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  • 28.03.2016, 16:40h           34      Teilen:   |

Evangelische Kirche

Bischof Dröge für Trauungen von Lesben und Schwulen

Artikelbild
Markus Dröge; Jahrgang 1954, ist seit 2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Bild: Wiki Commons / A. Savin / CC-BY-SA-3.0)

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz will in Zukunft Traugottesdienste auch für eingetragene Lebenspartner zulassen und sie damit Eheleuten gleichstellen. Ein entsprechender Beschluss soll bei der Frühjahrstagung der Synode vom 8. bis 9. April 2016 verabschiedet werden.

Der Berliner Bischof Markus Dröge begrüßte die Pläne. "Das unterstütze ich sehr", sagte er gegenüber der Sonntagsausgabe der "Berliner Morgenpost". "Wichtig ist, dass zwei Menschen verlässlich und dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen wollen." Allerdings sollten Pfarrer und Gemeinden das Recht haben, Trauungen von homosexuellen Paaren aus Gewissensgründen abzulehnen, forderte Dröge. In diesen Fällen müsse den Paaren dann eine Alternative vermittelt werden.

Bisher sind in der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz nur kürzere Segnungsgottesdienste für Lesben und Schwule erlaubt. Von dieser Möglichkeit haben seit 2002 über 200 Paare Gebrauch gemacht.

Die Berliner Landeskirche wäre bundesweit die dritte der 20 EKD-Mitgliedskirchen, die eingetragene Partnerschaften bei Trauungen mit Ehen gleichstellt. Bisher sind Traugottesdienste für homosexuelle Paare nur in Hessen und Nassau sowie im Rheinland möglich. (cw)

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Tags: evangelische kirche, traugottesdienst, markus dröge
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Reaktionen zu "Bischof Dröge für Trauungen von Lesben und Schwulen"


 34 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
28.03.2016
19:58:44


(-3, 7 Votes)

Von Johannes45


Eine sehr erfreuliche Nachricht, wie ich finde

Nunmehr erlaubt also die 3. von 20 Landeskirchen der EKD kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare.

Jedem schwulen Katholiken in Berlin oder in Potsdam kann ich nur raten, tretet von der Katholischen Kirche zur Landeskirche Berlin-Brandenburg über, denn dort erhaltet ihr kirchliche Trauungen nach Eurem Gang zum Standesamt. Beim Vatikan hingegen wird Euch weiterhin laut katholischen Katechismus vorgepredigt, dass Ihr sündhafte Handlungen begeht, wenn Ihr mit Eurem Mann im Bett liegt.


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#2
28.03.2016
21:03:44


(+4, 8 Votes)

Von Bigotterie


"Allerdings sollten Pfarrer und Gemeinden das Recht haben, Trauungen von homosexuellen Paaren aus Gewissensgründen abzulehnen, forderte Dröge."

Das ist doch schon wieder scheinheiliger halber Kram. Der sagt nichts anderes als: "Ich bin zwar für die Gleichstellung, will aber genauso auch jedem erlauben, sich nicht daran zu halten und weiter andere Menschen diskriminieren zu dürfen."

Das ist so, als würde man sagen: "Ich habe ja nichts gegen Schwarze. Aber wer ihnem ins Gesicht spucken will und sie diskriminieren will, sollte dennoch das Recht dazu haben."

So kennen wir die Kirche (auch die evangelische): scheinheilig bis zum Geht-nicht-mehr...


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#3
29.03.2016
00:57:08


(-3, 7 Votes)

Von Johannes45
Antwort zu Kommentar #2 von Bigotterie


@Bigotterie
Sorry die Bigotterie hier in der Runde bist Du, atheistischer LinksparteiDad alias ....

Kirchenrechtlich hat jedes homosexuelle Paar, von denen zumindest ein Partner Mitglied der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist, künftig einen kirchenrechtlichen Anspruch darauf, in dieser evangelischen Landeskirche eine reguläre Trauung zu erhalten; und wenn vereinzelt ein Pfarrer dies nicht will, so stellt die Landeskirchenleitung künftig sicher, dass dann ein anderer Pfarrer/eine andere Pfarrerin die Trauung durchführt.

----

Bigotterie herrscht vielmehr in der römisch-katholischen Kirche, wo viele schwule Klemmschwestern Priester, Bischof und Kardinal sind und in den vergangenen Jahrhunderten waren und sich hinter dem Zölibat verstecken.


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#4
29.03.2016
07:32:46


(+4, 8 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #3 von Johannes45


wir haben nichts gegen homos, aber dürfen was gegen homos haben..
mehr bigotterie brauchts nicht, um das religiote zu überführen.&


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#5
29.03.2016
07:40:38


(+4, 8 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #3 von Johannes45


ps.. mir fällt da ein ähnlicher ungeist ein , der vormals ebenso zu unterscheiden wusste, was gut und lässlich sei..
"wer bei mir jude ist, bestimme ich.."
Aber euresgleichen wandern ja von gutwilligkeit zu gutwilligkeit.
Dumme Schafe im herdentrieb!


