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Der Angeklagte wird wegen eines weiteren Falls noch einmal vor Gericht kommen (Bild: flickr / Images Money / by 2.0)

Ein 28-Jähriger hatte in Niedersachsen versteckt lebende Schwule getroffen und mit der Androhung eines Outings erpresst. In einem Fall ist er jetzt verurteilt worden.

Ein Schöffengericht in Burgwedel bei Hannover hat am Donnerstag laut einem Bericht der "Schaumburger Zeitung" einen 28-jährigen Arbeitslosen zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Der ehemalige Fußballspieler des SC Rinteln hatte zugegeben, Bilder von sich selbst sowie von Mannschaftskameraden in einem schwulen Dating-Portal hochgeladen zu haben. Anschließend hatte er sich mit Männern getroffen und diese dann erpresst; sollten sie nicht zahlen, werde er sie outen, so seine Drohung.

In dem vorliegenden Fall hatte der Angeklagte von einem Opfer aus der nahe liegenden Gemeinde Wedemark 2.300 Euro erpresst. Die Strafe hätte für den Täter noch weit höher ausfallen können: Er war wegen gewerbsmäßiger Erpressung angeklagt worden – und hier liegt die Höchststrafe bei 15 Jahren Haft.

Richter Michael Siebrecht war beim Strafmaß der Forderung der Staatsanwaltschaft gefolgt. Beim Urteil war unter anderem in Betracht gezogen worden, dass der Angeklagte geständig war und sich mit dem Opfer ausgesöhnt hatte.

Weiterer Erpressungsfall um 118.000 Euro

Für den 28-Jährigen ist die Sache aber noch nicht beendet: In einem weiteren Fall soll er von einem Mann aus Hameln in mehreren Schritten insgesamt 118.000 Euro erpresst haben. Dieser Fall wird von der Staatsanwaltschaft Bückeburg bearbeitet und dürfte in Rinteln, der Heimatstadt des Arbeitslosen, verhandelt werden. Ein Termin für eine Verhandlung steht bislang aber noch nicht fest.

Auch für den Bruder des Angeklagten hat die Sache noch ein Nachspiel: Die Staatsanwaltschaft Bückeburg hat ihn wegen Geldwäsche angeklagt. Beide Männer waren im vergangenen Jahr während eines Trainings festgenommen worden. Die Polizei soll bei einer Hausdurchsuchung einen fünfstelligen Betrag im Zimmer des Bruders gefunden haben. Er war zuvor in der Stadt aufgefallen, weil er trotz Arbeitslosigkeit auf großen Fuß gelebt hatte. (cw)



#1 TheDadProfil
  • 18.03.2016, 19:47hHannover
  • ""Für den 28-Jährigen ist die Sache aber noch nicht beendet: In einem weiteren Fall soll er von einem Mann aus Hameln in mehreren Schritten insgesamt 118.000 Euro erpresst haben. Dieser Fall wird von der Staatsanwaltschaft Bückeburg bearbeitet und dürfte in Rinteln, der Heimatstadt des Arbeitslosen, verhandelt werden.""..

    Und dort wird es dann im Rahmen einer Gesamtstrafenbildung unter Einbeziehung dieses Urteiles zu einer Verurteilung kommen, die weit über dieser liegt..

    Ein Strafe unter 3 Jahren Haft wird bei dieser Summe da eher unwahrscheinlich sein..
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