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Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb

Maas will sexistische Werbung verbieten – auch mit Männern


Sexistische Werbung im Auftrag der Bundesregierung: Mit diesem Motiv warb die Deutsche Zentrale für Tourismus 2006 um schwule Touristen aus Großbritannien

Nach einem Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sollen Plakate und Anzeigen künftig unzulässig sein, wenn sie Menschen auf Sexualobjekte reduzieren.

Im Gay Marketing ist es ein uraltes Gesetz: Wer erfolgreich für seine Kaffeebohnen, die neue Party oder eine Reisedestination werben will, integriert möglichst einen halbnackten jungen Mann mit Sixpack in seine Anzeigenmotive. Doch wenn es nach dem Willen von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) geht, wird es in Deutschland bald keine klassische schwule Werbung mehr geben.

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hat das Justizministerium einen Entwurf zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb erarbeitet, der geschlechterdiskriminierende Werbung unterbinden will. Plakate, Anzeigen oder Banner, die Frauen oder Männer auf Sexualobjekte reduzieren, sollen künftig untersagt werden. Im Streitfall würde ein Gericht die Entscheidung treffen.

SPD für ein "moderneres Geschlechterbild" in Deutschland

Heiko Maas hat sich für den Entwurf laut "Spiegel" von der Organisation Pinkstinks beraten lassen, die seit langem ein Verbot von sexistischen Inhalten in der Werbung fordert. Der Justizminister setzt mit dem Gesetzentwurf, der bald in die Ressortabstimmung geschickt werden soll, zudem einen Beschluss der SPD-Parteispitze um, die als Reaktion auf die sexuellen Übergriffe der Kölner Silvesternacht ein "moderneres Geschlechterbild" in Deutschland etablieren möchte.

Bislang gibt es nur wenige Sanktionsmöglichkeiten gegen sexistische Werbung. Die Wettbewerbszentrale als unabhängige Institution der deutschen Wirtschaft kann lediglich gegen massiv menschenverachtende Motive einschreiten. Darüber hinaus kann der Deutsche Werberat zwar Rügen aussprechen, Motive jedoch nicht unterbinden.

Nach den Verhaltensregeln des Deutschen Werberats sind schon jetzt nicht nur diskriminierende, pornografische und gewaltverherrliche Werbemotive untersagt, sondern auch solche, "die Personen auf ihre Sexualität reduzieren oder ihre sexuelle Verfügbarkeit nahelegen". (mize)

Wöchentliche Umfrage

» Bundesjustizminister Heiko Maas will sexistische Werbung verbieten. Sollte dies auch für Motive mit Männern gelten?
    Ergebnis der Umfrage vom 10.04.2016 bis 18.04.2016


#1 RalfAnonym
  • 10.04.2016, 10:35h
  • Versteh ich das wirklich richtig? Weil eine Horde zu Silvester in Köln Frauen belästigt hat, soll betont schwule Werbung verboten werden? - Zur völligen rechtlichen Gleichstellung ebenso wie zur Aufhebung der § 175-Nazi-Urteile nach 1945 kann sich Maas nicht aufraffen, aber Fotos von jungen Männern, wie man sie in jedem Schwimmbad zu sehen kriegt, will er verbieten? Muss man denn wirklich ein intellektueller und charakterlicher Totalausfall sein, um dieser Bundesregierung angehören zu dürfen? Was kommt als nächstes: Burkini für Männer?
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#2 HarknessAnonym
#3 Svetlana LAnonym
  • 10.04.2016, 10:41h

  • Na, da bin ich ja mal gespannt, wie dieses moderne Geschlechterbild aussehe wird und vor allem, ob auch alles zwischen Frau und Mann Berücksichtigung findet.
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#4 SamuelAnonym
  • 10.04.2016, 10:50h

  • Sexfeindliche Feministen werden also demnächst die Werbung überwachen. Wunderbar. Willkommen in der Prüderie!
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#5 ThorinAnonym
  • 10.04.2016, 10:53h
  • Antwort auf #2 von Harkness

  • Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass auch was gegen nackte Frauen gemacht wird? Das steht nur drinnen,um die Diskriminierung nicht allzu offensichtlich zu machen. Saudi Arabien lässt grüssen
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#6 hans-bambelAnonym
  • 10.04.2016, 10:54h

  • " der geschlechterdiskriminierende Werbung unterbinden will. Plakate, Anzeigen oder Banner, die Frauen oder Männer auf Sexualobjekte reduzieren..."

    Das soll mir mal einer definieren.

    Für manche sind Frauen in Röcken schon Sexualobjekte...
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#7 JensAnonym
  • 10.04.2016, 11:03h

  • Bei Schwulen und Lesben ist das unnötig, denn eine Werbung für eine schwule oder lesbische Party kann nicht Geschlechterdiskriminierend sein, da immer nur ein Geschlecht gemeint ist.

    Anders im Heterobereich, wo tatsächlich der Anteil an sexistischer Werbung sicher über 90 Prozent Frauen betrifft. Obwohl das Geschlechterverhältnis ca. 50:50 ist. Plakate in Städten und Werbung allgemein sind oft überfüllt mit anzüglichen Sprüchen und diesbezüglich posierenden, nackten Frauen, die oft keinen Zusammenhang mit dem zu bewerbenden Produkt haben.
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#8 HarknessAnonym
  • 10.04.2016, 11:03h
  • Antwort auf #5 von Thorin
  • Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass das Gesetz nur gemacht wird, weil man gerade Bock hat die Schwulen zu diskriminieren. Paranoia lässt grüßen.

    Es ist eher so, dass das Gesetz vorrangig wegen der FRAUEN gemacht wird - aber da es halbwegs geschlechtsneutral sein muss, die Männer dann mit erwähnt werden.
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#9 LucaAnonym
  • 10.04.2016, 11:07h

  • Die SPD wird immer mehr zum Moral-Apostel Deutschlands und zum selbsternannten Hüter von Anstand, Zucht und Ordnung (bzw. was sie darunter verstehen).

    Und wie immer sollen dann gleich neue Bevormundungen und Verbote her, damit sich nur ja jeder an deren prüdes, scheinheiliges Weltbild hält.

    Da man sowas nie genau definieren kann und das stark vom persönlichen Empfinden abhängig ist, kann man mit so einem Gesetz letztlich alles verbieten - vom nackten Oberkörper in der Werbung bis zum nackten Coverboy einer schwulen Zeitschrift oder des Spartacus-Reiseführers.

    Statt Medien zu zensieren und immer neue Verbote zur Bevormundung der Bürger zu erfinden, sollte die SPD lieber mal realen Sexismus bekämpfen, z.B. die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen, die Diskriminierung von GLBTI, etc.
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#10 goddamn liberalAnonym