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Das queere Angebot bei Maxdome ist übersichtlicher geworden (Bild: Screenshot Maxdome)

Viele Nutzer des Videoportals sind außer sich, weil viele queere Filme verschwunden sind. Maxdome versichert aber, dass man kein heterosexuelles "Familienportal" werden wolle.

Seit letzter Woche sind viele Homo-Filme von Maxdome, der Video-on-Demand-Plattform des Medienunternehmens ProSiebenSat.1 Media, von der Seite entfernt worden. Von vormals Hunderten in der Unterkategorie Queer aufrufbaren Produktionen, die von Abonnenten kostenlos angesehen werden können, sind derzeit nur noch zehn vorhanden – darunter "Brokeback Mountain", "Liberace" und "Aimée & Jaguar".

Viele queer.de-Leser zeigten sich darüber empört: "Ich hielt das anfangs für einen schlechten Aprilscherz", beklagte sich ein Nutzer des Videoportals aus Bayern. Filme von Filmverlegern wie Salzgeber oder ProFun konnten von einen auf den anderen Tag nicht mehr abgerufen werden.

Maxdome: "Reguläres Portfoliomanagement"

Ein Maxdome-Sprecher versicherte gegenüber queer.de allerdings, dass es sich bei den Änderungen um "reguläres Porfoliomanagement" handle. "Es geht auch nicht darum, beispielsweise ein reines Familienportal zu werden", sagte der Sprecher. Man könne jedoch keine Details zu Verträgen mit Einzelfirmen nennen. Letztlich sei es denkbar, dass in Kürze wieder deutlich mehr Titel auftauchten. Außerdem sei das Portal im Umbruch und würde in den nächsten Wochen einer "grundsätzliche Neuausrichtung" unterzogen.

Bei Maxdome können Filme zu einem Einzelpreis entweder auf dem Fernseher, dem Computer, einer Spielkonsole oder dem Smartphone angesehen werden. Nutzer können für derzeit 7,99 Euro monatlich auch ein Abo abschließen, mit denen sie viele Filme und Serien kostenlos ohne Begrenzung ansehen können.

Größte Konkurrenten von Maxdome sind die aus den USA stammenden Dienste Netflix und Amazon Video, die ebenfalls Abo-Modelle anbieten. Keines der Portale hat dabei ein umfassendes Angebot mit allen Filmen und Serien, zeigen dafür aber im Abo exklusiv eigenproduzierte Sendungen. Darunter sind einige preisgekrönte queere Serien: "Orange is the New Black" ist beispielsweise in Erstausstrahlung nur bei Netflix zu sehen, während Amazon "Transparent" zeigt. (dk)



#1 Thomas66578Anonym
  • 06.04.2016, 16:42h
  • Ich habe gleich bei Maxdome nachgefragt, aber leider bis heute keinerlei Antwort. So viel zum Kundenservice. Wenn hier nicht bald eine Reaktion erfolgt, werde ich mein Abo kündigen, ist ja angeblich jederzeit ohne einhalten einer Kündigungsfrist telefonisch möglich. Mal sehen, ob das wenigstens stimmt.
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#2 LucaAnonym
  • 06.04.2016, 18:15h

  • Wenn von ehemals hunderten Filmen in der Kategorie "Queer" nur noch 10 (!) übrig bleiben, hat das nichts mit "regulärem Portfoliomanagement" zu tun. Das ist übliches Marketing-Geschwätz...

    Wenn die Filme nicht wieder aufgenommen werden, kann man von Maxdome nur abraten!!
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#3 AlexAnonym
  • 06.04.2016, 18:35h

  • Komisch nur, dass das "Reguläre Portfoliomanagement" hunderte queerer Spielfilme betrifft, aber kaum Hetero-Filme.

    Hat wohl doch eher was mit Zensur zu tun, nachdem sich Homohasser beschwert haben.

    Da bleibt uns nur noch der Boykott von Maxdome.
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#4 MilaAnonym
  • 06.04.2016, 19:16h
  • Antwort auf #3 von Alex
  • Unglaublich... Erst vor wenigen Wochen habe ich mich bei Maxdome wegen der guten Auswahl an queeren Filmen angemeldet und letzte Woche war ich total verwundert, wieso es plötzlich so viel weniger waren.
    Meine Kündigung ist schon rausgegangen.
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#5 TeddyberlinAnonym
  • 06.04.2016, 19:35h
  • Auch ich habe sofort maxedome geschrieben und keine Antwort erhalten. Man könnte eine Aktion zur Bereinigung vermuten. Ich vermeide bewusst eine andere Wortwahl. Bleibt bitte dran.
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#6 Daniel HamburgAnonym
  • 06.04.2016, 20:10h
  • Ich hab gestern Abend an maxdome geschrieben und gefragt, ob die die queeren FIlme bewusst alle aus dem Programm genommen haben, oder ob das an Lizenzen liegt. Ich glaube, dass quasi fast alle queeren Filme über ProFun oder Salzgeber vertrieben werden. Weiterhin hab ich geschrieben:
    Sollten die Filme nicht wieder aufgenommen werden, würde ich kündigen, da maxdome sonst kein für mich Interessantes Angebot hat.

    Daraufhin habe ich heute eine Mail bekommen, ich solle doch bitte die FAQ genauer lesen. Und, jetzt kommts, in einer zweiten Mail kam eine Kündigungsbestätigung!! Dabei habe ich gar nicht offiziell gekündigt!

    Schade schade....
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#7 Venice 89Anonym
  • 06.04.2016, 23:14h

  • Schonmal daran gedacht das es ggf auch am Lizenzgeber liegen könnte ubd nicht an Maxdome? Also mal prüfen von wem die Filme sind und da nachfragen und nicht direkt auf Maxdome rumhacken ...
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#8 homooeconomicusAnonym
  • 07.04.2016, 00:26h
  • Antwort auf #7 von Venice 89
  • Dem kann ich mich nur anschließen. Finde die deutliche Einschränkung des Angebots auch ärgerlich, aber wittert doch nicht gleich die große Anti-Homo-Verschwörung... Immerhin gibt es überhaupt ein gewisses Queer-Angebot bei Maxdome, wenn auch nun klar zu wenig. Viele Jahre war es dagegen außergewöhnlich gut, im Gegensatz zu den anderen großen Anbietern. Bei Netflix zB gibt es zwar einige wenige Serien mit LGBT-Charakteren, aber nennenswerte Filme, gar in einer eigenen Kategorie, sucht man da vergeblich. Amazon ist mit Transparent zwar was Großes gelungen, aber darum herum sieht es auch mager mit einschlägigen Filmen oder Serien aus.
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#9 AndyAnonym
  • 07.04.2016, 07:11h
  • Ganz abgesehen von dem Angebot der Queerfilme, deretwegen ich auch zwei Mal ein Maxdome-Abo abgeschlossen habe, kann ich dieses Portal absolut nicht empfehlen. Bei mir gab es haufenweise technische Probleme, einige Filme ließen sich gar nicht abspielen, manche nur in bestimmten Browsern und auch zahlreiche Mails mit dem Support haben keine Hilfe gebracht. Dazu ist das Angebot (abgesehen von den Queerfilmen) wirklich schlechter als bei anderen Portalen. Auch die Werbung gefällt mir nicht. So haben sie ein Bild von Staffel 3 der Serie DIE BRÜCKE abgebildet, bieten aber nur Staffel 1 und 2 im Abo-Paket an. Also ich empfehle: Finger weg von Maxdome. Da gibt es nur Ärger. Nehmt lieber Netflix oder Watchever (bei Amazon Prime gibt es bei mir ebenfalls oft Probleme mit der Erreichbarkeit oder der HD-Qualität).
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#10 homo socialisAnonym
  • 07.04.2016, 11:34h
  • so läuft das, wenn gleichberechtigung den gesetzen des "marktes" und profits unterworfen ist. je nach konjunktur und businessplan mal so und mal anders.
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