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Zika-Infektion: Wer kein Baby zeugen möchte, hat außer Hautausschlag, Fieber und Gelenkschmerzen wenig zu befürchten (Bild: Wiki Commons / Cramunhao / CC-BY-SA-3.0)

Die US-Gesundheitsbehörde bestätigte eine Infektion durch Analverkehr. Vor allem für bisexuelle Männer gibt es damit einen neuen Grund, Kondome zu benutzen.

In den USA hat ein homosexueller Mann seinen Partner durch Analverkehr mit dem Zika-Virus infiziert. Dies bestätigte die amerikanische Gesundheitsbehörde "Centers for Disease Control and Prevention" (CDC) am Donnerstag. Bislang waren lediglich fünf Fälle bekannt geworden, in denen heterosexuelle Männer ihre Sexpartnerinnen angesteckt hatten.

Nach CDC-Angaben fand die Übertragung bereits im Januar im US-Bundesstaat Texas statt, nachdem der Mann von einer Reise nach Venezuela zurückgekehrt war. Vor allem in Lateinamerika verbreitet sich das Virus, das hauptsächlich durch Mückenstiche weitergegeben wird, rasant. Bei Ungeborenen kann es schwere Schädelfehlbildungen auslösen, wenn die Mutter infiziert ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte deshalb am 1. Februar den "Öffentlichen Gesundheitsnotstand internationalen Ausmaßes".

Es gibt weder eine Impfung noch Medikamente zur Prävention

Die US-Gesundheitsbehörde rät infizierten Männern, mindestens sechs Monate lang keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr zu haben. Dies gelte für die Fälle, in denen eine Zika-Infektion bereits festgestellt wurde, aber auch für Männer, bei denen typische Symptome wie Hautausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen oder eine Bindehautentzündung auftreten.

Allerdings entwickelt nur eine von fünf betroffenen Personen überhaupt Symptome, die in der Regel bereits nach wenigen Tagen abklingen. Anders als für Neugeborene besteht für Infizierte selbst keine größere Gefahr, es gibt keine bestätigten Todesfälle oder Langzeitfolgen. Eine Diagnose der Infektion ist im Frühstadium nach wie vor schwierig, bislang existieren weder eine Impfung noch Medikamente zur Krankheitsprävention.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Frauen in den Zika-Gebieten zu Mückenschutz und Kondomen. Selbst Papst Franziskus deutete im Februar an, dass Menschen angesichts der Bedrohung durch das Zika-Virus Verhütungsmittel benutzen dürften, obwohl die katholische Kirche Empfängnisverhütung ablehnt. Noch im Dezember 2015 hatte sich das Kirchenoberhaupt trotz der großen Zahl von Aids-Toten in Afrika gegen eine Lockerung des Kondomverbots ausgesprochen. (cw)



#1 213etrhAnonym
  • 16.04.2016, 10:38h
  • Es gibt tausende von Gründen ein Kondom zu benutzen, denn es gibt tausende sexuell übertragbare Krankheiten.

    Jeder muss selbst entscheiden wie wichtig ihm die eigene Gesundheit und die seiner Mitmenschen ist.

    Mir persönlich ist das so wichtig, dass ich immer ein Kondom verwende. Und das ist auch gut so.
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#2 LegioAnonym
  • 16.04.2016, 11:40h

  • Da sollten sich heteros und bisexuelle bevor sie Kinder zeugen wollen testen lassen.
    Mit den meisten Schwulen hat diese Krankheit nichts zutun und sie ist wie beschrieben für uns völlig ungefährlich.
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#3 hugo1970Profil
  • 16.04.2016, 13:56hPyrbaum
  • "benutzen dürften,"

    Ich glaub ich werde von pferden getreten, "dürften", da sieht man was für ansprüche diese erzfeinde der menschheit haben!!!

    Was ich darf und nicht darf, das kann mir keine einzige scheißreligion vorschreiben!!!!
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#4 hugo1970Profil
#5 Komischer VogelAnonym
#6 TuckDavisProfil
  • 16.04.2016, 17:05hMainz
  • Antwort auf #5 von Komischer Vogel
  • @Komischer Vogel
    Das ist ganz richtig, denn letzten endes ist jeder selbst für seine Gesundheit verantwortlich. Wenn man sich schützen möchte und der andere das ablehnt [warum auch immer] dann kommt es eben nicht zum sex oder man ist selbst schuld, unabhängig von der sexuellen Identität oder Präferenz.
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#7 Bla bLaAnonym
#8 axelsProfil
  • 17.04.2016, 08:45h-
  • Antwort auf #2 von Legio
  • Was ist denn das für ein wirres Schönreden?
    Da wird die Übertragung bei Analsex festgestellt und Du liest aus dem Beitrag heraus, dass Schwule vor einer Übertragung gefeit wären?

    Und noch zu andern Kommentaren: traurig, wie Ihr Euch dran klammert, dass jeweils alle für sich selbst verantwortlich seien, wie sie Sex haben und sich schützen. Eine Verantwortung in und für die Gemeinschaft bei den eigenen Handlungspraxen scheint gar nicht mehr denkbar. Äußerst Traurig.

    Es ist diese Autonomisierung (auch der Verantwortlichkeiten), dieses Atomistisch-Werden, das die Sackgasse des humanistisch-modernen Emanzipationsmodells darstellt. (Darum wird das in der kritischen Theorie auch als Teil des heutigen Herrschaftsmodus beschrieben.)
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#9 Homonklin44Profil
  • 17.04.2016, 10:14hTauroa Point
  • Vielleicht ist es auch der Mode des Egoismus und der Desozialisierungstendenz geschuldet, dass so viele über die Eigenverantwortung nicht mehr hinaus denken.
    Man ist daran mitverantwortlich, was man anderen zumutet, oder für das, was man unterlässt, und die Folgen davon - zum Beispiel unüberlegte Bareback'erei, Geilheit vor Verstand, und dann geht die Sache schnell 'viral' <- woher das Modewort wohl seinen Klang hat, müssen wir uns nicht fragen.

    Man muss noch viel besser über sexuelle und allgemein über übertragbare Krankheiten aufklären.
    Wenn schon die katholische Kirche mit ihrem notorischen Anti-Erkenntnis-Verhalten zu blöd ist, den Menschen sinnvoll Rat zu geben, muss das mehr oder weniger gegenseitig und unabhängig von solcher Borniertheit gehen.

    Andererseits könnte die katholische Kirche ihre verfehlte Mitverantwortung ( Kondome nur im äußersten Notfall ect. ) mit finanzieller Unterstützung für die Geschädigten aufbessern.
    Aber die essen auch lieber nobel, anstatt sich um die Folgen ihrer Gesundheits-Verhinderungs-Philosophie zu scheren.
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#10 PIssnelkeAnonym