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  • 28.03.2016, 11:41h           8      Teilen:   |

Bunte Farben nicht erlaubt

Saudi-Arabien: Mann wegen Regenbogenfahne verhaftet

Artikelbild
In Saudi-Arabien hat die "Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern" auch alle Fahnenmasten im Blick (Bild: flickr / daniel zimmel / cc by 2.0)

In der saudi-arabischen Stadt Jeddah wurde ein Arzt von der Religionspolizei festgenommen, weil er an seinem Wohnhaus eine Regenbogenfahne an einem drei Meter hohen Mast gehisst hatte. Dies berichteten u.a. lokale Medien und CNN.

Gegenüber den Behörden sagte der Mann aus, er habe nicht gewusst, dass die Regenbogenfahne für die Lesben- und Schwulenbewegung stehe. Er habe die Flagge in einem Onlineshop bestellt, weil einem seiner Kinder die Farben so gut gefallen hätten. Nachdem er sich verpflichtete, die Fahne zu entfernen, wurde der Arzt gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt.

In Saudi-Arabien wird "unzüchtiges Verhalten", insbesondere Homosexualität, scharf verfolgt. Als selbst ernannter Gottesstaat hat das Land eine extremistische Auslegung der Scharia in der Landesverfassung verankert. Auf Homosexualität steht daher im Höchstfall die Todesstrafe, meist durchgeführt durch öffentliche Enthauptung.

Besonders gefürchtet ist die islamische Religionspolizei der "Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern". Die Einheit überwacht mit 3.500 Beamten das öffentliche Leben in Saudi-Arabien und überprüft unter anderem, ob sich Frauen in der Öffentlichkeit genug verschleiern. Die Moralbeamten haben auch das Recht, in Wohnungen einzudringen, da die Privatsphäre nicht als Grundrecht in Saudi-Arabien gilt. (cw)

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Tags: saudi-arabien, jeddah, religionspolizei, regenbogenfahne
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 Saudi-Arabien
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Reaktionen zu "Saudi-Arabien: Mann wegen Regenbogenfahne verhaftet"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
28.03.2016
16:04:11


(+4, 6 Votes)

Von Marek


"Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern"

"Religionspolizei"

Alleine schon diese Bezeichnungen sagen alles....


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#2
28.03.2016
20:57:04


(+5, 7 Votes)

Von Pfui


Und mit sowas macht unsere deutsche Bundesregierung Geschäfte.

Vor der Wahl hatte die SPD noch vollmundig versprochen, in solche Unrechts-Staaten keine Waffen mehr zu exportieren. Und jetzt lässt sich der Kriegstreiber Frank-Walter Steinmeier grinsend neben den Machthabern beim Abschluss des neuesten Waffen-Deals fotografieren. Und Sigmar Gabriel jubelt aus der Ferne...


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#3
29.03.2016
08:39:25


(+3, 5 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Gottesstaat.

Verkleinertes Weltbild, Ausgrenzung unerwünschter Natur, penibler Überwahn mit Polizeigewalt durchgesetzt.


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#4
29.03.2016
09:15:11


(-5, 5 Votes)
 
#5
29.03.2016
10:06:38


(+1, 5 Votes)
 
#6
29.03.2016
12:18:38


(+2, 4 Votes)

Von Heiner


Was machen die eigentlich, wenn nach einem Regen ein Regenbogen am Himmel ist?


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#7
29.03.2016
13:08:58


(+2, 6 Votes)

Von ganz einfach
Antwort zu Kommentar #6 von Heiner


Noch mehr beten. Für noch mehr Tage ohne Regen. Da ist noch Luft!

Bild-Link:
GloCli_Precipitation0801.gif


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#8
29.03.2016
14:17:42


(+2, 2 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Da müsste ja die Erfindung der Schwarz-Weiß-Sichtbrille gut gehen.

Oder drinnen beten. Dann sieht man's nicht.

Macht nur die SPD mit den Saudi's Geschäfte? Oder nicht viel eher der deutsche Staat?
Beim Geld hört der Humanismus doch eh auf, oder wird bestechlich...

Die können sich ihren Gottesstaat leisten. Traurig,aber wahr.


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