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  • 11.04.2016, 17:07h           4      Teilen:   |

Mississippi

Homophobe Gesetze: Auch Bryan Adams sagt Konzert ab

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Bryan Adams will so lange nicht in Mississippi auftreten, bis das diskriminierende Gesetz wieder abgeschafft ist (Bild: flickr / Marco Maas / cc by 2.0)

Nach Bruce Springsteen cancelt auch Bryan Adams ein Konzert wegen eines homofeindlichen Gesetzes.

Der kanadische Rockstar Bryan Adams ("Everything I Do, I Do It for You", "All for Love", "Summer of '69") hat aus Protest gegen ein homo- und transphobes Gesetz ein geplantes Konzert im Südstaat Mississippi abgesagt. Der 56-Jährige folgt damit dem Vorbild von Bruce Springsteen, der am Wochenende ein Konzert in North Carolina wegen eines ähnlichen Gesetzes kurzfristig gestrichen hatte (queer.de berichtete).

Auf seiner Facebook-Seite schrieb Adams am Montag: "Mississippi hat das Anti-LGBT-Gesetz 1523 zur 'Religionsfreiheit' beschlossen. Für mich ist es unfassbar, dass LGBT-Bürger im Staat Mississippi diskriminiert werden. Ich kann nicht guten Gewissens in einem Bundesstaat auftreten, in dem manchen Menschen Bürgerrechte wegen ihrer sexuellen Orientierung entzogen werden." Daher sage er sein für Donnerstag in Biloxi geplantes Konzert als Zeichen gegen das "extrem diskriminierende Gesetz" ab. "Hoffentlich wacht Mississippi bald auf, so dass ich zurückkommen und dort vor meinen vielen Fans auftreten kann. Ich freue mich auf diesen Tag."

Youtube | Kein 69er-Sommer für Mississippi!
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Proteste gegen homophobe Gesetze

Die kürzlich von republikanisch dominierten Regionalparlamenten beschlossenen Gesetze in North Carolina (HB 2) und Mississippi (HB 1523) sorgen in den USA seit Tagen für Empörung und Kritik. Beide erlauben ausdrücklich die Diskriminierung von LGBT. Als Konsequenz haben mehrere Städte und Bundesstaaten einen Boykott gestartet und ihren Bediensteten alle offiziellen "nicht unbedingt notwendigen Reisen" in diese Staaten untersagt. Dennoch planen LGBT-feindliche Abgeordnete in mehreren weiteren Bundesstaaten ähnliche Gesetze.

Komiker Joel McHale spendet alle seine Einnahmen an eine LGBT-Organisation
Komiker Joel McHale spendet alle seine Einnahmen an eine LGBT-Organisation

Mehrere andere Stars haben ebenfalls auf die diskriminierenden Gesetze reagiert. So erklärte Komiker Joel McHale ("Community", "Akte X") am Freitag bei einem Auftritt in Durham in North Carolina, dass er seine gesamten Einnahmen "bis auf den letzten Groschen" an ein LGBT-Center in der Stadt spenden würde. Seine Show hatte er am Freitagabend mit den Worten begonnen: "Was zum Teufel ist mit eurer Regierung los? Das ist doch alles verrückt!"

In ihrer Nachmittags-Talkshow wetterte zudem die lesbische Komikerin Ellen DeGeneres gegen die beiden Gesetze. "Ich wurde wegen meiner Homosexualität schon gefeuert, also weiß ich, wie sich das anfühlt", sagte die 58-Jährige.

Viele Unterstützer des Gesetzes erklärten jedoch, Boykotte wie der von Springsteen und Adams seien Erpressungsversuche, um eine demokratische Entscheidung auszuhebeln. So sagte der US-Kongressabgeordnete Mark Walker, ein Republikaner aus North Carolina, dass Bruce Springsteen ja ohnehin schon als Vertreter der "radikalen Linken" bekannt sei: "Er hat dazu jedes Recht, aber ich denke, dass ist eine tyrannische Taktik." (dk)

Youtube | Ellen DeGeneres beschwert sich über die neuen homophoben Gesetze
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Tags: bryan adams, bruce springsteen, joel mchale, ellen degeneres, north carolina, mississippi
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Reaktionen zu "Homophobe Gesetze: Auch Bryan Adams sagt Konzert ab"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
11.04.2016
20:40:19


(+5, 5 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


"Er hat dazu jedes Recht, aber ich denke, dass ist eine tyrannische Taktik." (dk)

Tja wenn den rechtsaussen neoliberalen nichts mehr gescheites einfällt, dann sin es die Gegner, die schuld sind!!


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#2
11.04.2016
22:16:57


(+2, 4 Votes)

Von TheDude


"...dass Bruce Springsteen ja ohnehin schon als Vertreter der "radikalen Linken" bekannt sei"

Seit wann ist 'The Mum' denn bei den Republikanern in North Carolina aktiv?


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#3
12.04.2016
15:29:58


(+5, 5 Votes)

Von Felix


Richtig so!

Ich hoffe, dass sich noch viel mehr Leute dem Boykott gegen diese menschenverachtenden, undemokratischen Machenschaften anschließen werden.


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#4
12.04.2016
21:02:20


(0, 4 Votes)

Von TheMum
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Antwort zu Kommentar #2 von TheDude


Pro LGBTTIQ zu sein hat zum Glück nichts mit Linksradikalismus zu tun.


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