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Kommentare zu:
Trans-Umfrage: Schlechte Noten für Medien und Politik


#21 LottyAnonym
  • 25.03.2016, 20:07h
  • "wir müssen nur akzeptieren, dass verschiedene menschen unterschiedliche bedürfnisse haben, was ihr geschlecht, ihre identität, ihre lebensweise, ihre kleidung und ihren körper angeht und diese bedürfnisse alle als gleich gerechtfertigt anerkennen."

    Da hast du recht, das wird aber leider in der Trans*Community nicht gemacht. Da heißt es Lebensweise, Transgeschlechtlich, eine Op mache man als Anpassung an die soziale Rolle, Geschlecht wird als soziales Konstrukt benannt, demzufolge könne es kein angeborene Transsexualität geben. Das sind dann Eigenschaften die uns zugewiesen werden, zu denen wir sagen STOP, das ist falsch..

    Wir haben nicht das Problem das Andere an zu erkennen nur wie sieht es mit der Trans*Community aus. Ich habe da reichlich Erfahrung sammeln können und massenhaften Austausch hinter mir. Noch nie ist unsere Position anerkannt worden. Bestenfalls heißt es dann irgendwann "du brauchst dich ja nicht als Trans* bezeichnen". Na toll, wie soll das aber gehen wenn es heißt, dass unter Trans* eben auch Transsexuell zu zu zählen ist und ich eben zu meinem transsexuellem Hintergrund stehen möchte. Nicht jeder kann oder will seine Vergangenheit verleugnen, zumal dies dann ein Leben voller Ängste sein kann geoutet zu werden.

    Wir haben einen Slogan, "Brücken bauen statt Mauern" dazu ist es aber notwendig das auch die andere Seite uns anerkennt, unseren Bedürfnissen, Wünschen und Forderungen die wir für uns haben anerkennt, berücksichtigt und sich eben auch dafür einsetzt dass sich unsere Situation sich verbessert.

    Wenn das nicht statt findet, sehe ich leider keine Gemeinsamkeit.
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#22 TheDadProfil
  • 25.03.2016, 21:07hHannover
  • Antwort auf #19 von Lotty
  • ""Wie ich bereits schrieb, treten auch wir (VTSM) dafür ein die Änderung des Personenstandes per einfachen Verwaltungsakt zu ermöglichen. Wenn dies dann irgendwann kommen wird, haben wir rechtlich Frauen mit Penis und Männer mit Vagina.""..

    Daran ist nichts auszusetzen..
    Zumal es das schon jetzt gibt, denn die "Verwaltung" auf dem Standesamt erfolgt unabhängig von operativen Maßnahmen..

    ""Ich habe dazu die Frage in den Raum gestellt was die Gesellschaft dazu sagen wird. Natürlich ist auch zu hinterfragen in wie weit dies einen Einfluss auf unser Bestreben hat, als Frau oder Mann und nicht als Transgeschlechtlich (Geschlechtswechsel) wahr genommen zu werden. Trans*Vereine reden zum Beispiel von Lebensweisen.""..

    Sozialismus oder Kapitalismus ist eine "Lebensweise"..
    Als Grüner in einer Hütte im Wald, als Bauer auf der Alm, oder als Mensch in der Stadt zu leben, ist eine Lebensweise..
    Alles andere was Du hier meinst sind Sexuelle Identitäten..
    Da es davon allein mit den LGBTTIQ's diverse gibt, ist es unsinnig diese auf "männlich/weiblich" beschränken zu wollen..

    Und was die Gesellschaft dazu sagt, ist letztlich relativ unerheblich für die Selbstbezeichnung von Menschen..
    Wie "ursus" schon schrieb, ist der Streit zwischen verschiedenen Trans-Gruppen und Vereinen nicht unbedingt hilfreich..

    ""Als Beispiel: ich war nie ein Mann, bin also kein Mann zu Frau Trans* oder was auch immer, gehöre auch keinesfalls einem drittem Geschlecht an.""..

    Also Intergeschlechtlich ?
    Was hat das mit Transidentität/transsexualität/Transgender zu tun ?

    ""Bisher konnte man sich darauf verlassen Frau = Vagina und Mann = Penis. Das wird dann nicht mehr so sein und entspricht faktisch einer Aufhebung der bisherigen Geschlechter Mann und Frau.""..

    Wie ich schon schrieb :
    Bestehendes zu ergänzen löst das bestehende nicht in ein Nichts auf..

    Das Menschen die an einer "Zweigeschlechtlichkeit" aus welchen Gründen auch immer festhalten, dann einiger Illusionen beraubt werden, liegt in der Sache der Natur..

    ""Mit einem drittem Geschlecht hat dies erst einmal nichts zu tun.""..

