Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 30.03.2016, 15:53h           3      Teilen:   |

Homophobe Fangesänge

Mexiko: Fußballverband startet Kampagne gegen Homophobie

Artikelbild
Fußballstars bitten ihre Fans in Kurzvideos, die Gegner nicht mehr als Schwuchteln zu beschimpfen

Mexikanische Fans haben in den letzten Jahren gerne mit homophoben Gesängen für Aufmerksamkeit gesorgt. Der Fußballverband will diese nun nicht mehr ignorieren.

Der mexikanische Fußballverband hat am Dienstag eine Kampagne gegen homophobe Sprechchöre gestartet. Die Aktion "Fußball umarmt dich" umfasst eine Reihe von 30-sekündigen Videos, in denen Nationalspieler wie Chicarito, Andrés Guardado oder Kapitän Rafael Márquez die Fans auffordern, während des Spiels kein diskriminierendes Verhalten an den Tag zu legen.

Die Aktion war kurz vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Kanada bekannt gegeben worden, das am Dienstagabend im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt ausgetragen wurde. Kurzvideos wurden auch im Stadion vor dem Spiel und während der Halbzeitpause gezeigt – allerdings ohne Erfolg: Bei diesem Match, das die Mexikaner mit 2:0 gewinnen konnten, waren erneut "Puto"-Rufe zu hören, ein spanisches Wort für Schwuchtel.

Youtube | Video des mexikanischen Fußballverbandes
Fortsetzung nach Anzeige


Fußballverband: Unsere Fans sind nicht wirklich homophob

"Für uns als Fußballverband sind diese Rufe unsäglich", erklärte Guillermo Cantú, der Generalsekretär des nationalen Fußballverbandes. Homophobie habe im Stadion nichts zu suchen. Gleichzeitig schränkte der frühere Mittelfeldspieler aber ein, er glaube nicht, dass die Fans eine homosexuellenfeindliche Intention hätten, sondern lediglich "Spaß haben" wollten. "Wir müssen ihnen sagen, dass es bessere Arten gibt, ihren Enthusiasmus zu zeigen und den Gegner zu verunsichern", so Cantú. Er befürchte ferner, dass die Rufe dem internationalen Ansehen des mexikanischen Fußballs schaden könnten.

Die homophoben Schlachtrufe sind in den letzten Jahren immer populärer in Mexiko geworden. Sie ertönten auch bei der Fußball-WM 2014. Damals weigerte sich der Weltfußballverband FIFA jedoch, dieses Verhalten zu sanktionieren (queer.de berichtete).

Allerdings scheint die FIFA inzwischen genug von den homosexuellenfeindlichen Gesängen zu haben: Im Januar sprach der Weltverband eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Schweizer Franken (18.000 Euro) gegen den mexikanischen Verband aus, weil Fans in einem Spiel gegen El Salavador im November 2015 den gegnerischen Torhüter homophob beschimpft hatten. Die Mexikaner legten Berufung gegen die Geldstrafe ein. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 3 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 458             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: mexiko, fußball, sport, mexiko-stadt
Schwerpunkte:
 Mexiko
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Mexiko: Fußballverband startet Kampagne gegen Homophobie"


 3 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
30.03.2016
16:08:59
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Marc


Da müsste auch Deutschland noch viel aktiver werden...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
31.03.2016
13:03:50


(+3, 3 Votes)

Von Mariposa


Y tu ??? Yo tambien, por supuesto !!

Gracias por este campana salida muy bien.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
01.04.2016
10:24:12


(+2, 2 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Unsere Fans sind nicht wirklich homophob"

Das stimmt sogar, aber sozial-, gesellschaftlich gefroren, wie die gesammte Menschheit!!!!!!!!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 Ort: Mexiko-Stadt


 BOULEVARD - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Neue AfD-Hetze: Björn Höcke fürchtet sich vor Analverkehr Jetzt unterschreiben: Kein Schmusekurs mit Homo-Hassern in Bayern! Landtagsdebatte in Sachsen-Anhalt: Die AfD sagt der "Normabweichung" Homosexualität den Kampf an Volker Beck: Nicht vor Homophobie von Muslimen zurückweichen
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt