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  • 20.03.2016, 15:54h           79      Teilen:   |

Alternative für Deutschland

AfD-Landeschef gegen "Exzesse" auf dem CSD

Artikelbild
Rechtsaußen in der Rechtsaußenpartei: André Poggenburg hat seinen AfD-Landesverband auf einen stramm "nationalkonservativen" Kurs gebracht

Es dürfe nicht sein, dass Schwule halbnackt tanzten, zitiert die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" den sachsen-anhaltinischen Parteichef André Poggenburg.

Mit 24,2 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde die AfD am vergangenen Sonntag zweitstärkste Kraft in Sachsen-Anhalt. Jetzt gab ihr Spitzenkandidat und Landesvorsitzender André Poggenburg eine Ahnung davon, auf welche neuen homophoben Töne man sich im Landtag wohl einstellen muss.

"Die AfD sei nicht gegen Homosexuelle, nur gegen die Homo-Ehe und gegen Exzesse wie auf dem Christopher Street Day", wird Poggenburg in der jüngsten Ausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" indirekt zitiert. Zum persönlichen Gespräch getroffen hatte ihn der renommierte Berlin-Korrespondent Markus Wehner. "Dass Schwule halbnackt tanzten, dürfe nicht sein", schreibt der Journalist weiter über seine Begegnung mit dem AfD-Politiker.

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Für Poggenburg gibt es nur heterosexuelle Familien

Bereits im Landtagswahlkampf hatte André Poggenburg aus seiner Ablehnung von LGBT-Rechten keinen Hehl gemacht. Mit der Begründung, "dann müsste ja Mutter Natur über 100.000 Jahre irgendwas falsch gemacht haben", sprach er sich in einem MDR-Streitgespräch mit dem Magdeburger CSD-Organisator Mathias Fangohr strikt gegen ein Adoptionsrecht für Homosexuelle aus: "Wir sind der Meinung, dass die ursprünglich-klassische Familie als Keimzelle neuen Lebens auch so die Aufgabe hat, nicht nur das Leben zu schenken, sondern auch die Erziehung in dem Sinne vorzunehmen."

Auch im Landtagswahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt wurde eine rechtliche Gleichstellung eingetragener Lebenspartner abgelehnt. Dort hieß es weiter: "Allen Versuchen, den ursprünglichen Begriff 'Familie' auf weitere Gemeinschaften auszudehnen und so den grundsätzlich garantierten Schutz der Familie zu relativieren, treten wir entschieden entgegen."

André Poggenburg ist seit 2014 Landesvorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt und ihr designierter Fraktionschef. Im vergangenen Jahr wurde er auch in den Bundesvorstand gewählt. Der 41-Jährige bezeichnet seine politische Haltung selbst als "nationalkonservativ" und steht dem rechtsnationalen thüringischen AfD-Landeschef Björn Höcke nahe.

Wegen Poggenburg verließen mehrere Mitglieder die AfD. "Wir können nicht mehr Mitglied einer Partei sein, in deren Vorstand mit André Poggenburg mindestens ein Mitglied gewählt wurde, der als AfD-Funktionär auf Veranstaltungen gemeinsam mit Neonazis aufgetreten ist", schrieben im Sommer 2015 zehn AfD-Mitglieder aus Baden-Württemberg in einem offenen Brief und traten aus. Poggenburg wolle einen "revolutionären Kampfverein" aus der AfD machen, meinte auch der Europaabgeordnete Bernd Kölmel, der von der AfD zu Bernds Luckes neuer Partei ALFA wechselte. (cw)

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Tags: andre poggenburg, afd, csd, sachsen-anhalt, exzesse
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Reaktionen zu "AfD-Landeschef gegen "Exzesse" auf dem CSD"


 79 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
20.03.2016
16:11:07


(+16, 16 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Es dürfe nicht sein, dass Schwule halbnackt tanzten,"

Aber nackte Frauenbusen dürfen uns überall wo wir hinsehen anglotzen

Mit der Begründung, "dann müsste ja Mutter Natur über 100.000 Jahre irgendwas falsch gemacht haben",

Und wie recht er hat, da gibt es unzählige Geschichtbeispiele, die zeigen was dumme egoistische vor allem religiöse hardliner so alles kaputt gemacht haben und immer noch kaputt machen.

"Wir sind der Meinung, dass die ursprünglich-klassische Familie als Keimzelle neuen Lebens auch so die Aufgabe hat, nicht nur das Leben zu schenken, sondern auch die Erziehung in dem Sinne vorzunehmen."

