Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 17.04.2016, 14:34h           8      Teilen:   |

Transphobie

Kanada: Aufregung um das Wort "Tranny" im "Shrek"-Musical

Artikelbild
Shrek bei der Aufführung im Neptune Theatre in Halifax (Bild: Neptune Theatre)

Aus der kanadischen Version des Musicals wird ein Wort gestrichen, das von Trans-Aktivisten als transphob gebrandmarkt worden war.

Nach Protesten gibt es Änderungen im Skript von "Shrek: The Musical", das gerade im kanadischen Halifax aufgeführt wird: Das Wort "Tranny" wird als transphob aus dem Stück entfernt. Als "Tranny" wird im Original-Skript des Stückes mehrfach der böse Wolf bezeichnet, als er gerade ein Kleid trägt.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte der Trans-Mann Ky Greyson, als er sich das Stück vor einer Woche angesehen hatte: "Es war eine wirklich gute Produktion, aber ich erinnere mich, wie das Wort gesagt wurde und das gesamte Publikum gelacht hat. Das war für mich ein Schock", so Greyson gegenüber der Nachrichtensendung der öffentlich-rechtlichen Anstalt CBC. "Das waren entmenschlichende Witze." In einem Stück, das vornehmlich an Kinder gerichtet sei, sei eine solche Botschaft noch schlimmer. Denn so würden Kinder lernen, dass man sich über Menschen lustig machen könne, die nicht den Geschlechterklischees entsprechen.

Die Theater-Verantwortlichen erklärten, sie hätten sich nach der Beschwerde mit dem Thema näher beschäftigt und würden nun die kritisierten Stellen im Stück ändern: "Wir waren bestürzt, dass einer unserer Produktionen solche Gefühle in der LGBTQ-Community in Halifax auslösen und haben sofort Änderungen veranlasst", erklärte Jennie King, eine Sprecherin des Neptune Theatre. Verantwortliche des Theaters hätten sich mit LGBT-Aktivisten in Halifax getroffen und sich persönlich entschuldigt.

Fortsetzung nach Anzeige


Jahrelanger Streit um das Wort "Tranny"

Trans-Aktivisten hatten sich bereits wiederholt über das Wort "Tranny" in Unterhaltungsproduktionen beschwert, das noch vor wenigen Jahren weit häufiger verwendet worden war. Bereits 2012 beklagte sich der Blog "Planet Transgender", dass beim Musical "Shrek" Kindern gelehrt werde, das umstrittene Wort zu sagen.

RuPaul als Jurorin bei "RuPaul's Drag Race"
RuPaul als Jurorin bei "RuPaul's Drag Race" (Bild: Logo)

In Amerika kam es auch innerhalb der LGBT-Szene kam es zum Streit über das Wort: Dieser erreichte 2014 den Höhepunkt, als sich Drag Queen RuPaul und Trans-Aktivisten öffentlich darüber stritten – in die queere Geschichte sollte das als "Trannygate" eingehen (queer.de berichtete). Damals verteidigte RuPaul die Nutzung von Worten wie "Tranny" oder "She-Male" in seiner Reality-Show "RuPaul's Drag Race", einer Art DSDS für Drag-Künstler.

Via Twitter schrieb RuPaul damals über den Streit: "Diese Absurdität! Das ist, als ob Jay Z empört wäre, wenn Kanye West das Wort 'Nigga' verwendet". Der ausstrahlende TV-Sender Logo schnitt dennoch die gebrandmarkten Worte aus der Sendung heraus. Später lenkte RuPaul ein – er werde fortan das Wort "Granny" (Oma) verwenden (queer.de berichtete).

Die dritte Teil der Filmreihe "Shrek" hatte 2007 übrigens bereits für Kritik wegen eines Trans-Figur gesorgt, allerdings waren damals christlichen Fundamentalisten aufgebracht: Weil Shreks Stiefschwester als trans dargestellt wurde, ist den Filmmachern Trans-Propangda vorgeworfen worden. (cw)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 8 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 74             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: tranny, kanada, shrek, transphobie
Schwerpunkte:
 Trans*Personen
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Kanada: Aufregung um das Wort "Tranny" im "Shrek"-Musical"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
17.04.2016
15:24:10


(+4, 8 Votes)

Von Raffael


Wenn man die Vielfalt der Realität darstellt, ist das für solche Fanatiker gleich "Propaganda"...