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#6
29.03.2016
10:35:53


(+5, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von Bigotterie


Das Doppelspiel ist vor allem pragmatisch bzw. zynisch.

Der Bischof muss sowohl den liberalen Mainstream als auch den evangelikalen Rand in seiner Kirche bedienen, der aber teilweise das Gemeindeleben trägt. Und natürlich auch Kirchensteuern zahlt.

Das Problem ist in Berlin-Brandenburg nicht so groß wie im Ländle oder in Nordhessen, aber es ist leider da.

Da die meisten von uns sowieso keine kirchliche Trauung wollen, können wir uns aber über einen politischen Erfolg freuen, wenn das durchkommt.

Denn ev. Kirche und Politik sind von Merkel bis Ramelow in Deutschland völlig identisch.

Der fanatischen Hasskultur in den selbsternannten 'evangelischen Arbeitskreisen' der CDU (Siehe BW) kommen die Tendenzen in den Landeskirchen jedenfalls nicht entgegen.

Wenn man vom braunen Sachsen und seinen 'Deutschen Christen' mal absieht.


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#7
29.03.2016
11:03:06


(+2, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Johannes45


""@Bigotterie
Sorry die Bigotterie hier in der Runde bist Du, atheistischer LinksparteiDad alias ....""..

Im Gegensatz zu Dir "arbeite" ich hier immer noch nicht mit unterschiedlichen Nicks..
Wozu auch ?
Regt es Dich doch viel mehr auf wenn der "Atheisten-Dad" Dir die Leviten liest..

Und was sagt der User "Bigotterie" Dir nun ?

""künftig einen kirchenrechtlichen Anspruch darauf""..

Das hat er nicht in Abrede gestellt, aber angemerkt das auch hier die einzelnen PfarreX diese "Gleichstellung" aus "Gewissensgründen" ablehnen dürften..

Wer Gleichstellung und Gleichberechtigung aus "Gewissensgründen" ablehnt, der hat dann wohl nicht verstanden, was ein "Gewissen" sein soll..

Und hier hilft es dann auch nicht auf die "noch schlechtere" Situation in der RKK zu verweisen, damit sich Dein "Gewissen" irgendwie ruhig stellen läßt..


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#8
29.03.2016
11:40:50


(+5, 7 Votes)

Von Bigotterie
Antwort zu Kommentar #3 von Johannes45


1. Lass mal Deinen Verfolgungswahn therapieren. Du bist ja besessen davon, dass hinter jeder Ecke "TheDad" lauert.

2. Ich wähle nicht die Linkspartei.

3. Ich wusste gar nicht, dass es verboten ist, Atheist zu sein. Ich lass Dir Deinen Glauben, dann erwarte ich auch, dass Du mir auch meinen lässt. Aber da sieht man wieder mal wie totalitär Religion ist.

4. Was macht man mit seinem "Anspruch" auf Trauung, wenn alle Pfarrer im näheren Umkreis das "aus Gewissensgründen" ablehnen? Zahlt die Kirche einem dann die Reisekosten, bis man einen gefunden hat, der das nicht ablehnt?

5. Was wäre, wenn alle Pfarrer das ablehnen würden?

6. Es geht darum, dass hier wieder mal schwule und lesbische Paare als Menschen 2. Klasse hingestellt werden. Und genau das passiert, wenn man jedem Pfarrer überlässt, ob er uns trauen will oder nicht.

7. Ich kann nichts dafür, dass Du im realen Leben keine Freunde hast. Aber musst Du uns deswegen mit Deinen dutzenden Kommentaren jeden Tag so nerven?


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#9
29.03.2016
11:48:18


(+3, 7 Votes)

Von Carsten AC


Wir legen gar keinen Wert auf die Anerkennung durch Kirchen, Sekten oder wie auch immer die sich nennen...

Die sollen sich nur endlich aus der Politik raushalten - so wie es in einer Demokratie eigentlich sein sollte, Stichwort: Trennung von Staat und Kirche.

Und die sollen aufhören, ihre Schäfchen gegen uns aufzuhetzen oder in gute (treue, monogame) und schlechte Schwule zu unterscheiden.


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#10
29.03.2016
12:10:38


(+3, 7 Votes)

Von Heiner


"Wichtig ist, dass zwei Menschen verlässlich und dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen wollen."

Was wichtig ist oder nicht, hat der uns nicht zu sagen. Wir leben so, wie wir es wollen. Und wenn wir nicht monogam leben, ist auch das UNSERE Entscheidung.

Wir lassen unsere Gleichstellung nicht an irgendwelche Bedingungen knüpfen, denn Grundrechte gelten für jeden - unabhängig von Bedingungen, die irgendein Pfaffe aufstellt.


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