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Die 1870 gegründete Deutsche Bank ist weltweit aktiv (Bild: Elliott Brown / flickr / by 2.0)

Das größte Kreditinstitut Deutschlands will keine neuen Arbeitsplätze in North Carolina schaffen, solange die staatlich sanktionierte Diskriminierung von LGBT anhält.

Die Deutsche Bank hat am Dienstag angekündigt, ihre im September 2015 bekannt gegebenen Pläne zur Schaffung von 250 neuen Arbeitsplätzen an ihrem Standort in Cary im US-Bundesstaat North Carolina vorerst auf Eis zu legen. Grund hierfür sei das vergangenen Monat beschlossene Gesetz HB 2, das Städten und staatlichen Einrichtungen jeglichen Antidiskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität verbietet (queer.de berichtete).

"Wir nehmen unsere Verpflichtung zur Schaffung einer toleranten und integrativen Arbeitsumgebung sehr ernst", erklärte John Cryan, Co-Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank. "Wir sind stolz auf unseren Standort in North Carolina und auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Cary. Wir bedauern es daher sehr, dass wir North Carolina aufgrund dieser neuen Rechtsvorschrift vorläufig bei unseren Plänen zum Stellenausbau in den USA ausklammern müssen. Wir hoffen, diese Pläne kurzfristig wieder aufnehmen zu können."

Die Deutsche Bank beschäftigt gegenwärtig rund 900 Mitarbeiter im Entwicklungszentrum für Softwareanwendungen in Cary. Die Bank will diese Präsenz aufrechterhalten. Insgesamt beschäftigt das Kreditinstitut weltweit mehr als 100.000 Menschen.

Vergangenes Jahr hatte der republikanische Gouverneur Pat McCrory noch stolz auf seiner Website die Expansionspläne der Deutschen Bank verkündet.

McCrorys Unterschrift unter das homophobe Gesetz hatte den Bundesstaat bereits vor der Ankündigung der Deutschen Bank Arbeitsplätze gekostet: Vergangene Woche erklärte der Online-Bezahldienst PayPal, er werde wegen des Gesetzes nicht wie geplant 400 Arbeitsplätze in North Carolina schaffen (queer.de berichtete).

Deutsche Bank engagierte sich für Ehe für alle

Die Deutsche Bank, das größte deutsche Kreditinstitut, hat sich bereits wiederholt für LGBT-Rechte engagiert und wurde dafür 2002 mit dem Max-Spohr-Preis des Völklinger Kreises ausgezeichnet. 2009 gehörte die Bank zu den Erstmitgliedern des Bündisses gegen Homophobie (queer.de berichtete). In einem Brief an den amerikanischen Supreme Court setzte sich die Bank Anfang 2015 mit weiteren Unternehmen der Finanzindustrie für die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare ein (queer.de berichtete). Nur rund vier Monate später stellte das höchste US-Gericht Schwule und Lesben im Ehe-Recht gleich. (dk)



#1 myysteryAnonym
  • 12.04.2016, 16:32h
  • Gut. Auch wenn man sich unwohl fühlen mag, von der Deutschen Bank Unterstützung zu erhalten.

    Dann kann sich die Deutsche Bank doch jetzt auch mal in Deutschland energisch für die Eheöffnung einsetzen. Das Bankgewerbe pflegt doch beste Beziehungen in die hohen Etagen der CDU.

    Also los?
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#2 WerbungAnonym
#3 cduspdfdpgrünafdAnonym
  • 12.04.2016, 17:23h
  • Antwort auf #2 von Werbung
  • "Bis zu 32.000.000.000.000 Dollar verstecken die Wohlhabenden dieser Welt einer Studie zufolge vor dem Fiskus"

    unsere kapazitätsgrenzen bei flüchtlingen sind erreicht!

    die flüchtlinge nehmen uns arbeitsplätze und wohnungen weg!

    massenabschiebungen!
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#4 FelixAnonym
  • 12.04.2016, 17:49h
  • Super, dass sich immer mehr Unternehmen für Menschenrechte und demokratische Grundrechte einsetzen.

    Ich hoffe, dass unabhängig davon dieses hasserfüllte Gesetz bald durch das oberste Gericht oder neue US-weite Gesetze gestoppt wird und ein für alle Mal verhindert wird, dass es noch mal irgendwo in den USA solche menschenverachtenden Gesetzesinitiativen gibt.
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#5 herve64Profil
  • 12.04.2016, 18:00hMünchen
  • "Steter Tropfen höhlt den Stein", wie es so schön heißt. Mal sehen, wie lange es dauert bis dieses Bigottenschutzgesetz endlich fällt. Wenn es so weiter geht mit Unternehmensrückzügen, dann hege ich mal gute Hoffnung dafür.
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#6 yslmd
#7 nikolai
#8 seb1983
  • 12.04.2016, 19:39h
  • Antwort auf #2 von Werbung
  • Es zeigt sich eben mal wieder dass Schwarz/Weiß Denken mit den immer gleichen hohlen Phrasen wenig zielführend ist.

    Kein größerer Konzern ist sauber. Wo Sch.. gebaut wird, und das hat grade die Deutsche Bank reichlich gemacht, muss der Finger in die Wunde gelegt werden, bei Positivem wie hier kann man aber auch mal zu mehr davon ermuntern.
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#9 hugo1970Profil
#10 PR-AbteilungAnonym