    Es geht da auch gar nicht um ein "drittes Geschlecht", oder um ein Dreihundertstes..
    Es geht darum, das man Menschen doch zugestehen muß, sich so zu beschreiben, wie sie sich selbst fühlen und empfinden..
    Und da sind Grabenkämpfe innerhalb der "Betroffenen" mindestens obsolet, wenn nicht sogar kontraproduktiv, weil es Kräfte bündelt, die anderswo sinnvoller eingesetzt werden könnten..

    ""Wobei da natürlich die Gefahr besteht das es keinen rechtlichen Wechsel von Frau nach Mann und umgekehrt geben könnte, was einem Supergau für Menschen mit transsexuellem Hintergrund gleich käme. Denn Menschen in meiner Situation wollen sich nicht durch solche Regelungen Zwangsweise Outen lassen.""..

    Das ist einerseits ein Rechtliches Problem. das vor allem durch die Verfassungswidrigkeit des bestehenden Transsexuellengesetzes noch gar nicht geklärt sind..
    Andererseits bedeutet das auch nicht automatisch das mit einer Änderung die "Aufhebung" der Kostenträger, also der Krankenkassen verbunden wären..
    Dazu muß man aber die Abgeordneten bearbeiten, die sich damit beschäftigen, und nicht den Mitstreiter im anderem Verein..
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#23 LottyAnonym
  • 25.03.2016, 22:30h
  • Versucht einfach mal zu verstehen was ich schreibe und fragt nach wenn etwas unklar ist. Mit einer Rechtfertigungsschlacht kommen wir nicht weiter.

    Nur soviel, derzeit ist eine Personenstands- und Vornamensänderung nur mit gerichtlichem Beschluss möglich. Vorab müssen zwei Gutachter die transsexuelle Prägung bestätigen. Nur über das Standesamt läuft so was hier nicht.
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#24 TheDadProfil
  • 25.03.2016, 23:45hHannover
  • Antwort auf #23 von Lotty
  • ""Nur soviel, derzeit ist eine Personenstands- und Vornamensänderung nur mit gerichtlichem Beschluss möglich. Vorab müssen zwei Gutachter die transsexuelle Prägung bestätigen. Nur über das Standesamt läuft so was hier nicht.""..

    Davon habe ich nichts geschrieben..
    Ich schreib davon, das eine Personenstandsänderung ohne vorherige chirurgisch-operative Maßnahmen erfolgen kann, was faktisch dazu führt, das es Frauen mit Penis gibt..

    Wie übrigens in einigen Fällen von Intersexualität auch, wo die Genetik eindeutig männlich, weibliche Geschlechtsorgane ausbildet, und reziprok eindeutig weibliche Genetik, männliche Geschlechtsorgane ausbildet..
    Da hat es keinen Sinn um den Brei herumzureden..

    Gegenseitiges Anerkennen der Sexuellen Identität ist doch nun wirklich nicht so schwer..
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#25 LottyAnonym
#26 TheDadProfil
  • 26.03.2016, 08:48hHannover
  • Antwort auf #25 von Lotty
  • ""Was hat das mit Transsexualität zu tun?. Da geht es um Geschlecht und nicht um Sexualität.""..

    Es geht mit dem Geschlecht auch immer um die Sexuelle Identität..
    Zumal bei Menschen die mit einem Körper geboren wurden, der nicht ihrem "gefühltem" (?). ihrem empfundenem Geschlecht geboren sind..
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#27 LottyAnonym
  • 26.03.2016, 10:00h
  • "Es geht mit dem Geschlecht auch immer um die Sexuelle Identität..
    Zumal bei Menschen die mit einem Körper geboren wurden, der nicht ihrem "gefühltem" (?). ihrem empfundenem Geschlecht geboren sind.."

    Wo hast du diese Information her? Für mich, als jemand der lange Jahre in der Beratung, Selbsthilfe und Forenmoderation tätig ist und eben auch selbst einen transsexuellen Hintergrund hat (inklusive der Genitalangleichung an mein Geschlecht) ergibt sich ein gänzlich anderes Bild.

    Die sexuelle Ausrichtung kann sich ändern oder auch bleiben, es gibt homo-, bi-, hetero- oder asexuelle Ausrichtungen aber auch alle anderen Spielarten. Alles ist möglich, wie bei jedem anderem Menschen auch. Das eine hat mit dem anderem nichts zu tun. Das Verlangen nach den Genitalien ist selten mit einem sexuellem Wunsch verknüpft.

