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Neues Album "High"

Die gute Zeit der Killerpilze


Die dreiköpfige Rockband Killerpilze existiert seit 2002, nun ist ihr mittlerweile sechstes Studioalbum "High" erschienen (Bild: Simon Lohmeyer)

Auf ihrem sechsten Studioalbum "High" präsentiert die deutsche Rockband elf lässige, aber auch nachdenkliche Songs.

Killerpilze, eine neue Band, die jetzt ihr sechstes Album "High" veröffentlicht. Klar, das klingt vielleicht ein bisschen widersprüchlich, aber das Trio macht mit seinem neuen Album "High" eindrücklich klar: Hier ist hörbar, sichtbar und fühlbar etwas anders. Ganz anders. Menschen, Musiker und Bands haben eine Vergangenheit und niemand weiß, wie die Zukunft aussehen wird. Also zurück zu dem, was wir uns gegenseitig jeden Tag aufs Neue vornehmen. Hol das Maximum aus jedem Moment!

"High" überrascht mit elf lässig-nachdenklichen Songs über die Major Love, die Jagd nach den perfekten Momenten, über exzessive Nächte, Sex und den manchmal vernebelten Sinn des Lebens zwischen Backstageräumen und Reisen. Aber um "High" zu verstehen, muss man sich zuerst den Menschen dahinter widmen, die es in den vergangenen 14 Monaten geschrieben und entstehen haben lassen. Deshalb will ich gerne über sie erzählen.

Johannes "Jo" Halbig. Sänger, seit einiger Zeit Bassist und der Frontmann der Band. Er trägt seine Überzeugungen auf der Zunge, redet euphorisch. Mal ist er der Stenz, mal der versonnene Romantiker. Eigentlich ist der 26-jährige mit Lederjacke immer beides und das macht ihn nicht nur aus sondern das erzählt er auch in seinen Texten. In "Major Love" gibt er sich lässig und spielt es kühl aber am Ende der Party fragt er sich dann doch: "Will ich nur'n Kick oder die große Liebe? / Wenn Du wüsstest was ich plane, was ich sagen soll / Damit ich Dich ins ins Bett … äh ich meine deine Nummer kriege." (H.E.A.R.T.)

No Risk – No Fun


Die neue Album "High" ist am 18. März 2016 erschienen

Denn Jo ist auch so etwas wie der Suchende der Band. Ein "20something" – zugegebenermaßen ein etwas spröder, aber zutreffender Begriff – der nicht weiß, ob er schon da ist wo er hin will oder weiter unbekümmert durch die Welt streunen soll. Und bei allem Lachen, was er oft und ausgiebig tut, bleibt doch immer diese Nachdenklichkeit, stellenweise Traurigkeit. Auch in der Erinnerung an Sie und die Ruinen der ersten Liebe.

Dass "High" so selbstbewusst und unbekümmert klingt, liegt auch an der präzisen Produktion des Hamburgers Henning Sommer (Wilhelm Tell Me), der es versteht, der Gitarrenband Killerpilze zwischen tanzflächentauglichen Pop-Refrains ("Hymne", "High Mit Dir", "Mantra") luftigem Indiebeat ("Major Love") und abgeklärtem Neuzeitblues ("Stadt Voller Frauen", "Trip") eine markante Linie zu geben. HIGH ist eklektischer Pop. So, wie man 2016 Musik hört. Im Shuffle.

Scheint, als hätten die Killerpilze eine gute Zeit gehabt in diesen letzten zwei Jahren. Im Studio oder auch beim Fotoshooting zu "High", bei dem sie nackt durch die Büsche toben. Man spürt: Diese Band hat Spaß. Sie macht das Beste aus jedem Moment. Bei den schweißtreibenden Liveshows, in den pointierten Texten und im Umgang mit denen, die sich keinen Reim darauf machen können, wird das ohnehin deutlich. Und genau dieses "No Risk – No Fun" hört man.

Man will gerne noch mehr fragen. Man will noch mehr erfahren. Thesen aufstellen, ob das jetzt der adrenalingeladene Soundtrack für Singles der Großstadt ist oder eher die romantische Einladung an jeden, der der großen Liebe bereits abgeschworen hat? "Im Idealfall ein Album, zu dessen Sound die Leute feiern gehen, ihre Major Love treffen, mit ihr schlafen, aufwachen und für immer leben", sagt das Trio darüber. Die Killerpilze sind drei charismatische junge Typen, die jetzt einfach nur ihre neue Musik auf die Bühnen bringen wollen. Also lassen wir sie. Sie haben hörbar, sichtbar und fühlbar was anders gemacht. "High" ist dabei raus gekommen. Hört selbst! (cw/pm)

Youtube | Killerpilze mit "Schneesonneschnee" aus dem neuen Album "High"
Tourdaten

08.04.2016 Stuttgart – Keller Klub
09.04.2016 Köln – Underground
16.04.2016 Wien – B72
21.04.2016 Frankfurt – Nachtleben
22.04.2016 Berlin – Musik & Frieden
23.04.2016 Hamburg – Marx


#1 omamamo
  • 23.03.2016, 21:40h

  • Das Cover erinnert mich stark an eine Kölsch-Werbung vom letzten Sommer: "so eine Frischheit"! Hat mir ECHT besser gefallen, als diese 2 1/2 Herren- plus Damenars.h!
    (Wer liest die versteckte Botschaft?)
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#2 JarJarProfil
  • 24.03.2016, 00:10hKiel
  • Die Killerpilze hatten damals das Problem als Gegenpart zu Tokio Hotel aufgebaut zu werden, dabei wollten die nie die kreischenden Mädchen die nur wegen ihnen kamen und nicht wegen der Musik.
    Und ja die hatten auch was ihren Style angeht mal ne schlimme Phase, aber die sind jung und da gibt es wohl schlimmeres. Lieder wie "Letzte Minute" finde ich ganz gut. Die können mehr als Funpunk, sind keine zusammen gecastete Truppe die nur des Geldes wegen spielen. Hab die Band immer im hinterkopf und schaue wenn was Neues kommt wie sie sich entwickelt haben und ich finde die entwickeln sich ganz gut.
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