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  • 15.04.2016, 15:30h           25      Teilen:   |

Katholische Kirche

Berliner Erzbischof bezeichnet Homo-Trauungen als "Herausforderung"

Artikelbild
Heiner Koch ist seit vergangenem Jahr Erzbischof von Berlin (Bild: Walter Wetzler)

Dass die evangelische Kirche Homosexuelle traut, belastet laut Heiner Koch die Ökumene. Für ihn sei das Ehe-Verbot für Homosexuelle eine "Differenzierung", aber keine "Diskriminierung".

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat in einem Interview im "Tag des Herrn", der katholischen Wochenzeitung für die Erzdiözese Berlin, evangelische Trauungsgottesdienste für Schwule und Lesben eine "Herausforderung" für die Ökumene genannt. Wie die Katholische Presseagentur meldet, sagte Koch weiter: "Aber Ökumene muss sich gerade in diesen Differenzen bewähren." Dieser Dialog zwischen den beiden christlichen Konfessionen sei mehr "als nur das Sich-Sonnen in den Gemeinsamkeiten".

Es sei auch ein Zeichen einer guten Ökumene, wahr- und anzunehmen, "dass die evangelische Kirche das katholische Eheverständnis nicht teilt und deshalb auch zu anderen praktischen Schlussfolgerungen kommt". Die "sakramentale" Ehe zwischen Mann und Frau habe für die katholische Kirche jedoch "eine ganz eigene Bedeutung, die sie von allen anderen Beziehungen wesentlich unterscheidet".

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Koch: Ich kenne auch treue Homosexuelle!

Koch betonte aber, dass er schätze und achte, "wenn Menschen etwa in Freundschaften oder anderen menschlichen Beziehungen füreinander treu und verlässlich einstehen" – und lobte sogar Homo-Paare: "Ich kenne auch homosexuelle Menschen, die Großartiges in dieser Treue vorbildlich leisten." Freilich sind für den Bischof derartige Beziehungen nicht vergleichbar mit heterosexueller Zweisamkeit. "Ich sage Ja zur Differenzierung, aber nicht zur Diskriminierung", so Koch.

Anlass für die Aussagen Kochs war der Beschluss der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am vergangenen Wochenende, eingetragene Lebenspartner mit heterosexuellen Eheleuten kirchlich gleichzustellen (queer.de berichtete).

Koch hatte Anfang des Jahres überraschend LGBT-Flüchtlinge besucht und sich für ihre Belange eingesetzt (queer.de berichtete). Bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen gab sich der Bischof, der in der deutschen Kirche für Familienpolitik verantwortlich ist, in der Vergangenheit aber eher als Erzkonservativer. So sagte er vergangenes Jahr in einem Zeitungsinterview, dass Homosexualität "beschränkt" und nicht "gelungen" sei (queer.de berichtete).

In den letzten Jahren haben katholische Bischöfe wiederholt versucht, einen offeneren Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren bei der evangelischen Kirche zu verhindern, indem sie mit Konsequenzen für die Ökumene gedroht haben. Als etwa die EKD vor rund drei Jahren gleichgeschlechtliche Beziehungen als "gleichwertig" bezeichnete, sprach Bischof Felix Genn von einem "richtigen Riss" in der Zusammenarbeit zwischen katholischer und evangelischer Kirche (queer.de berichtete). Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp warf der rheinischen Kirche nach ihrer Ankündigung, Schwule und Lesben trauen zu wollen, vor knapp drei Monaten vor, den Graben zwischen den Konfessionen zu vertiefen (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: katholische kirche, heiner koch, berlin, trauungen, ehe
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Reaktionen zu "Berliner Erzbischof bezeichnet Homo-Trauungen als "Herausforderung""


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
15.04.2016
15:38:14
Via Handy


(+14, 16 Votes)

Von Luca


>> Für ihn sei das Ehe-Verbot für Homosexuelle eine "Differenzierung", aber keine "Diskriminierung"

Wäre ein Ehe-Verbot für Schwarze auch nur eine " Differenzierung" und keine "Diskriminierung" ?

Ich fordere übrigens ein Rede-Verbot für Hassprediger. Das ist aber keine Diskriminierung, sondern nur Differenzierung. Und Schutzmaßnahme vor deren Hetze...


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#2
15.04.2016
15:40:52
Via Handy


(+9, 13 Votes)

Von Alex


Der soll lieber mal "differenzieren" und die tausenden Kinderschänder aus seiner Sekte schmeißen, die immer noch beschäftigt werden und deren Taten immer noch so weit wie möglich vertuscht werden.