    Wer sich aus sexuellen Überlegungen heraus genital "umoperieren" lässt, begeht einen Fehler. Eine genitale Operation sollte nur gemacht werden wenn sie als Angleichung an das eigene Geschlechstwissen erfolgt. Sogenannte kulturell orientierte Kreise behaupten ja auch das operative Maßnahmen ein Schritt zur Anpassung an die gewünschte soziale Rolle seien.

    www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/das-queer-lexikon-wa
    s-ist-transsexualitaet-transidentitaet/11840524.html?ajaxele
    mentid=#commentInput&pageNumber=0


    Eine ziemlich fahrlässige Aussage. Wer aus diesem Grund eine genitale Umoperation machen lässt, mag dies später zutiefst bereuen. Für mich beweisen solche Aussage ein Unwissen über die Natur der Transsexualität.

    Nur weil in Transsexuell sex steckt hat dies noch lange nichts mit Sexualität zu tun. Trans steht für entgegen und sex kommt von sexus (biologische Geschlecht). Frei Übersetzt bedeutet dies dass der Geschlechtskörper nicht dem Geschlecht entspricht, er steht dem entgegen.
  • Antworten » | Direktlink »
#28 TheDadProfil
  • 26.03.2016, 20:01hHannover
  • Antwort auf #27 von Lotty
  • ""Wo hast du diese Information her? ""--

    Lebenserfahrung..

    ""Die sexuelle Ausrichtung kann sich ändern""..

    Unwahrscheinlich..
    Zumindest sehr, sehr selten..
    Man hat zwar schon von Transidenten/Transsexuellen/Transgender Personen gehört, die sowohl vor als auch nach der Genitalangleichung an ihr Geschlecht Hetero oder Homo waren und dann auch blieben, also von Frau zu Mann beim Partner wechselten..
    Ob das ein wirklicher "Wechsel" ist, halte ich aber für noch ungeklärt..

    Die wenigsten Schwulen/Lesben ändern ihre Sexuelle Identität..
    Meistens handelt es sich dann doch wohl eher um Bisexuelle die sich zuvor als Schwul/Lesbisch empfunden haben..
    Ein Wechsel ist das nicht..

    ""es gibt homo-, bi-, hetero- oder asexuelle Ausrichtungen aber auch alle anderen Spielarten. Alles ist möglich, wie bei jedem anderem Menschen auch.""..

    Das bezweifle ich..
    Wir reden hier nicht über "Spielarten", die ich unter dem Aspekt Fetische verbuche, die sich entwickeln, oder irgendwann nicht mehr befriedigen..

    Die Sexuelle Identität bedeutet hier Schwul zu sein, und damit auf Männer zu stehen..

    Ein Transsexueller/Transgender/Transidenter steht vorher auf Männer, und ist dann Hetero, nach der Genitalangleichung Schwul..
    Im Kopf aber schon vor der Angleichung Schwul..
    Da gilt es doch wohl das "Ansehen" in der Gesellschaft von dem zu trennen, was Sexuelle Identität ausmacht..

    ""Das Verlangen nach den Genitalien ist selten mit einem sexuellem Wunsch verknüpft.""..

    Das erscheint MIR eine sehr gewagte Aussage, denn als Schwuler Mann stehe ich auf Schwänze und Ärsche..
    Ein Arsch allein macht aber noch keinen Mann, und deshalb käme ein Trans*Mann für mich da nicht in Frage..
    Denn da fehlt etwas wichtiges..

    ""Wer sich aus sexuellen Überlegungen heraus genital "umoperieren" lässt, begeht einen Fehler.""..

    Wer macht denn sowas ?
    Außer Hijras in Indien ?
    Die als offizielles Drittes Geschlecht gelten..

    ""Sogenannte kulturell orientierte Kreise behaupten ja auch das operative Maßnahmen ein Schritt zur Anpassung an die gewünschte soziale Rolle seien.""..

    Sind sie das nicht ?
    Wer mit einem männlichem Körper geboren wurde und sich von Anfang an als Frau fühlt, nimmt doch diese Genitalangleichung vor, um genau dem Bild zu entsprechen, daß er von sich hat..
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#29 David77Anonym
#30 TheDadProfil
  • 26.03.2016, 21:56hHannover
  • Antwort auf #29 von David77
  • Das habe ich extra nicht angesprochen, denn obwohl es sich dabei um eine ähnliche "gesellschaftliche Druck-Situation" handelt, geht es dabei nicht um Transsexuelle, sondern um Schwule Männer, die unter dem Druck der islamischen Gesellschaft Verstümmelung in Kauf nehmen, vergleichbar mit den "Gesangs-Karrieren" der Kastraten im ausgehendem Mittelalter..
    Zig-Tausende Jungen wurden verstümmelt, weil die Stimme der Frau in den Kirchen nicht klingen durfte..
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