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  • 07.04.2016, 16:36h           12      Teilen:   |

Alabama

Sex-Affäre: Homofeindlichem Gouverneur droht Amtsenthebung

Artikelbild
Sind die Tage des Republikaners Bentley gezählt?

Über vermeintlich unmoralische Homosexuelle hat Robert Bentley immer die Nase gerümpft. Doch jetzt holt den Hardliner ein peinlicher Skandal mit einer rund 30 Jahre jüngeren Frau ein.

Robert Bentley muss sich womöglich als erster Gouverneur in der Geschichte Alabamas einem Amtsenthebungsverfahren stellen. Abgeordnete beider Parteien sprechen sich dafür aus, Anhörungen für ein "Impeachment" gegen den erzkonservativen republikanischen Regierungschef zu starten. Grund ist, dass der 73-Jährige offenbar eine Affäre mit seiner politischen Beraterin Rebekah Mason hatte.

"Dieser Gouverneur hat das Vertrauen des Volkes von Alabama missbraucht. Seine Taten und seine Lügen lassen uns daran zweifeln, dass er ein guter Anführer ist", sagte der Abgeordnete Ed Henry – immerhin ein Parteifreund Bentleys – am Dienstag in einer Pressekonferenz. Er stellte daher mit mehreren anderen Politikern den Antrag auf Amtsenthebung. Es ist unklar, ob das Verfahren Aussicht auf Erfolg hat; ein politischer Schaden für Bentley gilt aber als sicher.

Die Affäre ist insbesondere deshalb heikel, weil sich Bentley, ein ehemaliger baptistischer Prediger, selbst stets als Saubermann präsentiert hatte, aber gerne gegen Homosexuelle austeilte. So sagte er etwa, dass nur eine heterosexuelle Familie stabil sein könne, nicht aber gleichgeschlechtliche Beziehungen. Nach der Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare im Juni 2015 bekräftigte er, dass er sein Leben lang an die "biblische Definition der Ehe" glaube, die "in unserer Gesellschaft seit tausenden von Jahren verankert ist". In sozialen Netzwerken ist daher gerade unter Schwulen und Lesben die Schadenfreude über den Fall des Gouverneurs besonders groß.

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Scheidung kurz nach der Goldenen Hochzeit

Rebekah Mason ist offenbar mehr als nur eine Beraterin des Gouverneurs
Rebekah Mason ist offenbar mehr als nur eine Beraterin des Gouverneurs

Das Saubermann-Image von Bentley bekam bereits im Herbst letzten Jahres Risse: Damals wurde bekannt, dass seine Frau die Scheidung beantragt hatte – nach über 50(!) Jahren Ehe. Vor zwei Wochen wurde der Presse dann eine zweieinhalbminütige Aufnahme eines Turtel-Telefonats mit Bentleys Gespielin Rebekah Mason aus dem Jahr 2014 zugespielt, in der der Gouverneur unter anderem sagte, wie gerne er ihre Brüste berühre. Bentley hat aber stets abgestritten, eine "körperliche Affäre" mit Mason – eine Kandidatin für das "Amt" der Miss Alabama 1990 – gehabt zu haben. Inzwischen schweigt er zu allen Vorwürfen.

Alabama gilt nach Mississippi als konservativster Bundesstaat der USA. Auch mit LGBT-Rechten tut sich der Staat schwer: Bis 2003 war dort homosexueller Sex offiziell strafbar. Auch die vom Supreme Court in Washington angeordnete Öffnung der Ehe wurde in den letzten Monaten von der Staatsmacht bekämpft. So hat der Chefrichter des Bundesstaates im Januar das erneute Verbot der gleichgeschlechtlichen Eheschließung angeordnet (queer.de berichtete). Allerdings geben die meisten Standesbeamten Ehe-Scheine trotzdem an Homo-Paare ab (queer.de berichtete).

Youtube | Aktueller Bericht im nationalen Nachrichtensender MSNBC

Erzkonservativer Baptist

Gouverneur Bentley hatte in der Vergangenheit immer wieder auch jenseits von LGBT-Fragen mit erzkonservativen Ansichten für Kopfschütteln gesorgt. 2011 schaffte er es etwa in die internationale Presse, als er sagte, dass er nichts mit Leuten zu tun haben wolle, die einen anderen Glauben haben als er: "Jedem, der heute hier ist und der nicht Jesus Christus als seinen Erlöser akzeptiert hat, sage ich: Du bist nicht mein Bruder, du bist nicht meine Schwester", so Bentley bei einer Andacht in einer Kirche in Birmingham.

Kritisiert wurde auch, dass Bentley 2011 das schärfste Ausländergesetz der USA in seinem Staat einführte. Das führte zu einigen Irritationen, etwa als ein hochrangiger deutscher Manager des Konzerns Mercedes-Benz, ein großer Arbeitgeber im strukturschwachen Bundesstaat, verhaftet wurde, weil er nur einen deutschen Personalausweis mit sich führte. (dk)

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Tags: alabama, republikaner, robert bentley, usa
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Reaktionen zu "Sex-Affäre: Homofeindlichem Gouverneur droht Amtsenthebung"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
07.04.2016
19:20:37


(-9, 11 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014


Der Artikel hat unterstes Bildzeitungs-Niveau. Das Privatleben von Politikern geht die Öffentlichkeit nichts an. Wieso queer.de darüber berichtet, ist noch weniger klar, da er es ja nicht mit einem seiner Berater getrieben hat


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#2
07.04.2016
19:30:22


(+4, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Dont_talk_about


""Der Artikel hat unterstes Bildzeitungs-Niveau. Das Privatleben von Politikern geht die Öffentlichkeit nichts an.""..

Interessante Ansicht..

Was genau macht das "Privatleben" dieses verheirateten Priesters so anders, als daß Privatleben von Volker Beck, das es "die Öffentlichkeit" nichts anginge ?

Die "Moralvorstellungen" dieses Mannes haben direkten Einfluß auf die Politik im Staate Alabama, und die gehen so weit, das er anderen Menschen die Bürgerrechte beschneiden will, bloß weil sie LGBTTIQ sind !

Das geht JEDEN etwas an !
Und es wird höchste Zeit das solche Leute aus den Ämtern entfernt werden !


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#3
07.04.2016
19:35:47


(+5, 7 Votes)

Von Talk_about_it
Antwort zu Kommentar #1 von Dont_talk_about


"Der Artikel hat unterstes Bildzeitungs-Niveau."

Und du schaffst es immer wieder, dieses Niveau zu unterbieten. Jedesmal wenn man denkt "schlimmer geht es nimmer" setzt du noch einen drauf.
Schlimmer und dämlicher geht es bei dir immer.
Du hängst schon so tief in den Ärschen konservativer Politiker, dass man eine neue Spielart nach dir benennen kann:
Tiefseefisting à la Don't talk about!
Vergiss dabei nicht die Tauchermaske und den Schnorchel!

"Das Privatleben von Politikern geht die Öffentlichkeit nichts an."

Und mit welchem Recht äußert sich ein ÖFFENTLICHER Politiker ÖFFENTLICH über das PRIVATLEBEN anderer und diffamiert sie?
Was geht IHM das denn an? Was geht es ihm im ALLTÄGLICHEN UMGANG (!!!) an, ob sein gegenüber gläubig ist, oder nicht?
Sowas gehört zurecht angeprangert!
Beantworte mal die Frage: Wieso dürfen andere nicht das, was er sich rausnimmt? Wieso darf er nicht sein eigenes verlogenes Verhalten zu spüren kriegen? Wieso gewährst du ihm einen Freifahrschein?

"Wieso queer.de darüber berichtet, ist noch weniger klar,"

Und wieso du dies kommentierst und es schaffst die Dämlichkeit deiner vorherigen Aussagen im nächsten Satz zu überbieten, ist noch viel weniger klar.


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#4
07.04.2016
20:31:14
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Dont_talk_about


"Das Privatleben von Politikern geht die Öffentlichkeit nichts an"

Normalerweise gäbe ich dir recht. Du hast aber schon mitbekommen, dass dieser scheinheilige Priester UNSEREINER Privatleben aufs übelste diffamiert und Regenbogenfamilien das Recht auf Familie abspricht?

Solche religiösen Arschlöcher müssen in jedem Fall und immer entlarvt werden!!!


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#5
07.04.2016
20:59:17


(+7, 7 Votes)

Von American_alien
Aus Hannover (Niedersachsen)
Mitglied seit 18.09.2014


Typisch verlogene, erzreligiöse, Heuchler

Selbst Wasser predigen, aber Wein saufen...

Hat vermutlich auch gepredigt, dass Sex nur in der Ehe stattzufinden hat und das Fremdgehen eine große Sünde wäre...

Ehrlich gesagt hätte ich mir "gewünscht", dass der Kerl ein heimliches Verhältnis mit einem Typen/Escort gehabt hätte, dann wäre sein Ruf noch deutlich befleckter und es würde wieder ein Mal diese Hassprediger ad absurdum führen...

Zumal der Kerl ja wirklich kein Blatt vor den Mund genommen hat, wenn es darum ging, Schwule und Lesben, bzw. deren Beziehungen herabzuwürdigen

Na ja, man(n) kann nicht alles haben


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#6
07.04.2016
22:59:54


(-7, 9 Votes)

Von Dont_talk_about
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 14.01.2014
Antwort zu Kommentar #2 von TheDad


Denkfehler Herr Kollege. Du unterstellst implizit, dass die schwulenfeindlichen Positionen des Politikers ok wären, wenn er denn selber ein solides Privatleben hätte


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#7
08.04.2016
00:26:22
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von Nico


Ist doch immer dasselbe:
Die ganzen Hetzer wollen nur von sich selbst ablenken...


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#8
08.04.2016
00:35:58


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Dont_talk_about


""Du unterstellst implizit, dass die schwulenfeindlichen Positionen des Politikers ok wären, wenn er denn selber ein solides Privatleben hätte""..

Zumindest wären sie dann "moralisch integer" innerhalb seiner "Denkweise"..
Eine Erkenntnis die sich euch "Moralisten" natürlich nicht erschließt..

Und es ist nicht mein Denkfehler, sondern Deiner..
Ich unterstelle das nicht, sondern verweise darauf, daß Leute wie Du hier mit einem "unterschiedlichem Maß" "argumentieren", nämlich dem, das Leute wie Robert Bentley ihr Fehltritt verziehen werden müßte, und im Geheimen zu verbleiben hätte, während man das Privatleben von anderen in die Öffentlichkeit zerren dürfte..
Das ist nach wie vor falsch, denn wenn man über Politiker berichtet, dann über ALLE..
GLEICHE RECHTE FÜR ALLE
gilt dann nämlich auch hier..

Im Gegenteil..
Du wertest hier anders, wenn Du schreibst :
""Wieso queer.de darüber berichtet, ist noch weniger klar, da er es ja nicht mit einem seiner Berater getrieben hat""..

Ob er seine Beraterin, seinen Berater, oder einen Esel dazu genutzt hat, die Instabilität seiner heterosexuellen Beziehung zu beweisen, ist dort völlig uninteressant..

Seine Politik betrifft hier explizit die Rechte von LGBTTIQ's in Alabama, was es automatisch zum Bericht für Queer.de macht..

Du unterstellst daß das Leben eines heterosexuellen Priesters, der seine eigenen "moralischen Regeln" bricht, die Öffentlichkeit nichts anginge, während man das Leben eines Drogen konsumierenden Schwulen Mannes durch den Dreck ziehen dürfte, und er wegen seines Verhaltens politisch "nicht mehr tragbar" wäre..

Beck hat niemanden aufgefordert Drogen zu nehmen..

Robert Bentley hat noch vor wenigen Tagen ein Gesetz in Kraft gesetzt, das mit der Begründung arbeitet, LGBTTIQ's könnte man nicht gleichstellen, weil deren Beziehungen nicht "stabil genug" seien..

Du hast hier wie so oft das Maß der Dinge völlig überschätzt, denn Herr Beck hat bestenfalls sich selbst "geschädigt", während Leute wie Robert Bentley der Bevölkerung und der Verfassung Schaden zufügen..

Solche Leute sind daher politisch nicht tragbar..


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#9
08.04.2016
01:11:56


(+5, 5 Votes)

Von Lovestern
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 29.07.2014
Antwort zu Kommentar #1 von Dont_talk_about


Doch, das Privatleben von Politikern geht uns dann etwas an, wenn es fundamental dem widerspricht, was sie von sich geben und in Gesetze gießen. Denn dann überführt sie das der Lüge, und wenn ein politisch Verantwortlicher sehr, sehr dreist lügt, dann geht das seine Wähler sogar hochgradig an.

Außerdem wird in den USA jedes kleine schmutzige Geheimnis und jede Peinlichkeit ausgegraben und gegen den Gegner verwendet. Muss man nicht gutheißen, aber das ist ja auch deren politisches System, und nicht unseres. Unsere Kanzler hatten teilweise reihenweise Affären (Brandt, zum Beispiel), aber das interessiert bei uns Niemanden. Weil sich ja auch keiner der Kanzler als moralische christliche Instanz hinstellt.

Auch unsere derzeitige Kanzlerin hätte in den USA null politische Chancen als Kinderlose. Geht in den USA gar nicht. Ein Politiker muss dort Kinder vorweisen können.


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#10
08.04.2016
13:05:50


(+4, 4 Votes)

Von TheMum
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Dont_talk_about


Klar geht es die Öffentlichkeit etwas an, wenn ein Politiker für "Familienwerte" eintritt, privat aber auf diese Werte (und damit auf seine Frau und Kinder) einen großen Haufen scheißt. Solche Gestalten sind übelste Heuchler mit einer ekelhaften Doppelmoral und daher nicht als Anführer geeignet. Ich meine, wenn du wirklich so drauf bist wie du immer tust, solltest du das am allerbesten verstehen. Stell dir einfach mal vor, du hättest dieses Schwein wegen seiner Einstellung für "Familienwerte" gewählt und würdest dann erfahren, dass er fremd geht. WAS würdest du dann denken? Würdest du dich nicht als Wähler VERARSCHT vorkommen? Genau dasselbe, wie wenn ein Politiker offen gegen Korruption eintritt doch dann deckt ein Journalist auf, dass eben jener Politiker Schmiergelder kassiert hat. In diesen Fällen ist es die PFLICHT des Journalisten die Information zu veröffentlichen, da das öffentliche Interesse die privaten Interessen des Politikers übertrifft. Daran ist auch nicht Ehrenrühriges. Was du dir hingegen wünschst, ist eine unangreifbare politische Kaste, die über jede Kritik erhaben ist. Willkommen in Erdogan-Osmanien!


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