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Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Bayern will Schüler über LGBT aufklären


Im CSU-Land wird "Toleranz und Akzeptanz gegenüber sexuellen Orientierungen" offizielles Unterrichtsziel (Bild: Volksschule 3, Villach)

Der Schulunterricht im Freistaat soll Jugendlichen künftig helfen, "ihre geschlechtliche Identität sowie sexuelle Orientierung zu finden und anzunehmen".

Das Kultusministerium des Freistaats Bayern hat seine "Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung" überarbeitet. Im Vergleich zu der derzeit gültigen Fassung aus dem Jahr 2002 (PDF) soll künftig die Vielfalt der Lebenswirklichkeiten von Menschen im Unterricht abgebildet werden. "Die Vielfalt der Lebensformen und die Themen Hetero-, Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität werden dabei ohne persönliche Wertung durch die Lehrkraft angesprochen", heißt es im Entwurf der neuen Richtlinien (PDF). Laut einem dpa-Bericht sollen sie "bald" in Kraft treten.

"Sexualität ist Teil der menschlichen Existenz", heißt es im Entwurf der CSU-Landesregierung unter dem Punkt "Aufgaben und Ziele": "Familien- und Sexualerziehung in der Schule begleitet den körperlichen, geistigen und seelischen Reifungsprozess der Kinder und Jugendlichen, hilft ihnen dabei im Zuge ihrer Persönlichkeitsentwicklung Gefühle differenziert wahrzunehmen und ihre geschlechtliche Identität sowie sexuelle Orientierung zu finden und anzunehmen."

Die Vermittlung der Inhalte zum Themenfeld "Geschlechterrollen und Identitätssuche" sollen je nach Schulart und Alter der Schüler die Fächer Deutsch, Kunst, Musik, Religionslehre und Ethik übernehmen. Schüler in den Jahrgangsstufen 7 und 8 "reflektieren sexuelle Orientierung im Spannungsfeld gesellschaftlicher Normen, sozialer Umwelt und persönlicher Freiheit", heißt es im Entwurf. Sie "zeigen Toleranz und Akzeptanz gegenüber sexuellen Orientierungen" in den Jahrgangsstufen 9 und 10 sowie "achten die eigene sexuelle Orientierung und lassen Diversität zu".

Lehrerverband vermisst Regenbogenfamilien

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) begrüßte den Entwurf des Ministeriums als "einen Schritt in Richtung einer modernen Familien- und Sexualerziehung, die dem Wandel in unserer Gesellschaft entspricht". Viele Fragen der Schüler blieben zu Hause oftmals unbeantwortet, erklärte Präsidentin Simone Fleischmann gegenüber dpa. "Ganz besonders Homosexualität ist ein großes Thema, bei dem auch die Schulen Verantwortung übernehmen müssen."

Für Fleischmann geht der Entwurf des Kultusministeriums allerdings nicht weit genug, so würden beispielsweise keine Regenbogenfamilien erwähnt: "Schwule oder lesbische Elternpaare gibt es immer öfter. Konkret angesprochen wird das Thema aber auch in den neuen Richtlinien nicht."

Darüber hinaus kritisierte der BLLV, dass in den Grundschulen keine außerschulischen Experten hinzugezogen werden dürfen. (cw)



#1 hugo1970Profil
  • 03.04.2016, 17:16hPyrbaum
  • Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aaaber ein großer Schritt in der Welt der csu.

    Warum nicht schon im Kindergarten?

    Und vor allem, WARUM DÜRFEN IN GRUNDSCHULEN KEINE AUßERSCHULISCHEN EXPERTEN HINZUGEZOGEN WERDEN????
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#2 NecroProfil
  • 03.04.2016, 18:11hKaufbeuren
  • Alles schön und gut, aber für Schülerinnen und Schüler, die nun nach diesem Schuljahr in die 11. Klasse kommen, ist das alles zu spät.
    An meiner Schule wird zwar Sexualkunde unterrichtet, aber sobald sich ein Schüler in irgendeiner Art outet, ist er sofort unten durch. Und die jüngeren Schüler sollen natürlich auf die großen aufschauen und es ihnen nachmachen. Dann machen sie aber die gleichen Fehler nach, die diese bereits machen. Und was kommt dann? Sie lehnen Anderssexuelle ab und bleiben in ihrer Engstirnigkeit gefangen.

