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  • 13.04.2016, 14:59h           9      Teilen:   |

Erster Anlauf

China: Gericht lehnt Klage auf Ehe-Öffnung ab

Artikelbild
Sun Wenlin (links) und sein Partner Hu Mingliang zeigten im Januar stolz die Klageschrift

Ein Gericht in der chinesischen Millionenstadt Changsha hat die Klage eines schwulen Paares auf die Anerkennung ihrer Beziehung als Ehe nach einer dreistündigen Anhörung abgelehnt.

Der 27-jährige Sun Wenlin hatte geklagt, seinen 37-jährigen Partner Hu Mingliang heiraten zu dürfen. Im Januar hatte das Gericht in Changsha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, die Klage überraschend angenommen – ein Novum in der Geschichte der Volksrepublik (queer.de berichtete).

Nach der Ablehnung kritisierte Sun gegenüber der internationalen Presse das Gericht als "zu vorsichtig" und kündigte einen Einspruch gegen die Entscheidung ein. Sein Anwalt erklärte, das Gericht habe die Ablehnung nicht ausreichend begründet. Er zeigte sich sicher, dass in der nahen Zukunft die Ehe für Schwule und Lesben in China geöffnet werden würde.

In China sahen die Kommunisten ursprünglich Homosexualität als westliche Dekadenz an und ließen Schwule und Lesben verfolgen. In den letzten Jahrzehnten kam es aber zu einer deutlichen Liberalisierung: 1997 wurden homosexuellen Handlungen im ganzen Land legalisiert, 2001 wurde die gleichgeschlechtliche Liebe von der Liste der Geisteskrankheiten gestrichen.

Noch immer gilt Homosexualität allerdings als Tabu-Thema, das auch den Zensoren zum Opfer fällt: So wurde erst vor einem Monat Homosexualität als eine "abnorme sexuelle Beziehung" in fiktiven TV-Produktionen verboten und eine populäre Fernsehserie über die Liebe zweier schwuler Schüler in den Giftschrank verbannt (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: china, hunan, changsha, ehe für alle, sun wenlin
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Reaktionen zu "China: Gericht lehnt Klage auf Ehe-Öffnung ab"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
13.04.2016
21:43:01


(+4, 4 Votes)

Von hugo1970
Aus Pyrbaum (Bayern)
Mitglied seit 08.02.2015


In den Giftschrank gehört die ganze chinesische scheinkommunistische Nomenklatura und derer Helfers Helfer.


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#2
13.04.2016
23:25:42


(+3, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""Sein Anwalt erklärte, das Gericht habe die Ablehnung nicht ausreichend begründet. Er zeigte sich sicher, dass in der nahen Zukunft die Ehe für Schwule und Lesben in China geöffnet werden würde.""..

Das wäre eine weltweite Sensation, denn in China leben um die 100 Millionen LGBTTIQ's..

Ob die Mutti dann noch ihr Bauchgefühl vorschieben könnte ?


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#3
14.04.2016
07:01:27


(+4, 4 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


.....glaube,wenn ein Land in Asien die Ehe oeffnet ist es moeglicherweise Taiwan...
bei allen andren bin ich skeptisch....

zu gross sind die Vorbehalte und Ablehnung in den "christlichen Philipinen oder in den Moslemlaendern Indonesien und Malaysia sowie Brunei,

zu gross das starre " hetro-Familienbild" mit Fortpflanzungszwang in China Japan-,Singapor,Korea und Vietnam,

zu gross die Macht von nicht humanistischen einfussreichen Personen in Thailand....


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#4
14.04.2016
18:41:46
Via Handy


(-1, 3 Votes)

Von Lawrence
Antwort zu Kommentar #3 von Fredinbkk


"zu gross das starre " hetro-Familienbild" mit Fortpflanzungszwang in China..."

Hat/ hatte das Milliardenvolk China nicht eh eine ein-Kind-politik?

Wo ist dann da der Fortpflanzungszwang?


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#5
15.04.2016
11:41:27


(+1, 3 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015
Antwort zu Kommentar #4 von Lawrence


...die haetten noch mehr Kinder wenn sie duerften, der Fortpflanzungszwang liegt in der Familie welche immer darauf bedacht ist dass moeglichst ein Sohn den Namen weitergibt ,oft geht es auch um Besitz ,Geschaeft usw...

