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  • 05.04.2016, 09:11h           30      Teilen:   |

Methodenschatz "Echte Vielfalt unter dem Regenbogen"

Opposition beklagt Homo-Filz in Schleswig-Holstein

Artikelbild
Alle hinter eine Fahne: Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit (SPD, 4.v.l.) mit LSVD-Sprecherin Konstanze Gerhard (2.v.l.) und anderen Aktivisten beim Hissen der Regenbogenfahne zum Kieler CSD 2013 (Bild: LSVD Schleswig-Holstein)

Mit einem Antrag im Landtag fordert die CDU, dass der LSVD angeblich unberechtigte Fördermittel an das Land zurückzahlen soll.

In Schleswig-Holstein gibt es weiter Streit um den im Auftrag der Landesregierung vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) erarbeiteten Methodenschatz "Echte Vielfalt unter dem Regenbogen" für Grundschulkinder. Weil die rot-grün-dänische Landesregierung die Unterrichtsmaterialien trotz Überarbeitung für nicht geeignet hält, fordert die CDU vom LSVD-Landesverband die Rückzahlung des dafür gezahlten Honorars.

"Der Landtag fordert die Landesregierung auf, die bereits ausgezahlte Vergütung für die Teilleistung 'Schulmaterialien' bei der Erarbeitung eines Aktionsplanes gegen Homophobie zurückzufordern", heißt es in einem Antrag der Union (PDF), der am 14. April im Bildungsauschuss auf der Tagesordnung steht.

Insgesamt hatte der LSVD Schleswig-Holstein vom Land 50.000 Euro erhalten. Für das in Zusammenarbeit mit dem Kieler Petze-Institut erstellte "Präventionskonzept Bildung", dessen Schwerpunkt der Methodenschatz bildete, waren 20.000 Euro vorgesehen.

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CDU: Auftragsvergabe an LSVD "grob fahrlässig"

Anfang 2015 wurde ein vorläufiger Entwurf des Methodenschatzes vermutlich von Homo-Gegnern geleakt
Anfang 2015 wurde ein vorläufiger Entwurf des Methodenschatzes vermutlich von Homo-Gegnern geleakt

"In dem Vertrag mit dem LSVD ist ausdrücklich vereinbart, dass Entgelte minimiert werden können, wenn die Arbeitsergebnisse Mängel aufweisen. Davon hat die Ministerin aber keinen Gebrauch gemacht", kritisierte der CDU-Landtagsabgeordnete Volker Dornquast gegenüber den "Lübecker Nachrichten". Bereits bei der Vergabe des Auftrags an den Lesben- und Schwulenverband habe die Landesregierung "grob fahrlässig" gehandelt. "Man kann die Erarbeitung objektiver Unterrichtsmaterialien nicht an einen Interessenverband geben."

Die FDP geht in ihrer Kritik sogar noch einen Schritt weiter, sie vermutet eine Art Homo-Filz in Schleswig-Holstein: "In der Gesamtbetrachtung wird man leider den faden Beigeschmack nicht los, dass es SPD und Grünen weniger um die Sache ging, sondern mehr darum, ihnen nahestehende Interessengruppen Projektmittel zuzuleiten", so die Landtagsabgeordnete Anita Klahn.

Die Landesregierung selbst eiert seit Monaten herum. Eine offizielle Begründung, warum der vom LSVD erarbeitete Methodenschatz ungeeignet sei, steht bislang aus. Sozialministeriumssprecher Christian Kohl erklärte im Februar gegenüber den "Lübecker Nachrichten", dass es zwar zutreffe, dass die Materialien "in der vorliegenden Form nicht direkt geeignet waren", dennoch würden sie an den Grundschulen im Heimat-, Welt- und Sachkundeunterricht durchaus "einbezogen". Der LSVD habe sämtliche Leistungen erbracht.

Ein geleakter vorläufiger Entwurf des Methodenschatzes (PDF) hatte Anfang 2015 zu Empörung bei konservativ-religiösen Gruppen sowie bei einigen Regionalmedien geführt. Vor allem die Formulierung "Hin und wieder gibt es einen Papa und eine Mama" in einem Lückentext zum Thema "Patchworkfamilien und Regenbogenfamilien" war heftig kritisiert worden. Die aktuelle Fassung der Unterrichtsmaterialien hält die Landesregierung unter Verschluss.

Der vor einem Jahr geleakte Entwurf, der sich an Schüler der dritten und vierten Klasse richtet, enthielt u.a. ein Kreuzworträtsel ("Eine Frau, die in eine Frau verliebt ist, ist …"), ein Bastel-Spiel "Meine Zukunftsfamilie" sowie das Lied "Du bist ein Regenbogenkind" samt Noten. (cw)

Links zum Thema:
» Der Vertrag zwischen der Landesregierung und dem LSVD als PDF
Mehr zum Thema:
» Schleswig-Holstein: Aufklärung über sexuelle Vielfalt auf Eis? (09.10.2015)
» Schleswig-Holstein: Künstliche Empörung über Aufklärungspläne (21.01.2015)
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Tags: schleswig-holstein, methodenschatz, lsvd, grundschule
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Reaktionen zu "Opposition beklagt Homo-Filz in Schleswig-Holstein"


 30 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
05.04.2016
09:34:06
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(+11, 11 Votes)

Von Greenbasic


Bei der Homophobie liegt die CDU mit der AfD gleich auf.

