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  • 12.04.2016, 13:10h           4      Teilen:   |

Werbegag oder Einsatz für gleiche Rechte?

Pornoseite startet Kampagne gegen homophobes Gesetz

Artikelbild
Ein Pop-up nimmt die Sicht auf die nackten Mädels

Jetzt geht es ans Eingemachte: Aus Protest gegen ein homophobes Gesetz schmeißt eine pornografische Website angeblich Nutzer aus North Carolina raus – für die Seite eine erfolgreiche Marketingkampagne.

Wenn Internetnutzer die Seite xHamster aufrufen, wollen sie eigentlich nicht an Politik denken. Nutzer aus North Carolina werden aber jetzt dazu gezwungen: Die Pornoseite, die weltweit zu den 100 meist aufgerufenen Netzauftritten gehört und hauptsächlich heterosexuelle Leibesübungen zeigt, kündigte an Montagnachmittag an, Nutzer mit einer IP-Adresse aus North Carolina zu blockieren.

Die Seite will damit gegen das regionale Gesetz HB 2 protestieren, das Städten und staatlichen Einrichtungen jeglichen Antidiskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität verbietet. "Wir haben die letzten 50 Jahre für die Gleichbehandlung aller Menschen gekämpft. Diese Gesetze sind aber diskriminierend und xHamster wird das nicht tolerieren", erklärte Mike Kulich, ein Sprecher der Seite, gegenüber der "Huffington Post". Er bezeichnete das Gesetz als "Müll". In Kürze solle eine Petition erscheinen, die die Aufhebung des Gesetzes fordert.

In den USA schlug die Nachricht wie eine Bombe ein: Dutzende Zeitungen, darunter etwa die angesehene "Washington Post" berichteten über die Aktion. Auch in Europa machte die Nachricht schnell die Runde.

Fortsetzung nach Anzeige


Nicht vollständig blockiert

In sozialen Netzwerken wird dagegen geunkt, dass die Seite lediglich einen besonders originellen Werbegag gemacht habe. So würde bislang vielen Usern in North Carolina lediglich ein Popup-Fenster gezeigt, auf dem die jeweils sechsstelligen Abrufzahlen für "Gay"- und "Shemale"-Videos in North Carolina aufgelistet werden, inklusive der Aufforderung: "North Carolina. Stoppt euren homophoben Irrsinn." Wenn dieses Fenster weggeklickt wird, kann man offenbar wieder Zugriff auf "Busty Amateur Girlfriends" und Co. erhalten.

Auch kaufen viele xHamster das homopolitische Engagement nicht ab: Die Firma engagiert sich politisch für Donald Trump – und der republikanische Präsidentschaftskandidat schreckt in seinem Wahlkampf nicht vor Homophobie zurück (queer.de berichtete).

Das Ende März beschlossene Gesetz HB 2 wurde von Medien "Klo-Gesetz" getauft, weil es Transsexuellen auch verbietet, Toiletten und Umkleiden zu benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. Die Verabschiedung hatte in den vergangenen Wochen in den USA zu einem nationalen Proteststurm geführt. So kündigte PayPal erst am Montag an, wegen des Gesetzes seine Expansion nach North Carolina zu stoppen. Der Online-Bezahldienst hatte geplant, dort 400 Arbeitsplätze zu schaffen (queer.de berichtete).

Es gibt auch mehrere Boykottaufrufe gegen den Bundesstaat. So hatte Bruce Springsteen vergangenes Wochenende ein Konzert wegen des Gesetzes kurzfristig abgesagt (queer.de berichtete). Die Macher von xHamster wollen es aber mit "The Boss" aufnehmen: "Ich denke, Pornografie hat die Macht zu erreichen, was Bruce Springsteen nicht erreichen kann", so Mike Kulich. (dk)

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Tags: xhamster, boykott, ip-sperre, north carolina
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Reaktionen zu "Pornoseite startet Kampagne gegen homophobes Gesetz"


 4 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
12.04.2016
19:59:40
Via Handy


(-6, 8 Votes)

Von Torsten_Ilg
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Tja - wie soll man das jetzt bewerten? "Unendliche Weiten" (würde wohl Bully Herbig sagen). Trifft natürlich wieder die Falschen, ich meine damit die "armen Schwestern" in der homophoben Provinz der USA, deren Alltag wahrscheinlich sowieso von Diskriminierung geprägt sein dürfte...


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#2
12.04.2016
20:11:48


(+5, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Torsten_Ilg


""Trifft natürlich wieder die Falschen, ich meine damit die "armen Schwestern" in der homophoben Provinz der USA""..

Weil sich Deiner Meinung nach ja nur LGBTTIQ's auf den Seiten Schwule Porno's und Trans-Porno's anschauen würden ?

Wenn die Porno-Anbieter nur von der Community leben müssten, wären die längst pleite..

Wie naiv bist du eigentlich ?


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#3
12.04.2016
21:50:05
Via Handy


(-5, 7 Votes)

Von Torsten_Ilg
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von TheDad


Du würdest das natürlich unter Kollateralschaden verbuchen, schon klar ....oh Mann...


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#4
14.04.2016
08:14:30
Via Handy


(0, 4 Votes)

Von Delie


Das sind doch zwei völlig unterschiedliche Sachen.
Gay Pornos sind für Schwule, Bisexuelleund heterosexuelle Frauen gemacht, in erster Linie aber für Schwule.

Shemale Pornos sind für heterosexuelle Männer (mit Fetisch) und einige Bisexuelle gemacht.
Die Shemales sind äußerlich zu 95 Prozent Frau und daher für Heterozuschauer interessant, nicht für schwule Zuschauer.

Macht keinen Sinn das zu vermengen.


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