    In meinen Augen sollte es für jede Klasse ab der achten eine ganze Aufklärungswoche geben. ABER für alle Klassen, auch die, wo Biologie nicht mehr unterrichtet wird.
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#3 FredinbkkProfil
  • 03.04.2016, 18:32hBangkok
  • .....je nach Schulart und Alter der Schüler die Fächer Deutsch, Kunst, Musik, Religionslehre ...

    na da hoffen wir mal, dass nicht der RKK Pfaffe eine Aufklaerung nach "Bibelart" in der sogenannten Religionslehre (Leere) ( eigendlich Sektenlehre) den Kindern "antut" .....

    im Bundesland wo fruher jeder zweite Mann Josef und jede zweite Frau Maria hiess...
    duerfen da einige Zweifel angebracht sein....
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#4 herve64Profil
  • 03.04.2016, 19:56hMünchen
  • Antwort auf #2 von Necro
  • Erst mal eine grundlegende Lektion im Fach Deutsch: "die, wo" gibt es einfach nicht. Was du meinst, sind "diejenigen, die".

    Ansonsten werte ich es erst einmal grundsätzlich positiv und bin angenehm überrascht, dass ausgerechnet in einem Land, von dem man es am Allerwenigsten erwartet, etwas in Richtung LGBTIs im Lehrplan entwickelt.

    Wie das Ganze dann en detail aussieht, wird man abwarten müssen, aber zumindest ist damit schon mal ein entscheidender Schritt gemacht worden.
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#5 PfoteAnonym
#6 TheDadProfil
  • 03.04.2016, 22:50hHannover
  • Antwort auf #4 von herve64
  • ""Erst mal eine grundlegende Lektion im Fach Deutsch: "die, wo" gibt es einfach nicht.""..

    Sei gnädig mit ihm..
    Laut Profil ist der Jung erst 17, und Kaufbeuren nicht unbedingt eine Hochburg der Hochdeutschen Sprache..
    Da kann man solche "lokalen Idiome" auch in der Schreibe schon einmal durchgehen lassen..
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#7 omamamo
  • 04.04.2016, 01:22h
  • Antwort auf #6 von TheDad

  • Dies ist kein Deutschkurs sondern ein Meinungsforum!
    Es geht um Inhalte und nicht um Grammatikregeln oder Diktate von vermeintlichen oder tatsächlichen Deutschlehrern. Ausserdem ist es sehr kleingeistig, wenn man ungefragt einen Fremden mit Formalien belehrt - einfach nur schlechter Stil, der ganz negativ auf den Besserwisser zurück fällt.
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#8 la_passanteAnonym
#9 Homonklin44Profil
  • 04.04.2016, 07:10hTauroa Point
  • "die,wo" ist im süddeutschen Raum durchaus üblich, auch als 'maulfaul' für "die, von wo (an)" oder "die, ab wo" gebräuchlich.

    Na dass in Bayern überhaupt die Aufklärung verbessert wird und GLBTIQ vorkommen soll, sollte doch dezent erfreulich sein, auch wenn es schade ist, Regenbogenfamilien auszuklammern.

    Lehrer haben doch aber wohl etwas wie Ermessensspielraum und man könnte meinen, die addieren diesen Bereich doch selbständig dazu.
    Zumindest solche, die nicht ohnehin unter Groll den Plan ausführen, weil vielleicht latent homophob vorgefärbt.
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#10 Musthave---Anonym
  • 04.04.2016, 08:08h

  • Mmh, hatt man das der CSU befreundeten Frau Kelle schon beigebracht oder wie wird es dan mit den Demonstrationen laufen die sie und Andere nun veranstalten müssen ?
    Oder hatt man zusammen mit Bibelianern und anderen Reaktionären ein Placeboprogramm als Mogelpackung ausgeteufelt ?
    Ja und die Masche des Wind aus den Seegeln nehmens kennen sie ja mehr oder weniger von Merkel.
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