Nicht das man die rechte AfD oder CDU wählt.
Es ist eine Feststellung


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#2
05.04.2016
09:49:24


(+9, 11 Votes)

Von myystery


Die FDP zeigt sich auch wieder besonders homofreundlich. Ist die Jahresration an Scheinheiligkeit nach Westerwelles Tod schon wieder aufgebraucht?


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#3
05.04.2016
10:24:26
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(+10, 12 Votes)

Von Nico


>> Die FDP geht in ihrer Kritik sogar noch einen Schritt weiter, sie vermutet eine Art Homo-Filz

Die FDP ist so verzweifelt, dass sie vor nichts mehr zurückschreckt.

Dabei ist doch gerade die FDP die Filz-Partei schlechthin. Ich erinnere nur mal an die Teppich-Affäre von Dieter Niebel, an Silvana Koch-Merin, die zu kaum einer Sitzung des EU-Parlaments geht und sich lieber fürs Nichtstun bezahlen lässt. Oder an die dubiosen Geschäfte von Michael Mronz bei eigentlich diplomatischen Treffen. Etc etc etc...

Die FDP ist doch eine verfilzte Selbstbedienungs-Partei, wie sie im Buche steht.


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#4
05.04.2016
10:45:42


(+12, 12 Votes)

Von DANKE


für die Anbiederung der "rot-grün-dänischen" Landesregierung an den faschistoiden Mob = Steilvorlage für CDU/FDP/AfD...

Das Muster ist inzwischen bestens bekannt, während LGBTI-Jugendlichen weiterhin ihre Jugend geraubt wird.

"Die Landesregierung selbst eiert seit Monaten herum...
Ein geleakter vorläufiger Entwurf des Methodenschatzes (PDF) hatte Anfang 2015 zu Empörung bei konservativ-religiösen Gruppen sowie bei einigen Regionalmedien geführt."


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#5
05.04.2016
10:45:58
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(+9, 11 Votes)

Von Luca


Dass CDU und FDP vor keiner Homohetze zurückschrecken, wenn es ihren Interessen dient, ist ja leider nichts neues. Zur Mobilisierung ihrer Wähler gehen die skrupellosen Opportunisten von Union und FDP über Leichen.

Das ist aber auch nur möglich, weil die Landesregierung so rum eiert. Man hat ja auch in Baden-Württemberg gesehen, dass dieses zaghafte Verhalten die Homohasser erst stark macht.


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#6
05.04.2016
11:13:12


(+7, 9 Votes)

Von Mariposa


FDP-Frontmann Kubicki in SH sollte sich schämen, auf den "Homophobiezug" aufzuspringen. Gerade er hat Schwarz-Rot Untätigkeit in Sachen Eheöffnung etc. vorgeworfen. Anscheinend ist er inzwischen mit Frau Kelle gut befreundet, beide waren ja Gast in der umstrittenen Sexismus-Sendung bei Plasberg.

Von der CDU nix Neues - der Landesverband SH gilt eh als einer der konservativsten. Momentan fällt man auch mit fragwürdigen Parolen auf, man möge bitte Schweinefleisch in den Kantinen anbieten, ist ja immerhin deutsches Kulturgut....


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#7
05.04.2016
12:33:27


(-13, 15 Votes)

Von Johannes45


Ich bin kritisch, ob dies schon in der Grundschule sein muß.

Als ich über den Antrag im LSVD auf der Jahreshauptversammlung in Berlin abgestimmt hatte, ging es mir eher um die Thematisierung von LGBT-Themen in der 8./9 und 10. Klasse auf den Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen. Mir ging es darum, das Homosexualität und Regenbogenfamilien im Schulstoff bis zum Abitur von den Lehrern verpflichtend fachübergreifend und altersgerecht vermittelt wird. In meiner Schulzeit war dies nämlich auf die Gymnasium nie thematisiert worden.

In der Grundschule finde ich, bedarf es dieser Thematik noch nicht.


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#8
05.04.2016
12:59:21
Via Handy


(+6, 10 Votes)

Von Greenbasic
Antwort zu Kommentar #7 von Johannes45


Sie wissen schon, dass Homosexualität in erster Linie nichts mit Sex zu tun hat! Der Ausdruck ist unglücklich gewählt. Weiß aber jetzt auch kein besseren.

Und weil "Homosexualität" angeboren ist und immer mehr Kinder in Regenbogenfamilien aufwachsen, ist es wichtig es schon in der Grundschule bzw. in der Kita zu unterrichten!


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#9
05.04.2016
13:19:00


(+2, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Greenbasic


""Sie wissen schon, dass Homosexualität in erster Linie nichts mit Sex zu tun hat! Der Ausdruck ist unglücklich gewählt. Weiß aber jetzt auch kein besseren.""..

Schwul..


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#10
05.04.2016
13:25:50


(+8, 10 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von Johannes45


Na ?
Endlich die Mitgliedschaft bei den "besorgten Eltern" gaschafft ?

""Ich bin kritisch, ob dies schon in der Grundschule sein muß.""..
""In der Grundschule finde ich, bedarf es dieser Thematik noch nicht.""..

Im Kindergarten und in der Grundschule werden die Grundlagen geschaffen, die dazu führen das LGBTTIQ-Kinder in der Weiterführenden Schule gemobbt und verachtet werden !

Wenigstens die Grundlagen die Eltern ihren Kindern nicht schon vorher beigebracht haben..

Wer das Übel nicht an der Wurzel packt, wird das Unkraut Homophobie auch nicht aus dem Garten kriegen..

Aufklärung MUSS im Kindergarten und der Grundschule beginnen..
Vor allem deshalb, weil Kinder Heute oft schon mit NEUN Jahren in die Pubertät kommen..


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