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  • 05.04.2016, 14:45h           29      Teilen:   |

Zwischenfall beim Clásico

"Schwuchtel"-Rufe gegen Cristiano Ronaldo

Artikelbild
Cristiano Ronaldo wurde zunächst von gegnerischen Fans als Schwuchtel beschimpft und erzielte dann den Siegtreffer.

Der FC Barcelona muss wegen homophober Ausbrüche seiner Fans während einer Schweigeminute mit einer Strafe rechnen.

Ein homophober Zwischenfall hat das "Clásico", das Aufeinandertreffen von Spaniens zwei besten Fußballteams, überschattet: Vor dem Liga-Spiel des FC Barcelona gegen Real Madrid am Samstag hatten katalanische Fans während einer Schweigeminute für die kürzlich verstorbene niederländische Fußballlegende Johan Cruyff "Cristiano, maricón" (Cristiano, Schwuchtel) gebrüllt. Damit wollten sie Cristiano Ronaldo, den portugiesischen Superstar der Madrilenen, aus dem Konzept bringen.

Die "Spanische Beobachtungsstelle gegen LGBT-Phobie" hat am Montag eine Beschwerde bei der staatlichen Kommission gegen Gewalt im Sport eingereicht. Nach einem Anti-Gewalt-Gesetz aus dem Jahr 2007 kann Intoleranz durch Fans mit einer Geldstrafe geahndet werden.

Francisco Ramirez, der Chef der Beobachtungsstelle, forderte eine empfindliche Strafe für Barcelona. Er kritisierte die Katalanen dafür, sich in Vereinswerbespots ein liberales Image zu geben, aber nichts gegen Homophobie zu unternehmen. Es handle sich allerdings um ein nationales Problem, da seit Jahren "Spieler und Schiedsrichter in spanischen Stadien mit homophoben Sprüchen beleidigt" würden, die verantwortlichen Mannschaften aber bislang kaum sanktioniert worden seien.

Youtube | In diesem Video sind die “Cristiano maricón”-Rufe zu hören
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"Böswillige Gerüchte" gegen Ronaldo

Ramirez erklärte weiter, dass sich die meisten homophoben Sprüche gegen Ronaldo richten würden. Gegen den dreifachen Weltfußballer des Jahres würde "böswillige Gerüchte über seine sexuelle Orientierung von Journalisten, Spielern und Fans rivalisierender Fans" verbreitet. Es sei beschämend, dass der Vorwurf der Homosexualität immer noch genutzt werde, "um einen großartigen Fußballspieler zu verunglimpfen". Er kritisierte auch die verantwortlichen Sportbehörden, die bei Homophobie im Sport beide Augen zudrückten, während bei Rassismus oder Ausländerfeindlichkeit sofort Strafen verhängt werden würden.

Immerhin haben die homophoben Sprüche den Barcelona-Fans nicht geholfen: Das Spiel ging mit 1:2 verloren. Mehr noch: Ronaldo erzielte wenige Minuten vor Spielende den Siegtreffer.

Bereits seit Jahren gibt es Homo-Gerüchte um Cristiano Ronaldo. So wurde er etwa 2013 von der US-Sängerin Rihanna aus Versehen geoutet (queer.de berichtete). Ronaldo selbst hat sich in der Vergangenheit LGBT-freundlich gegeben. So begrüßte er 2010, dass sein Heimatland Portugal Schwule und Lesben im Ehe-Recht gleichgestellt hat (queer.de berichtete). Im selben Jahr gab er in sozialen Netzwerken die Geburt eines Sohnes bekannt.

Zuletzt hatte vor allem der mexikanische Verband mit homophoben Sprechchören für Empörung gesorgt. Auch der Weltfußballverband FIFA wurde von LGBT-Aktivisten kritisiert, weil er sich bei der WM 2014 weigerte, homophobes Fan-Verhalten zu sanktionieren (queer.de berichtete). Das änderte sich erst Anfang des Jahres, als Mexiko wegen homofeindlicher Gesänge eine Geldstrafe in Höhe von 18.000 Euro zahlen musste. Daraufhin startete der Verband eine Kampagne gegen Homophobie (queer.de berichtete). (dk)