Das ist schon klar was der afd so vorschwäbt, die dummen sollen ihrte dummheit weitergeben


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#2
20.03.2016
16:31:44


(+9, 11 Votes)

Von Tommy0607
Aus Etzbach (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 28.10.2015


Aha! Komische Zweideutigkeit :
Also, Schwule sollen nicht halbnackt tanzen : Für DENEN wäre es am Besten wenn wir im Ghetto eingesperrt werden .
Aber diese "Tollen " Hetero-Familien ist ja alles OK :
Die dürfen mal so ein "bisschen" Ihre Kinder vergewaltigen , misshandeln usw.
Die dürfen mal so ein wenig Barbusig in Freibäder rumlaufen .
Die "lieben" Hetero-Männer dürfen mal so ein "wenig " auf den Urlaub Thailand mal so ein paar minderjahrige Mädchen "ran" nehmen .
Man soll ja NIE vergessen wie so anständig eine Traditionelle Familie ist ! Die hat eben noch Werte .
Fragt sich nur welche , ......


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#3
20.03.2016
16:42:24
Via Handy


(+13, 15 Votes)

Von Nick


Halbnackt und das nicht nur auf Festen, sieht man viele Frauen in den Innenstädten den ganzen Sommer rumlaufen. Jungs sind schon von der Modeindustrie dazu angehalten sich mehr zu bedecken.
Wenn dann einmal jährlich an CSD's ein paar knackige Schwule ohne Shirt und in kurzer Hose rumlaufen ist Halbnacktsein plötzlich ein Problem für die Innenstädte?
Das ist einfach lächerlich, die Homophoben merken gar nicht wie bigott ihre Aussagen sind.


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#4
20.03.2016
16:44:55


(+12, 14 Votes)

Von habemus_plemplem
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich weiß schon:

Nicht halbnackt tanzen
Nicht öffentlich sichtbar sein
Nicht ungestraft davonkommen
Nicht unseren Sauerstoff verbrauchen

Erzählt mir nix!


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#5
20.03.2016
16:50:05


(+2, 12 Votes)

Von NetReaper
Aus Bremen (Niedersachsen)
Mitglied seit 05.03.2016
Antwort zu Kommentar #1 von hugo1970


""Es dürfe nicht sein, dass Schwule halbnackt tanzten," Aber nackte Frauenbusen dürfen uns überall wo wir hinsehen anglotzen[ang ry][an gry]"

Hey, wir leben im Zeitalter des Feminismus.
Und das bedeutet: Frauen dürfen alles, und jeder Anflug von männlicher Sexualität wird dämonisiert.


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#6
20.03.2016
17:07:30


(+6, 10 Votes)

Von NetReaper
Aus Bremen (Niedersachsen)
Mitglied seit 05.03.2016


Ich muss ja ehrlich sagen:
Bei der Vorstellung wie so ein AfD-Typ erfolglos versucht zu erklären wie man "blanker männlicher Oberkörper = Exzess = Verbot" auf eine juristische Grundlage bringen will, muss ich schon irgendwie grinsen.

Sollen sie gerne versuchen, ich bringe das Popcorn mit.


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#7
20.03.2016
17:13:24


(+9, 9 Votes)

Von Svetlana L


Nur mal rein theoretisch, also wirklich ganz hypothetisch: Ich habe mal gehört, dass auf CSDs auch Frauen gesehen wurden. Die dürfen dann aber laut AfD weiterhin ...? Schon komische Logik, die die sich da anscheinend so zurechtlegen, wie es ihnen gerade passt.


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#8
20.03.2016
17:13:58


(+12, 12 Votes)

Von Claas


"Die AfD sei nicht gegen Homosexuelle, nur gegen die Homo-Ehe und gegen Exzesse wie auf dem Christopher Street Day"

Das hört sich an wie "Ich habe nichts gegen Schwarze, sie sollen nur nicht heiraten dürfen, nicht im Bus neben mir sitzen und nicht ins Schwimmbad."

Bei solchen Leuten kommt nach dem angeblichen "Ich habe ja nichts gegen xyz" immer das große Aber.


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#9
20.03.2016
17:14:38


(+9, 9 Votes)

Von PFriedrich
Aus Trier (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 19.02.2015


"...Mit der Begründung, "dann müsste ja Mutter Natur über 100.000 Jahre irgendwas falsch gemacht haben", ..." -

Wenn man so will: Ja, Poggenburg, die "Natur" hat gewissermassen etwas falsch gemacht, sie hat zu tausenden von Jahren einer vielfach blutigen und grausamen menschlichen Geschichte geführt.
Bei Rechtsreligiösen und Rechtspopulisten noch nicht angekommen ist, daß - mit Eugen Drewermann gesprochen - die Natur nie wieder Maßstab unserer Menschlichkeit sein darf.
Sondern nur die Liebe.
Wir müssen glauben an die Liebe im Widerspruch zur (grausamen) Realität der Natur.


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#10
20.03.2016
17:22:43
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Luca


So weit kommt es noch, dass die AfD diktiert, wie man das Recht auf Rede- und Versammlungsfreiheit auszuüben hat...


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