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Aushang an der Universität Regensburg (Bild: AK Queer)

In einer Testphase während des Sommersemesters prüft die bayerische Hochschule, ob geschlechtsneutrale Toiletten angenommen werden.

Die Universität von Regensburg hat am Montag die ersten Unisex-Toiletten auf dem Hochschulgelände eröffnet. In einem Aushang der Universitätsverwaltung heißt es: "Aus Gründen der Geschlechtergerechtigkeit werden in einer Testphase vom 11. April bis 16. Juli 2016 Toilettenräume mit Kabinentoiletten und Urinaten als geschlechtsneutrale Toiletten ausgeschildert. Diese stehen der Benutzung für Personen aller Geschlechter offen."

Es solle aber niemand gezwungen werden, die neuen Toiletten zu benutzen, denn es würde auch gleich gegenüber reine Damentoiletten geben. "Zudem stehen Ihnen in allen Gebäudeteilen auch weiterhin getrennte Herren- und Damentoiletten zur Verfügung."

Der Arbeitskreis Queer der Uni Regensburg hat die Ankündigung begrüßt: "Gerade für Menschen, die sich nicht eindeutig einem Geschlecht wie 'männlich' oder 'weiblich' zuordnen können oder wollen (wie beispielsweise trans*- oder inter*geschlechtliche Personen), stellt der Gang zur Toilette jedes Mal eine Herausforderung dar. Betroffenenverbänden zufolge reicht die Palette der Unannehmlichkeiten von seltsamen Blicken über verbale Beschimpfungen bis hin zu gewalttätigen Übergriffen."

Unisex-Toiletten in den USA weit verbreitet

Unisex-Toiletten sind vor allem an amerikanischen Universitäten verbreitet. Derzeit bieten dort Studien zufolge mehr als 150 Unis gemischte WCs an. Damit soll nicht nur Transsexuellen der Gang zur Toilette erleichtert werden, sondern beispielsweise auch die Diskriminierung junger Väter abgebaut werden, die ihr Kind wickeln wollen, was aber oft nur in der Damentoilette möglich ist.

In manchen Städten der USA wie Austin, Seattle oder Philadelphia müssen in öffentlich zugänglichen Toiletten in Restaurants oder Geschäften sogar Einzeltoiletten als Unisex gekennzeichnet werden. San Francisco will zudem eine Richtlinie erlassen, die Männer- und Frauentoiletten in der Öffentlichkeit praktisch abschafft.

Gleichzeitig ist das Thema in den Vereinigten Staaten ein Politikum: So verabschiedete North Carolina vergangenen Monat ein umstrittenes Gesetz, das Transsexuellen verbieten soll, öffentliche Toiletten zu nutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen (queer.de berichtete).

In Deutschland ist die Entwicklung von Unisex-Toiletten noch nicht so weit, es gibt aber insbesondere in Berlin mehrere Initiativen: So weihte Staatssekretärin Barbara Loth vergangenes Jahr in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen "WCs für alle Geschlechter" ein (queer.de berichtete). (dk)



#1 GeorgGAnonym
#2 TorstenEhemaliges Profil
  • 12.04.2016, 10:45h
  • Wegen maximal 0,26% Transsexuellen (Quelle: Wikipedia) sollen Unisex-Toiletten eingeführt werden? So ein Blödsinn!
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#3 Svetlana LAnonym
  • 12.04.2016, 10:55h
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • > Regensburg hat auch keine anderen Probleme...

    Doch bestimmt, aber ist es nicht schön, dass diese eines nach dem anderen angegangen werden!?

    Spaß beiseite, für trans* oder inter* Menschen kann die Frage nach der zu benutzenden Toilette durchaus ein großes Problem sein. Gezeter hier oder dumme Sprüche dort muss man sich nicht unbedingt antun und Unisex-Toiletten können dafür ein Lösungsansatz sein.
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#4 Svetlana LAnonym
  • 12.04.2016, 11:04h
  • Antwort auf #2 von Torsten
  • > Wegen maximal 0,26% Transsexuellen (Quelle:
    > Wikipedia) sollen Unisex-Toiletten eingeführt
    > werden? So ein Blödsinn!

    Da müsste man sich jetzt mal intensiver damit befassen, wie dieser Prozentsatz hergeleitet wurde und was bzw. wen er erfasst und vor allem was bzw. wen er nicht umfasst. Verfahren nach dem TSG streben bei Weitem nicht alle trans* Menschen an, von daher dürfte der eigentliche Prozentsatz um einiges höher ausfallen.
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#5 David77Anonym
  • 12.04.2016, 11:24h
  • Antwort auf #2 von Torsten
  • Genau. So ein Blödsinn.
    Was kommt denn demnächst? Jungen und Mädchen werden gemeinsam in einer Schule unterrichtet? Es gibt in der Modegeschäften eine gemeinsame Abteilung für Jeanshosen? Männer und Frauen bezahlen überall das Gleiche? Männer und Frauen benutzen im Schwimmbad ein Unisex-Becken? Babys tragen Unisexkleidung?
    Männer und Frauen haben das gleiche Stimmrecht? Furchtbar, wohin das alles noch führen soll! Sodom und Gomorra!
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#6 David77Anonym
  • 12.04.2016, 11:27h
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • Genau. Wenn deine Blase drückt und das Männerpissoir besetzt ist, das Damenklo aber frei, wartest du selbstverständlich solange, bis das Männerpissoir frei ist. Du hast dann sicherlich ganz andere Probleme, als dass deine Blase platzt.
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#7 David77Anonym
  • 12.04.2016, 11:32h
  • Antwort auf #2 von Torsten
  • LESEN HILFT:

    "Aus Gründen der GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT werden in einer Testphase vom 11. April bis 16. Juli 2016 Toilettenräume mit Kabinentoiletten und Urinaten als GESCHLECHTSNEUTRALE Toiletten ausgeschildert. Diese stehen der Benutzung für Personen ALLER GESCHLECHTER offen."

    0,26% machen also ALLE aus?? Wozu zählen dann die anderen 99,74%?
    SO EIN BLÖDSINN!
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#8 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 12.04.2016, 12:12h
  • Immer wieder bemerkenswert, wie Minderheiten auf noch kleineren Minderheiten herumhacken. Nach "noch weiter unten" treten.

    Statt sich mit anderen Minderheiten zu solidarisieren.

    Aber selbst Solidarität erwarten?
    Kein Wunder, dass das nix wird.
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#9 TheDadProfil
#10 TheDadProfil
  • 12.04.2016, 12:23hHannover
  • Antwort auf #2 von Torsten
  • ""Wegen maximal 0,26% Transsexuellen (Quelle: Wikipedia) sollen Unisex-Toiletten eingeführt werden?""..

    Neeeeeeeiiiiin..

    """Aus Gründen der Geschlechtergerechtigkeit werden in einer Testphase vom 11. April bis 16. Juli 2016 Toilettenräume mit Kabinentoiletten und Urinaten als geschlechtsneutrale Toiletten ausgeschildert. Diese stehen der Benutzung für Personen aller Geschlechter offen." ""..

    Es betrifft ALLE !
    Lesen bildet..
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