Mehr zum Thema:
» Cristiano Ronaldo zum Anfassen (15.01.10)
» Schwule schmachten nach Cristiano Ronaldo (05.06.09)
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Tags: fußball, sport, cristiano ronaldo, spanien, barcelona, fc barcelona, real madrid
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Reaktionen zu ""Schwuchtel"-Rufe gegen Cristiano Ronaldo"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
05.04.2016
15:40:07


(-7, 13 Votes)

Von wiking77
Profil nur für angemeldete User sichtbar


naja wundervoll wäre es schon wenn Ronaldo schwul wäre. Er ist es ja auch vermutlich, wenn er von Rihana versehentlich geoutet wurde. Er hat eine Vorzeigefreundin (wie Lahm) aber die nicht die Mutter seines Kindes ist. Und von heterosexuellen Exzessen hat man bislang von ihm auch nichts gehört.


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#2
05.04.2016
16:33:21


(+5, 13 Votes)

Von latin1977
Antwort zu Kommentar #1 von wiking77


boah du bist so ekelig!
hauptsache am thema vorbei den blick starr auf den schritt gerichtet.


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#3
05.04.2016
16:44:22


(+6, 10 Votes)

Von David77


Wenn derjenige ja "soooo waaaahnsinnig guuuut aussieht", dann ist ihm der Rest egal...


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#4
05.04.2016
16:57:50


(-1, 7 Votes)

Von said


jada wird schon was dran sein warum fährt er denn soviel nach Marokko


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#5
05.04.2016
17:07:20


(-6, 8 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von wiking77


Link zu www.bild.de



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#6
05.04.2016
17:33:24


(-5, 7 Votes)

Von GeorgG


Nun, der Besuch von Ronaldo bei einem Transvestiten vor einigen Jahren und seine Beteuerungen, er habe gedacht, es sei eine "richtige" Frau und alles sei nur ein Versehen gewesen, ging tagelang durch die Medien. Bei vielen bleibt dies in Erinnerung. Fußballspieler könen sicherlich in Ländern wie den Niederlanden, Deutschland und Skandinavien offen schwul/bisexuell sein, aber wohl nicht in heißblütigen romanischen Ländern.


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#7
05.04.2016
18:48:35


(+9, 9 Votes)

Von thought
Antwort zu Kommentar #4 von said


Selbst wenn da "was dran" ist, macht ihn (oder wen auch immer) das nicht zu einer "Schwuchtel". Alles klar?


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#8
05.04.2016
18:54:29


(-6, 10 Votes)

Von Johannes45


Also da es bereits Bilder von Ronaldo aus dem letzten Jahr gibt, wo er von dem Boxer Badr Hari getragen wird:

*
Link zu www.pinknews.co.uk
(Pinknews: Cristiano Ronaldo marries boxer Badr Hari in anti-gay Morocco)

scheint an dem Gerücht doch mehr dran zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, das ein heterosexueller Profifussballer ein solches Foto mit einem Boxer zulassen würde.


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#9
05.04.2016
19:15:47


(+4, 6 Votes)

Von userer
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Antwort zu Kommentar #6 von GeorgG


GG: "in Ländern wie den Niederlanden, Deutschland und Skandinavien offen schwul/bisexuell sein, aber wohl nicht in heißblütigen romanischen Ländern"

1. Es gibt in Deutschland m. W. keinen einzigen offen schwulen, aktiv spielenden Profifußballer (1. Bundesliga)

2. Eine Formulierung wie "heißblütige romanische Länder" ist an Dämlichkeit und geistiger Antiquitiertheit kaum zu überbieten und passt nahtlos in diese Gedankenwelt:
Bild-Link:
308376.jpg


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#10
05.04.2016
19:39:06


(-1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Johannes45


""scheint an dem Gerücht doch mehr dran zu sein.""..

Das Ronaldo im Stadion homophob angegriffen wurde, ist alles andere als ein "Gerücht"..

Das auch nicht dazu geeignet ist hier wild zu spekulieren, ob, oder ob nun nicht..

Beleidigend ist das Verhalten dieser Leute die sich "Fußball-Fans" nennen, in jedem Fall..

""Ich kann mir nicht vorstellen""..

Du kannst Dir überhaupt nur sehr wenig "vorstellen"..
Das ist aber ein völlig anderes Problem..


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