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#3
15.04.2016
15:52:05


(+7, 9 Votes)

Von BobAachen
Aus Aachen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.09.2015


Soviele Buchstaben und keine Information.


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#4
15.04.2016
16:10:03


(+4, 8 Votes)

Von GeorgG


Nicht nur die römisch-katholische Kirche, auch die hier so oft gepriesene alt-katholische Kirche weigert sich, Trauungen für gleichgeschlechtliche Paar durchzuführen.


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#5
15.04.2016
16:29:25


(+7, 9 Votes)

Von Olli


Koch ist Bischof der katholischen Kirche. Ein Ehe Verbot kann er von mir aus in seinem Laden aussprechen so oft er will. Irgendwann werden in Deutschland auch Homosexuelle in der katholischen Kirche wenn nicht das Sakrament der Ehe, so doch einen Segen in einem eigenen Gottesdienst erhalten. Auch wenn das noch dauern wird, was an sich schon schade ist.

Was mir auf den Keks geht ist die permanente Vermischung der Ehe im Staat und in der Kirche. Im Grundgesetz steht, dass alle Menschen gleich sind und die gleichen Rechte haben. Daher haben homosexuelle Menschen ein verfassungsmäßiges Recht auf eine Eheschließung, die gleiche Rechte und gleiche Pflichten einfordert, wie sie auch heterosexuellen Menschen zustehen. Wenn die Kirche das endlich mal akzeptieren und nicht immer versuchen würde mit abstrusen und unlogischen Forderungen die verantwortlichen Politiker zu beeinflussen, hätte sie vielleicht auch wieder ein paar Schafe mehr im Stall. Vor Ort in den Gemeinden ist das bereits überwiegend angekommen. Die Priester vor Ort haben verstanden, dass man schwule Küster, lesbische Kindergärtnerinnen und schwule Organisten nicht einfach vor die Tür setzen kann. Zum einen ist das Echo mittlerweile so gewaltig, zum anderen wirft man Fachkräfte raus, die man nicht wieder bekommt. Jeder Pfarrer hat das sicher nicht verstanden, aber viele. Von daher: je eher Koch sich bewegt, desto langsamer ist der Verfall seiner Kirche, die ja nicht nur aus Holzköpfen und ewig Gestrigen besteht.


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#6
15.04.2016
16:41:20


(+9, 11 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wie immer aus dieser Ecke: saudummes "blabla", für das er auch noch äußerst fürstlich von unseren Steuergeldern bezahlt wird.

Demokratiefeindlich, unmenschlich, menschenverachtend, unfähig, die eigenen schweren Verfehlungen erkennen zu wollen - um nur einige wenige Beispiele zu nennen.


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#7
15.04.2016
17:12:39


(+3, 13 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #4 von GeorgG


""Nicht nur die römisch-katholische Kirche, auch die hier so oft gepriesene alt-katholische Kirche weigert sich, Trauungen für gleichgeschlechtliche Paar durchzuführen.""..

Was dann die "Weigeung" der RKK irgendwie "besser", oder auch nur "nachvollziehbarer" machte ?

Was soll uns das nun sagen ?
Die Einen werden nicht aufhören Menschen zu unterdrücken und zu diskriminieren, so lange es die Anderen auch nicht tun ?

Dann verbietet man diesen Quatsch eben..
Dann verliert der Papst auch nicht sein "Gesicht" wenn er durch die Gesetze dazu "gezwungen" ist die Menschenrechte zu beachten..


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#8
15.04.2016
17:44:04


(+6, 10 Votes)

Von Albrecht


"In den letzten Jahren haben katholische Bischöfe wiederholt versucht, einen offeneren Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren bei der evangelischen Kirche zu verhindern"

In ihrem Allmachts-Anspruch will die Katholiban auch anderen Sekten ihren Kurs diktieren.


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#9
15.04.2016
18:00:11


(+6, 8 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Albrecht


Richtig!

Sektengeschwätz eben!


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#10
15.04.2016
19:06:17


(+6, 6 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Was mir gerade nur so einmal einfällt: Wer sich in die Privatsphäre bestimmter Menschen einmischt und dessen Rechte einschränkt und andere Menschen dabei unbehelligt bleiben, so müssen jene Einmischer und Rechteverweigerer bekämpft werden!
Somit ist Homo-Trauung eben für solche Einmischer eine Herausforderung und müssen deshalb bekämpft werden, damit jeder in den Genuß von Rechten kommt, die für alle bestimmt sind.


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