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  • 22. März 2005, noch kein Kommentar

London Mehrere britische Schwule haben bereits am letzten Mittwoch gegen die Deutsche Bank in London demonstriert. Anlass ist die Klage eines ehemaligen Mitarbeiters über Diskriminierung aufgrund seiner sexuellen Orientierung, die im April vor Gericht verhandelt wird. Protestorganisator Peter Tatchell von der Homo-Organisation Outrage sagte, mit der Demo solle "der Deutschen Bank und anderen Firmen Druck gemacht werden", damit diese "Null Toleranz" gegenüber rassistischen und homophoben Belästigungen zeigten. Der Kläger Sid Saeed aus Pakistan arbeitet seit 1998 bei der Deutschen Bank, der Vizepräsident im Londoner Büro galt als "Orakel" im Bereich des Risk Managment. Im Zuge einer Untersuchung, die eingerichtet wurde, nachdem ein ehemaliger Mitarbeiter wegen fremden- und schwulenfeindlicher Sprüche eines Vorgesetzten die Bank verlassen und verklagt hatte, wurde seine sexuelle Orientierung bekannt. Seitdem bekam Saeed nur noch wenige wichtige Aufträge, dafür aber nach eigenen Angaben viele Sprüche von Mitarbeitern, darunter "gay boy", "fucking fag" und "shit stabber". Ein Vorgesetzer soll ihn gegenüber einem anderen vorgestellt haben als "nicht nur ein 'Paki', sondern auch ein 'Queer'". Die Deutsche Bank wehrte sich in der "Financial Times Deutschland" gegen die Vorwürfe: "Wir unterstützen ein offenes Arbeitsumfeld und die Vielfalt und Expertise unserer Angestellten, um unseren Kunden hervorragende Leistungen zu bringen." Das belege auch die Verleihung des Max-Spohr-Managementpreises der "Gay Manager" an die Bank. Seit 2003 sind in Großbritannien Klagen aufgrund von Diskriminierung im Bereich der sexuellen Orientierung möglich, Saeed kann wegen seines hohen Gehaltes bis zu einer Million britische Pfund Schadenersatz erreichen, schätzen Experten. (nb)