Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?25809



Ein Musikvideo zur Bewerbung der Party "Dreck" in Tel Aviv war dem sozialen Netzwerk mal wieder zu heiß.

Es gibt Sinnigeres als sich alle paar Wochen neu über Facebook aufzuregen. Aber es gibt wenig Schöneres als das gelöschte Video, um das es diesmal geht:

Das Musikvideo, mit dem die populäre Tel Aviver Party "Dreck" einen Abend bewarb, hatte bereits 100.000 Views und tausende Likes in dem sozialen Netzwerk gesammelt, als es Facebook wegen Nacktheit sperrte.

Hauptdarsteller und Sänger Osher Sabag, der auch als Tenor an der Oper arbeitet, hält die Entscheidung für geheuchelt und homophob: Es sei für Facebook völlig okay, wenn Kim Kardashian einen kaum verhüllten Akt als Profilbild wähle oder sich dutzende Heterosexuelle im Bett räkelten, aber bei halbnackten Männern ziehe man prüde die Grenze.

Die Sperrung machte in Israels Medien durchaus Schlagzeilen. Erst im Januar war im Facebook-Account von "Time Out" ein Video kommentarlos als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen gelöscht worden, in dem sich hetero- und homosexuelle Paare aus Juden und Arabern küssten (das Video). Auf Gewaltvideos oder Hetze, auch antisemtische, reagiere das Netzwerk hingegen kaum, kritisierten die Medien.

Die Problematik ist so alt, wie es Facebook, Apple-Apps oder auch Youtube gibt, und sorgt auch hierzulande immer wieder für Kopfschütteln und Empörung: Die amerikanischen Zensoren entscheiden in der Regel spontan und schnell nach amerikanischen, prüden Vorstellungen und schießen dabei oft überfordert über das Ziel hinaus.

Die meisten Homo-Videos lässt freilich auch Facebook durch. Die Arisa-Party hat schon einige virale Hits mit Kerlen und Drag Queens und guten Songs hinter sich, und auch Osher Sabag (je nach Schreibweise auch Sebbag) stand nicht zum ersten Mal im Fummel vor der Kamera:



#1 FelixAnonym
  • 20.03.2016, 13:02h
  • Wieder mal zeigt Facebook, dass sie stramm konservativ sind und auf Seiten der homo- und transphoben Ewiggestrigen stehen.

    Prüderie, Scheinheiligkeit und Doppelmoral in Reinkultur.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 RobinAnonym
  • 20.03.2016, 13:28h
  • Dass es selbst nach dem Erfolg von Conchita Wurst immer noch Zensur in dem Bereich gibt, zeugt schon von extremer Rückständigkeit.

    Wenn man dann aber auch noch bedenkt, dass Facebook homophobe Hetze stehen lässt, während solche Sachen (die gegen kein einziges Gesetz verstoßen) zensiert werden, ist das schon skandalös.

    Immer wieder passiert das bei Facebook.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SchleicheRAnonym
  • 20.03.2016, 14:50h
  • Das passiert bei youtube genauso. Kumpel von mir steht auf Frauen mit etwas fülligeren Maßen, salopp gesacht, dicke Ärsche und dem sperren sie laufend irgendwelche Videos und/oder Profilbilder.
    Nach so langer Zeit sagter, dass das eben immer darauf ankommt WER gerade das Video bewertet.
    Das Video neu kodieren, nochma hochladen und abwarten oder 2. Acc aufmachen, hochladen verlinken. Wer lässt sich von solchen Sperren aufhalten?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 hugo1970Profil
#5 hugo1970Profil
#6 ClaasAnonym
  • 20.03.2016, 17:14h
  • Facebook halt.

    Das dürfte doch wohl niemanden mehr wundern bei Facebook. Ist nicht das erste mal und wird auch nicht das letzte mal sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 LucaAnonym
  • 20.03.2016, 17:26h

  • Typisch facebook.

    Bei GLBTI-Inhalten sind die immer ganz schnell mit der Zensur-Keule, während Homohass und andere Hetze stehen bleibt oder man da erst reagiert, wenn der Image-Schaden zu groß wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 ursus
  • 20.03.2016, 17:59h
  • werden heterosexuelle explizite sexszenen bei facebook tatsächlich nicht gelöscht?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDad
#10 JensAnonym
  • 20.03.2016, 21:39h
  • Antwort auf #3 von SchleicheR

  • Die zensieren aber nur wenn es um komplette Nacktheit geht.
    Bei Halbnackten und fast Nackten sind die aber bei Männern wesentlich prüder. Steht ja auch im Text:

    "Osher Sabag, der auch als Tenor an der Oper arbeitet, hält die Entscheidung für geheuchelt und homophob: Es sei für Facebook völlig okay, wenn Kim Kardashian einen kaum verhüllten Akt als Profilbild wähle oder sich dutzende Heterosexuelle im Bett räkelten, aber bei halbnackten Männern ziehe man prüde die Grenze."
  • Antworten » | Direktlink »