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Die CSD-Organisatoren engagieren sich für LGBT-Geflüchtete (Bild: flickr / Andreas Gerhold / by 2.0)

  • 7. April 2016, 14:00h
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    Hamburg

Die Mitgliederversammlung des Hamburg Pride e.V. hat am Mittwoch einstimmig beschlossen, einen Sonderfonds für LGBT-Refugees aufzulegen, der mit mindestens 20.000 Euro gefüllt wird. Eine gleich hohe Summe hatte unlängst die Hamburgische Bürgerschaft gewährt, die sich alle in diesem Bereich tätigen Initiativen und Vereine in der Hansestadt teilen müssen.

Das Geld für den Sonderfonds stammt aus dem Verkauf der Anteile des Vereins an der Eventagentur, mit der Hamburg Pride seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet. Dieser Verkauf war nach Angaben des Vereins erfolgt, um eine transparente Trennung von ehrenamtlichen und kommerziellen Strukturen herbeizuführen.

Initiativen, Gruppen und Vereine, die in Hamburg im Bereich LGBT-Flüchtlinge arbeiten, können ab sofort bei Hamburg Pride eine finanzielle Unterstützung für ihre Arbeit beantragen. Die genauen Modalitäten können beim CSD-Vorstand erfragt werden. Sie werden außerdem in Kürze auf hamburg-pride.de veröffentlicht.

"Wir wollen als zivilgesellschaftlicher Akteur und als wichtige Stimme der Hamburger Community deutlich machen, dass der Bedarf in diesem Bereich wesentlich größer ist, und unseren Beitrag dazu leisten, dass Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität bzw. Orientierung verfolgt werden und in Hamburg Schutz suchen, auf ihrem weiteren Weg beraten und würdig behandelt werden können", erklärte hierzu der Vorstand des Vereins.

Die CSD-Organisatoren sind in der Flüchtlingsfrage sehr engagiert: Der Hamburg Pride hatte sich etwa im Februar in einem Offenen Brief (PDF) gegen die Verschärfung des Asylrechts eingesetzt. Kritisiert wurden insbesondere die schwarz-roten Pläne, Algerien, Marokko und Tunesien zu "sicheren Herkunftsstaaten" zu erklären, obwohl Homosexuelle dort staatlich verfolgt werden.

Der 36. Hamburg Pride findet vom 30. Juli bis 7. August statt. In diesem Jahr lautet das CSD-Motto: "Normal ist, wer Menschen achtet" (queer.de berichtete). (pm/dk)