Das zeigt nur, was das für kleingeistige Hinterwäldler sind...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
17.04.2016
15:47:10


(-6, 10 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Raffael


Jepp..

Und durch das Streichen solcher Passagen aus der Kunst und Kultur "erledigt" sich dann auch gleich noch die Diskriminierung in der Realität..

Pädagogische Konzepte werden damit dann gleich als obsolet diskreditiert..
Legen wir den Mantel des Schweigens über die Sache..
Die Unsichtbarkeit erreicht durch das Streichen von Begriffen erledigt dann den Rest..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
17.04.2016
16:06:43


(0, 4 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015


hat nichts mit dem Thema zu tuen :

aber eine Nachricht fuer all diejenigen welche glauben der Buddismus sei das Gelbe vom Ei...

Aus dem Land des Laechels :

Link zu www.wochenblitz.com


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
17.04.2016
16:07:28


(0, 6 Votes)

Von TheMum
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Selbst im aufgeklärten Kanada immer noch diese Transphobie!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
17.04.2016
23:01:04


(-8, 8 Votes)

Von W Smith


Alles weitere regelt dann das Wahrheitsministerium.

FREIHEIT IST SKLAVEREI!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
18.04.2016
11:59:49


(0, 8 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Ich finde es manchmal zwar schon recht überzogen, wegen einzelnen Bezeichnungen, die etwas veralbern oder verniedlichen, gleich die Sprachzensur-Keule walten zu lassen.

Das geht mir bei deutschen Anhängern einer gewissen Wortbenutzungs-Zensur-Truppe auch nicht anders. Jedes Mal, wenn so ein Wort ausgeklammert wird, folgen ein paar neue, andere Worte werden in den Zusammenhang gesetzt oder Neologismen begründet.

Wenn man wegen jedem Mal "Schwuchtel" gleich die Kränkung der elementaren Würde rauskehrt, wegen jedem "Nigga" gleich die Rassismus-Klage verhängt oder sich bei "Leder-Else" in die Tonne getreten vorkommt, ist doch irgendwas an der Empfindlichkeit überzogen.

Irgendwann wird dann "Maximalpigmentierter" ebenso als abschätzig empfunden, oder "Trans-idente Person", weil jemand darin das Trans* anzusprechen wagt, und nicht das neutrale *Person hervorhebt.

Wo soll diese Wortzensur oder Beleidigungs-Morpherei dann mal aufhören? Welche Bezeichnung darf man überhaupt noch verwenden, und wer bestimmt das eigentlich?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
18.04.2016
12:30:29


(+2, 8 Votes)

Von Katrina_Reichert
Aus Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.04.2016


Anmerkung zum Artikel:
"Tranny" ist eine transfeindliche Beschimpfung, Shemales indes sind eine Minderheit innerhalb der Transfrauen.
"Shemale" ist nur dann eine Beschimpfung, wenn man damit eine Person betitelt, die sich selbst NICHT als Shemale bezeichnet.

Anmerkung zu den Kommentaren:

Wieder mal ein Haufen privilegierter Cismenschen, die im Brustton eingebildeter Kompetenz meinen, uns Transmenschen vorschreiben zu können, wie wir uns gegen Eure Diskriminierung zu wehren haben.
Man kann echt die Uhr nach Euch stellen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
19.04.2016
20:41:52


(0, 4 Votes)

Von Torsten
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Bin gespannt, was die PC-Polizei als nächstes verbieten will. Man kann's auch übertreiben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 Ort: Halifax


 BOULEVARD - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
"Looking: The Movie" im Oktober im deutschen TV Coming-out einer werdenden Mutter Zwei schwule Männer in Berlin-Mitte niedergeschlagen Bettina Böttinger traut sich nach Greifswald
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt