist ja ein bisschen camp."

Erst im September hatte sich Murs von seiner Freundin Francesca Thomas getrennt. Daraufhin gab es in der britischen Presse Gerüchte, dass er mit Sängerin Diana Vickers ausgeht. Über Beziehungen mit Männern wurde aber noch nichts bekannt.

Olly Murs hatte 2009 als Kandidat der britischen Version von "The X Factor" die Showbühne betreten. In der Sendung belegte er hinter Joe McElderry den zweiten Platz. Anschließend konnte er mehrere Charterfolge feiern. 2011 schaffte er es etwa mit "Heart Skips a Beat" auf den ersten Platz der deutschen und schweizerischen Charts, 2013 konnte er mit "Dear Darlin'" den ersten Platz der österreichischen Charts erobern. Ein weiterer Hit war "Troublemaker", der Titelsong der siebten Staffel von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus". Weltweit hat er bereits über zehn Millionen Alben verkauft. Außerdem arbeitete Murs in den letzten Jahren als Moderator in britischen Unterhaltungssendungen.

Youtube | Olly bittet zum Tanz...

Sacha Baron Cohen und Robbie Williams scherzen über ihre Teil-Homosexualität

Anlass für Murs' Aussage war der Scherz von Sacha Baron Cohen in einem Interview mit Komiker Marc Mahon: "Ich bin 23 Prozent schwul. Es gibt Zeiten, wenn es bis 17 Prozent heruntergeht, aber manchmal sind es sogar 31 Prozent, abhängig von der Situtation. Als ich 'Borat' gefilmt habe und meine Eier an meinem Kinn hängen, war ich bei 31 Prozent."

Auch Robbie Williams hatte 2013 in einem Interview mit dem "Daily Star" gescherzt, dass er "zu 49 Prozent" schwul sei. Acht Jahre zuvor hatte er noch einen Verlag verklagt, der ihm Homosexualität unterstellt hatte – und Schmerzensgeld erkämpft (queer.de berichtete). Damals hatte sein Anwalt noch gesagt: "Herr Williams ist kein und er war nie ein Homosexueller." (cw)



#1 hegemonistasAnonym
  • 17.03.2016, 14:29h
  • auch und gerade so zementiert man die totale hegemonie der gesellschaftlich produzierten und konstruierten "hetero-norm". indem schwulsein zum gag der ultimativen selbstvergewisserung sich ansonsten allseits als heteros inszenierender "stars" und damit im kern lächerlich gemacht, reduziert und marginalisiert wird. eine verheerende botschaft für jugendliche, die nicht zu dieser privilegierten schicht der pop- und unterhaltungsindustrie gehören und eben nicht "nur ein bisschen camp, aber natürlich überwiegend hetero" sind.
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#2 Musthave---Anonym
  • 18.03.2016, 00:20h

  • Es ist ja manchmal auch eine Masche überall Käufer zu fischen.
    Aber doch auch schon eine neue Freiheit, wenn auch noch immer "im Scherz" geäußert ;).
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#3 FinnAnonym
  • 18.03.2016, 10:45h
  • Antwort auf #1 von hegemonistas
  • Wobei man es ja auch andersrum sehen kann.

    Wenn Stars sagen, sie hätten auch homosexualle Anteile, kann das ja auch helfen, Homophobie abzubauen.

    Wer sagt denn, dass der nicht auch schon mehrfach Erfahrungen mit Männern hatte. Wenn Lady Gaga sagt, sie sei bi, regt das keinen auf, aber bei anderen soll das eine Marketing-Masche sein?

    Wichtig ist nur, dass darüber keine Witze gemacht werden. Aber wenn ein Star sagt, dass es zu 20% schwul empfindet, finde ich das nicht schlimm und es kann uns - wie gesagt - sogar nützen.
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#4 LucaAnonym
#5 omamamoAnonym
#6 Vater
  • 22.04.2016, 16:47h
  • Das gab es doch schon einmal, oder?

    Homosexualität als Trend...

    David Bowie war ja auch mal bi.

    Ich finde diese Scheisse nicht nur lächerlich, ich fühle auch diejenigen der Lächerlichkeit preisgegeben, die sich ob der Unveränderlichkeit der sexuellen Ausrichtung in der familiären oder kulturellen Zange eingeklemmt sehen.

    Wie auch immer dieses Gewitzel auch gemeint sein mag...; am Ende erweisen uns solche Spinner einen Bärendienst damit.

    Ganz nebenbei: man kann vielleicht homosexuelle Anteile fühlen und diese in Prozenten schätzen.
    'Schwul' bedeutet aber (in der Abgrenzung zur Bisexualität) in erster Linie eins: KEINE außerdem vorhande Heterosexualität, die man gemütlich und zufrieden stattdessen ausleben kann.

    Wer schwul ist, hat keine Wahl. Entweder lebt man es... oder man verleugnet es, verdrängt es und lebt ein Leben zwischen Heimlichkeit und Schuldgefühlen.

    Ein bisschen schwul ist wie ein bisschen schwanger. Sowas gibt es nicht.

    Leider sieht man an solchen Spacken, wie sehr ihnen das Bewusstsein dafür abgeht.
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