Soehne muessen Kinder machen ...

Schwule sind "immernoch" Blindgaenger ,das ist auch in Vietnam sehr ausgepraegt....

Und echte Maenner beweissen ihre Potenz auch durch die Anzahl der Nachkommen ....

Keine Angst --wenn die Einkindfamilie nicht mehr erzwungen wird ....gehen die Zahlen nur noch nach oben....


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#6
15.04.2016
14:01:55


(0, 2 Votes)

Von mutmaßung
Antwort zu Kommentar #5 von Fredinbkk


gehe ich recht in der annahme, dass es sich bei deiner renten-, sozial- und krankenversicherung
nicht um eine asiatischen typs(familie)handelt?


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#7
15.04.2016
14:35:32
Via Handy


(0, 2 Votes)

Von Lawrence
Antwort zu Kommentar #5 von Fredinbkk


bezog mich mit meiner kurzen Antwort nur darauf, dass die Regierung eine zahlenmässig (zu) starke Fortpflanzung unterbindet und damit auch den Fortpflanzungstrieb so deckelt dass er gar kein Zwang mehr werden kann.


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#8
15.04.2016
16:53:26


(0, 2 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Fredinbkk


""Keine Angst --wenn die Einkindfamilie nicht mehr erzwungen wird ....gehen die Zahlen nur noch nach oben....""..

Die Abschaffung der "Ein-Kind-Familie" ist längst beschlossen :

Link zu www.faz.net

Grund dafür ist die dramatische Überalterung der chinesischen Gesellschaft..


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#9
15.04.2016
19:56:47


(0, 2 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015
Antwort zu Kommentar #6 von mutmaßung


...da bist Du auf dem Holzweg, da ich seit fast 30 Jahren hier in Thailand lebe ,meine Partnerschaft mit einem Thai (fast 40 Jahre) ,nach den Gesetzen keine Auswirkungen hat auf Arbeitserlaubniss und Aufendhaltsstatus ,war und bin ich zwangweise nur Hausmann ohne Einkommen.Ich muss um ueberhaupt hier leben zu duerfen cirka 20 000 Euro fest und unbenutzbar auf einem konto vorweisen.Das Geld ist erst benutzbar nach meinem Tod.
Wenn ich es im Erkrankungsfall anruehre ,bekomme ich dann keinen Aufendhalt mehr ...
Ich habe keinen Anspruch auf Sozialleistungen und hier auch keine Rentenansprueche erwerben koenne ...ohne Dauervisum und Arbeitserlaubniss ist das unmoeglich, .
Die Thais haben einen Anspruch auf eine 30 Bath Behandlung im Krankheitsfall....das gilt aber nicht fuer mich ...ich bin nur Farang..

Fuer Botschaftsangehoerige und Chefs von Benz oder Siemens sieht das anders aus ...

Unvorstellbar ,dass bei Binationalen Partnerschaften oder Ehen solche Gesetze heute in Europa moeglich waeren.

Hier ist es aber so....natuerlich muss ich wie alle Touristen auch die Eintritte z.B fuer einen Nationalpark bezahlen die bis zu 900 % hoeher sein koennen..ich kann ja keine Thai-ID Carde vorweisen!!

Haus oder Grund darf ich auch nicht besitzen ,fals mein Thai Partner versterben wuerde bekaeme ich eine Frist gesetzt in der ich unser Haus raeumen muesste ,mir ist es gestattet es in dieser Zeit zu veraeussern fals dies moeglich ist....

Derweilen kaufen Thais ganze Einkaufzenter in Berlin und Hotels in Dresden ohne jedliche Probleme.

Diesbezgl ist die Gesetzeslage in Thailand die gleiche wie in China....

Wer hier einen Auslaender beschaeftigt muss daneben 7 Arbeitsplaetze fuer Thais schaffen...

das kann man sich garnicht vorstellen ,zB fuer jeden tuerkischen Arbeiter 7 neue deutsche Arbeiter ......aber hier ist es mal so und wer dies nicht moechte oder anerkennt kann gehen..das sagt man dir auch ins Gesicht..

andre Laender andre Gesetze


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