Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 04.04.2016, 14:04h           4      Teilen:   |

Regenbogenparteien

Schottland: Vier Parteichefs sind out

Artikelbild
Labour-Chefin Kezia Dugdale hat eine Freundin (Bild: The Scottish Parliament)

Mit dem Coming-out der Labour-Chefin sind nun vier Parteivorsitzende im nach Unabhängigkeit strebenden Landesteil lesbisch oder schwul.

Die schottische Labour-Vorsitzende Kezia Dugdale hat sich am Wochenende in einem Interview beiläufig geoutet. Die 34-Jährige erklärte im Magazin der sozialistischen "Fabian Society": "Ich habe eine weibliche Partnerin. Ich rede darüber nicht sehr viel, weil ich nicht denke, dass das notwendig ist." Sie erklärte ferner, dass sie "ein Stückchen Stabilität" in ihrem Privatleben brauche, stellte aber klar, dass sie nicht öffentlich darüber sprechen möchte: "Mein Privatleben ist mein Privatleben", so Dugdale.

In Schottland haben sich damit auffällig viele führende Politiker als schwul oder lesbisch geoutet: Bereits in den letzten Jahren hatten die Chefin der Konservativen, Ruth Davidson, Grünen-Chef Patrick Harvie sowie der Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei UKIP, David Coburn, offen über ihre Homosexualität gesprochen. UKIP ist allerdings in Schottland mit einem Stimmenanteil von unter zwei Prozent praktisch bedeutungslos, da sich die Partei auf einen spezifisch englischen Nationalismus konzentriert.

Fortsetzung nach Anzeige


Auch Schottland-Minister ist schwul

Zu den geouteten Schottenführern kommt der britische Schottland-Minister David Mundell von den Torys hinzu, der Anfang des Jahres erstmals öffentlich über sein Schwulsein gesprochen hatte (queer.de berichtete). Mundell war der einzige Konservative, der bei der Unterhauswahl im vergangenen Jahr einen der 59 schottischen Wahlkreise gewinnen konnte.


Schottland-Minister David Mundell


Schottland gilt als LGBT-freundlichster Landesteil des Vereinigten Königreiches. Bereits 2012 hatten sich alle fünf im Landesparlament vertretenen Parteien für die Öffnung der Ehe ausgesprochen (queer.de berichtete).

Regierungspartei wirbt für LGBT-Rechte

Auch die Regierungspartei, die linksliberale Scottish National Party, und die beliebte Partechefin und Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon gelten als äußerst LGBT-freundlich. Sturgeon hat für die schottischen Regionalwahlen im Mai einen Fünf-Punkte-Plan für die Verbesserung von LGBT-Rechten angekündigt. Sie möchte insbesondere das Coming-out an Schulen durch verpflichtenden Sexualkunde- und Beziehungsunterricht sowie eine bessere Ausbildung der Lehrer erleichtern und die Rechte von Transsexuellen verbessern.

Umfragen zufolge wird die SNP bei den Wahlen zulegen und zwischen 50 und 60 Prozent der Stimmen erhalten. Damit kann die Partei wohl weiterhin mit absoluter Mehrheit regieren. Hauptziel der EU-freundlichen Partei ist die Unabhängigkeit Schottlands. Dieses Thema könnte wieder auf der Tagesordnung stehen, sollten die Briten beim EU-Referendum im Juni für einen Austritt stimmen, obwohl die Mehrheit der Schotten in der EU bleiben will. Dann gilt es als wahrscheinlich, dass die SNP nach der verlorenen Abstimmung 2014 ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum ansetzt. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 4 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 174             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: schottland, kezia dugdale, patrick harvie, ruth davidson
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Schottland: Vier Parteichefs sind out"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
04.04.2016
16:39:41


(+3, 3 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Meine Hochachtung vor diesen wahrheitsliebenden Politikern, die zugleich Geheimschutz für ihr Privatleben reklamiert. Möge sich die Klatschreporter-Meute bitte mit ihren Super-Fotoapparaten zurückhalten; ich sage nur Diana.

Deutsche Politiker brauchen sich nicht zu outen, meistens kennt man die schon vorher ...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
04.04.2016
18:14:20
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von Luca


Wir sind mehr als manche Leute denken....

Wir sollten nur viel mehr zu uns selbst stehen und uns offener zeigen. Dann gelingen die rechtliche Gleichstellung und der gesellschaftliche Wandel viel schneller.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
04.04.2016
20:02:46


(+3, 3 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


Au!, ja!!, das währe ein Schlag, mitten ins gesicht der briten, wenn sie tatsächlich aus der EU austreten wollen und Schottland sich abschpaltet und damit höchstwahrscheinlich in der EU bleibt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
04.04.2016
21:14:07


(0, 2 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgFalkenhagen


ala altmaier???


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 Ort: Edinburgh


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Die SPD und der Paragraf 175 Österreich: Van der Bellen ist neuer Bundespräsident Von Drogen und Dreiern Drei Barkeeper in Berlin homophob beleidigt
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt