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  • 07.04.2016, 11:47h           61      Teilen:   |

Hassverbrechen in Berlin

Mann in Frauenkleidern bei brutalem Übergriff schwer verletzt

Artikelbild
Anders als in anderen Städten informiert die Berliner Polizei explizit über Straftaten mit homo- und transphobem Hintergrund

Wegen seines Fetischs wurde ein 47-Jähriger am Mittwoch in Berlin von einem Trio angegriffen – er erlitt einen Kiefer- sowie Armbruch und verlor mehrere Zähne.

Im Berliner Bezirk Reinickendorf wurde am Mittwochabend ein Transvestit von Unbekannten angegriffen und dabei schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Opfer um einen 47-jährigen Mann, der als Fetisch Frauenkleider trägt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen war der Angegriffene gegen 18 Uhr am Schäfersee unterwegs, als ihn zwei Unbekannte aufgrund seiner Aufmachung verbal attackierten und bedrängten. Hier soll der verängstigte 47-Jährige nach einem Messer in seiner Jacke gegriffen haben. Einer der Täter habe ihn jedoch entwaffnet und dabei verletzt. Eine 26 Jahre alte Passantin ging dazwischen und trennte die Männer. Das Duo entfernte sich daraufhin in Richtung Simmelstraße.

Fortsetzung nach Anzeige


Nach der Schlichtung tauchte ein dritter Angreifer auf

Plötzlich soll jedoch ein weiterer Unbekannter auf das Opfer zugegangen, es unvermittelt mit großer Gewalt ins Gesicht geschlagen und ihm dabei schwere Gesichtsfrakturen zugefügt haben. Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr brachten den Verletzten ins Krankenhaus, wo Ärzte ihn stationär aufnahmen. Bei dem 47-Jährigen wurde ein Kiefer- sowie ein Armbruch diagnostiziert, außerdem wurden ihm mehrere Zähne ausgeschlagen.

Nach Angaben der Zeugin soll sich bei den Tätern um drei junge Männer zwischen 20 und 30 handeln. Zwei sollen "südländisch" aussehen und etwa 1,75 Meter groß sein. Beide hatten kurze, dunke Haare. Der dritte Mann, der dem 47-Jährigen brutal ins Gesicht schlug, hatte kurze gelbblonde Haare, war schlank und sah laut Polizei "mitteleuropäisch" aus.

Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. (cw/pm)

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Tags: transphobe gewalt, berlin, schäfersee, polizeibericht
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Reaktionen zu "Mann in Frauenkleidern bei brutalem Übergriff schwer verletzt"


 61 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
07.04.2016
12:10:31


(+5, 11 Votes)

Von Svetlana L


Wie klein und minderwertig müssen sich die Angreifer fühlen, wenn sie sich auf diese brutale Art und Weise Befriedigung verschaffen müssen.
Der Vorfall zeigt aber leider auch, dass Regierung, Parteien, NGOs usw. noch und nöcher Vielfalt und Toleranz (geschweige denn Akzeptanz) predigen können - bis das auch beim letzten Menschen auf der Straße angekommen ist dauert es wahrscheinlich noch eine lange Zeit, die vermutlich nicht in Tagen, Monaten oder Jahren, sondern eher in Generationen gemessen werden muss.
Dem Opfer wünsche ich gute Besserung!


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#2
07.04.2016
12:49:23


(+9, 13 Votes)

Von ehemaligem User Monster_Baby


Furchtbar, dass es solche Arschlöcher gibt, die mit ihrem eigenen Leben nicht klar kommen und ihren Hass an Menschen auslassen, die nicht in ihr Weltbild passen. Obwohl Deutschland ein wohlhabendes Land ist und die meisten in einer relativen Sicherheit leben, ist doch eine Verrohung in ALLEN Gesellschaftsschichten zu beobachten. Ignoranz, Intoleranz und Fanatismus fallen dort auf einen besonders guten Nährboden, wo sich Stadtquartiere rasant verändern, weil - wie in Berlin - Geld in Immobilien fließt und ärmere Schichten aus der Innenstadt verdrängt werden (z.B. nach Reinickendorf). Das soll keine Entschuldigung für Hassverbrechen sein, sondern eher ein Hinweis, dass körperliche Gewalt nur die Spitze des Eisbergs ist und dass Hass nicht dort ausgelebt wird, wo er entsteht. Es ist ein Treten nach "unten" - zumindest aus der Sicht der Täter. Hoffentlich heilen die physischen und psychischen Verletzung so gut es möglich ist nach so einer Erfahrung.


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#3
07.04.2016
12:55:38


(+10, 14 Votes)

Von Gleiche Rechte
Antwort zu Kommentar #1 von Svetlana L


"dass Regierung, Parteien...noch und nöcher Vielfalt und Toleranz (geschweige denn Akzeptanz) predigen können..."

Und wo tun Regierung und (welche?) Parteien das Ihrer Meinung nach?

Mit der demonstrativen Verweigerung gleicher Rechte, eines wirksamen Schutzes vor Diskriminierung (Blockade in ganz Europa!), dem gezielten Unsichtbarmachen und Totschweigen homophober Hassverbrechen ebenso wie der Suizide homosexueller Jugendlicher, der Nichtumsetzung wissenschafts- und faktenbasierter Sexualaufklärung vom frühkindlichen Alter an und und und...

Oder die "öffentlich-rechtlichen" Medien mit ihrem durchgehenden Heterosexismus?


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#4
07.04.2016
13:06:25


(+3, 15 Votes)

Von GEWALTTAETERN


Danke auch an alle, die in dieser Gesellschaft schon Kindern eine immer aggressiver heterosexistische Kleiderordnung aufzwingen. Während Jungs und Männer überall verhüllt werden, müssen schon Mädchen mit String-Bikini im Schwimmbad herumhüpfen und sogar im tiefsten Winter ihre internalisierte Objektrolle mit Miniröckchen ausfüllen usw. Der "Markt" gibt vor, was angeblich "in" und "männlich"/"weiblich" ist. Sogar im Mittelalter war man in dieser Hinsicht weiter. Die betreffenden Geschäftetreiber ebenso wie die Medienkonzerne, die diesen widerlichen Sexismus, der eine ganz klar heteronormative und homophobe Komponente beinhaltet, überall in die Köpfe hämmern, sind wesentlich verantwortlich für alltägliche (hetero-) sexistische und homophobe Gewalt.


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#5
07.04.2016
13:23:28
Via Handy


(-10, 20 Votes)

Von hans-bambel
Antwort zu Kommentar #4 von GEWALTTAETERN


" Während Jungs und Männer überall verhüllt werden"

Ja ne ist klar...überall Männer in Burkas :)

OMG


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#6
07.04.2016
13:31:36
Via Handy


(+12, 14 Votes)

Von Mode Bilder


Wieso gilt es als normal wenn eine Frau im Kleid rumläuft, wenn dies ein Mann tut aber als Fetisch.

Ich wüsste nicht dass wir mit Kleidung geboren werden oder das die Natur sagt, Männer müssen Hosen anziehen und Frauen Röcke.

Btw, ich bezweifle das es als gesellschaftlich ähnlich wahrgenommen wird, wenn eine Frau "Männerkleidung" trägt.

Fängt schon bei Babys an, das gibt auch eine Freundin von mir zu: Sie hat keine Probleme damit, dass ihre kleine Baby- Tochter blaue Anziehsachen von ihrem Bruder trägt. Aber wenn das Gewchlechterverhältnis umgekehrt wäre, würde sie ihrem Baby- Jungen keine rosa Sachen seiner Schwester anziehen.

Kein Wunder das, wenn 2016 in Deutschland schon bei Babys penibelst darauf geachtet wird "geschlechterkonforme" Farben ( was ein Witz) zu tragen und das es bei kleinen Jungs, im Gegebsatz zu Mädchen, ein Nogo ist, "weibliche" Kinder- Kleidung zu tragen, dass es noch Anfeindungen und sogar Angriffe gibt.
Interessanterweise machen Mütter ( obwohl sie Frauen sind) da mit, wenn es darum geht weibliches als Erniedrigung für Jungs zu sehen...wenn sie schon bei ihren Baby- Jungen so handeln.
Sie diskredieren damit unbewusst auch ihr eigenes Geschlecht, da sie weibliches als "nicht gut genug" für ihren Jungen ansehen. Blau an ihren Babymädchen ist aber vergleichsweise in Ordnung.

Wenn man von klein signalisiert kriegen würde, dass man unabhängig seines Geschlechts tragen darf was man will und wenn Mütter keine Kriese kriegen nur weil zB der Sohn mit rosa Shirt in den Kindergarten geht ( wo sie bei der Tochter das akzeptiert), erst dann wird man es auch als normal empfinden.

Denn Aussagen, Mädchen würden von Natur aus zu rosa und Röckrn greifen, Jungen zu blau und Hosen, entbehrt jeder Logik, denn früher gab es für Babys und Kinder ganz andere Farben als Geschlechterhinweis...soviel zu angeblich "Natur"
Auch der Rock hat in der Modegeschichte der Erde eine lange Tradition.
Es ist also nicht von "Natur aus" so.


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#7
07.04.2016
13:35:25


(+2, 8 Votes)

Von hene
Antwort zu Kommentar #1 von Svetlana L


"Der Vorfall zeigt aber leider auch, dass Regierung, Parteien, NGOs usw. noch und nöcher Vielfalt und Toleranz (geschweige denn Akzeptanz) predigen können - bis das auch beim letzten Menschen auf der Straße angekommen ist dauert es wahrscheinlich noch eine lange Zeit, die vermutlich nicht in Tagen, Monaten oder Jahren, sondern eher in Generationen gemessen werden muss."

Das ist ja auch nicht verwunderlich, wenn Gewalttaten nicht angemessen bestraft werden.
Asoziale gibt es immer und wird es immer geben, die Politik der letzten Jahrzehnte hat allerdings den Schutz vor diesen immer weiter zertrümmert. Täterschutz vor Opferschutz ist das aktuelle Credo.
Wenn Angriffe und Gewalttaten bagatellisiert werden und Intensivtäter frei herumlaufen, aber beispielsweise 'GEZ nicht bezahlen' mit Erzwingungshaft geahndet wird, dann braucht man sich nicht fragen wo das Problem in der Gesellschaft ist.


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#8
07.04.2016
13:53:31


(+3, 11 Votes)

Von Svetlana L
Antwort zu Kommentar #3 von Gleiche Rechte


1. heißt predigen ja noch lange nicht machen
2. sollte man sich nicht immer nur das Negative rauspicken, sondern vielleicht auch mal positives würdigen
3. z.B. Bildung von Antidiskriminierungstellen in Bund und Ländern, Aktionsprogramme, Weiterbildungsangebote, Förderung entsprechender Organsiationen und Projekte ...
Dass man noch viel mehr machen könnte, insbesondere auch in rechtlicher Hinsicht, steht ja außer Frage, und wahrscheinlich sind diese Beispiele für Sie ja nur Blendgranaten um "nichts" machen zu müssen


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#9
07.04.2016
14:00:05


(+2, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von hene


""aber beispielsweise 'GEZ nicht bezahlen' mit Erzwingungshaft geahndet wird""..

Btw..

Link zu www.huffingtonpost.de


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#10
07.04.2016
14:01:28


(-8, 20 Votes)

Von TheMum
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das weckt finsterste Erinnerungen...

Zwei Südländer und ein Mitteleuropäer also? Nun, Mitteleuropäer können Schweizer, Deutsche oder Österreicher aber auch genauso gut Polen, Slowaken oder Ungarn sein und bei denen weiß man ja, wie es mit den LGBTTIQ-Rechten steht.

Auch hier bestätigt sich wieder was ich grundsätzlich immer sage. Das Problem besteht in erster Linie (hier 2/3) aus jungen Männern aus südlichen, fast immer muslimisch geprägten Ländern und natürlich auch aus jungen Männern aus anderen Gesellschaften mit tief verankerter homophob-sexistischer Tradition, die bis heute unverändert anhält bzw. gerade eine Renaissance erlebt.

Jetzt kann man nur hoffen, dass der arme Mann nicht auch noch dafür zur Rechenschaft gezogen wird, sich mit einem Messer verteidigen zu wollen. Das wäre ja im Land der Täter-Opfer-Umkehr nur allzu erwartbar.

Den Tätern wünsche ich eine saftige Strafe mit umfassender Entschädigung des Opfers und wenn die das nicht wollen am besten sofortige Ausweisung sofern möglich.


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