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Ringo Starr will nicht im homophoben North Carolina auftreten (Bild: flickr / Eva Rinaldi / by 2.0)

Nach Bruce Springsteen will auch der Ex-Beatle wegen des homo- und transphoben Gesetzes HB 2 nicht in North Carolina spielen.

Ringo Starr hat am Mittwoch angekündigt, dass er nicht in North Carolina auftreten wird. Als Grund nannte er das Gesetz HB 2, das vergangenen Monat beschlossen worden war. Der frühere Beatles-Schlagzeuger hätte eigentlich am 18. Juni in der Stadt Cary ein Konzert geben sollen.

"Es tut mir Leid, meine Fans in dieser Gegend zu enttäuschen, aber wir müssen uns diesem Hass entgegenstellen. Verbreitetet Frieden und Liebe", so der 75-jährige Brite in einer kurzen Erklärung. Er kritisierte die Politiker North Carolinas scharf dafür, dass sie eine Gruppe von Menschen bewusst Diskriminierung aussetzen würden.

Protest gegen "Klo-Gesetz" wird lauter

Das Ende März beschlossene Gesetz HB 2 wurde von Medien "Klo-Gesetz" getauft, weil es unter anderem Transsexuellen verbietet, Toiletten und Umkleiden zu benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. Die Verabschiedung hatte in den vergangenen Wochen in den USA zu einem nationalen Proteststurm geführt. PayPal und die Deutsche Bank kündigten als Reaktion an, ihre Expansion in North Carolina zu stoppen und in diesem Jahr nicht wie geplant hunderte Arbeitsplätze im Bundesstaat zu schaffen. Bereits vergangene Woche hatte auch Bruce Springsteen sein Konzert im Bundesstaat wegen des Gesetzes kurzfristig abgesagt (queer.de berichtete).

Zwar versuchte Gouverneur Patrick McCrory am Dienstag, mit einem Dekret die Wogen zu glätten und LGBT ein wenig vor Diskriminierung zu schützen (queer.de berichtete). Bürgerrechts- und LGBT-Aktivisten kritisierten den Schritt jedoch als nicht ausreichend.

Cyndi Lauper will Einnahmen aus North-Carolina-Konzert spenden

In den nächsten Wochen stehen weitere Konzerte von Künstlern in North Carolina an, die LGBT-Rechte in der Vergangenheit öffentlich unterstützt hatten. Dazu gehören Beyoncé, Justin Bieber und Pearl Jam. Daher könnte es zu weiteren Absagen kommen.

Cyndi Lauper hat dagegen bereits angekündigt, am 4. Juni wie geplant in Raleigh, der Hauptstadt North Carolinas, auftreten zu wollen. Die 62-Jährige erklärte aber, alle Einnahmen für den Kampf gegen das "dumme Gesetz" spenden zu wollen. (dk)



#1 SebiAnonym
  • 14.04.2016, 11:34h
  • Ich finde es toll, wieviele Künstler und Unternehmen sich mit uns solidarisieren und gegen den Faschismus in North Carolina ankämpfen.

    Danke dafür.
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#2 Carsten ACAnonym
  • 14.04.2016, 12:53h
  • Der erz-homophobe Gouverneur meint jetzt, mit kleinen kosmetischen Korrekturen die Wogen glätten zu können.

    Aber dieses menschenverachtende, diskriminierende Gesetz muss komplett weg! Stattdessen sollten GLBTI explizit vor Diskriminierung geschützt werden!

    Solange das nicht passiert, hat sich an der Ausgangslage rein gar nichts geändert und die Boykotte müssen aufrecht erhalten werden...
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#3 Ganz gutAnonym
  • 14.04.2016, 14:17h

  • Ich finde es auch toll, dass so viele Prominente reagieren.
    Allerdings kommen einige Absagen viel später als andere...dass man sich fragt, ob die auch abgesagt hätten wenn andere zuvor es nicht getan hätten.

    Die wahren Helden sind immer diejenigen die sowas in die Wege leiten und die ersten sind die ganz klar sagen: das ist homophob und da trete ich nicht auf/ das Boykottiere ich.
    Die anderen sind ( im positiven Sinne) Mitläufer, die merken das andere etwas tun und mitziehen.
    Die Frage aber, ob sie auch von selber und alleine so entschieden hätten, bleibt.
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#4 Foxie
  • 14.04.2016, 16:10h

  • Finde ich klasse. Mit der Ansage sollten auch Reiseveranstalter und ganz normale Amerika-Touristen einen Bogen um North Carolina machen.
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#5 hugo1970Profil
#6 SchleicheR74
  • 14.04.2016, 20:20h
  • Antwort auf #5 von hugo1970
  • Also im Moment hab ich den Eindruck, als ob es da grad RICHTIG zur Sache geht. Würde ich mir auch für unser Land wünschen, nur sind unsere religös politischen Gegner nicht so offensichtlich rabiat. Ich hoffe nur, dass das in unserer Politik und Gesellschaft genügend wahrgenommen wird. Bei den Amis werden jedenfalls grad Zeichen gesetzt.
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#7 giliatt 2Anonym
  • 18.04.2016, 02:49h
  • Man muss differenzieren:

    Sicherlich wird die Deutsche Bank unglaubwürdig sein mit ihrer Drohung, in North Carolina keine Arbeitsplätze zu schaffen, denn sie dezimiert seit Jahrzehnten in Deutschland bereits kontinuierlich die Zahl ihrer Filialen.

    Bruce Springsteen hingegen ist eine Instutition. Ich liebe ihn. "I come down from the valley, where Mister when I`m young....".

    THE RIVER ist so wundervoll, wie sein Jeans-Knackarsch auf seinem Plattencover. Seine rauhe Stimme erzeugt Gänsehaut. Viel wichtiger als das ist aber, dass er, The Boss, eine ehrliche Haut ist. Zwar können Künstler politisch wenig bewegen, aber sie bündeln ihre Fans und geben ihnen die Kraft, für politische Ziele zu kämpfen.

    Richard Starkey - Ringo Starr - ist ein Idol meiner Jugendzeit als Beatles-Fan. Er kann es sich leisten, ein Konzert platzen zu lassen, um seine Meinung in die Welt zu tragen.
    Also Hut ab vor Bruce und Ringo.
    Chapeau!
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