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Die Band Pearl Jam wurde 1990 in Seattle gegründet und verkaufte seither über 60 Millionen Alben weltweit

Die Grungeband um Eddie Vedder protestiert mit ihrer Konzertabsage gegen das "verabscheuungswürdige" Gesetz gegen LGBT.

Pearl Jam haben ihr für Mittwoch geplantes Konzert in North Carolina abgesagt, um gegen das homo- und transphobe Gesetz HB 2 zu protestieren. Die Band aus Seattle hätte eigentlich in Raleigh, der Hauptstadt des Bundesstaates, auftreten sollen.

In einer handgeschriebenen Mitteilung an die Fans erklärte die Band, dass die Entscheidung "nach eingehenden Überlegungen und mit Bedauern" gefallen sei. Die Begründung: "Das gerade verabschiedete HB2-Gesetz ist ein verabscheuungswürdiges Gesetzesmachwerk, das zur Diskriminierung gegen eine ganze Gruppe amerikanischer Bürger aufruft. Die Auswirkungen sind weitreichend und haben einen negativen Einfluss auf fundamentale Menschenrechte."

Die Musikgruppe setze sich für dafür ein, "dass Amerika ein Ort ist, an dem niemand von einem Geschäft zurückgewiesen wird, nur weil diese Person jemand liebt, oder niemand seinen Arbeitsplatz verliert, nur weil diese Person ist, wie sie ist." Pearl Jam kündigte ferner an, dass sie Organisationen vor Ort unterstützen wolle, die gegen das Gesetz kämpfen.

Absagen häufen sich

In den letzten Wochen hatten mehrere international bekannte Künstler ihre Konzerte in North Carolina aus Protest gegen das Gesetz abgesagt. Den Anfang machte vor gut einer Woche Bruce Springsteen (queer.de berichtete). Auch Ringo Starr, die Hardrockband Boston und die kanadische Artistengruppe Cirque du Soleil sagten ihre Auftritte im Bundesstaat unter Berufung auf HB 2 ab. Andere Künstler wie Cyndi Lauper oder Mumford & Sons traten in North Carolina auf, spendeten aber ihre Einnahmen an LGBT-Organisationen.

Das Gesetz hat auch weitreichende wirtschaftliche Folgen für den Bundesstaat: So kündigten PayPal und die Deutsche Bank an, ihren Stellenausbau in North Carolina wegen des Gesetzes zu stoppen.

Das Gesetz HB 2 war Ende März beschlossen worden und untersagt Städten und staatlichen Einrichtungen jeglichen Antidiskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität. Außerdem verbietet das Gesetz Transsexuellen, Toiletten und Umkleiden zu benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | "Alive" zählt zu den bekanntesten Songs der Band und der Grunge-Ära


#1 LeitkulturmedienAnonym
  • 19.04.2016, 10:37h
  • "um gegen das homo- und transphobe Gesetz HB 2 zu protestieren...ein verabscheuungswürdiges Gesetzesmachwerk, das zur Diskriminierung gegen eine ganze Gruppe amerikanischer Bürger aufruft. Die Auswirkungen sind weitreichend...
    von einem Geschäft zurückgewiesen wird, nur weil diese Person jemand liebt, oder niemand seinen Arbeitsplatz verliert, nur weil diese Person ist, wie sie ist."

    "das vergangenen Monat beschlossene Gesetz HB 2, das Städten und staatlichen Einrichtungen jeglichen Antidiskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität verbietet."

    Und bei christlich-abendländischen, AfD-fördernden deutschen Leitmedien, die sich im Dauerkampf gegen nordafrikanisch/arabisch aussehende Männer sehen, klingt das dann so:

    "...aus Protest gegen ein Gesetz, dass Transgender vorschreibt, nur solche öffentlichen Toiletten benutzen zu dürfen, die dem in ihrer Geburtsurkunde genannten Geschlecht entsprechen."

    Ob diese Art der Darstellung etwas mit der aggressiven staatlichen Diskriminierungspolitik der BRD in ganz Europa (siehe Entrechtung im Inneren wie nach außen, Blockade EU-Antidiskriminierungsrichtlinien usw.) zu tun hat?

    www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/transgender-toiletten-pea
    rl-jam-sagt-konzert-in-north-carolina-ab-a-1087896.html
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#2 auftrittenAnonym
#3 dem SchwammAnonym
  • 19.04.2016, 11:23h
  • Antwort auf #2 von auftritten
  • Man kann sich lebhaft vorstellen, was in einem solchen Fall von hiesigen "Promis" zu erwarten wäre, die angesichts von Billionen Euro des von der arbeitenden Bevölkerung erwirtschafteten und zu nicht geringen Teilen global erbeuteten Reichtums, der in die Taschen von Konzernen, Banken und Milliardären geleitet und z. B. in Steueroasen verschoben wird, im staatlichen Antibildungsfernsehen von einem "Schwamm" faseln, der nur eine "begrenzte Aufnahmekapazität" hat.

    Im Übrigen dürften in Deutschland schon lange keine Konzerte mehr stattfinden, angesichts der seit Jahren bestehenden Blockade europäischer Antidiskriminierungspolitik und Verweigerung gleicher Rechte.
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#4 SebiAnonym
  • 19.04.2016, 11:35h
  • Und auch Pearl Jam kann man nur danken, dass sie bei den menschenverachtenden, demokratiefeindlichen Machenschaften in North Carolina nicht tatenlos wegsehen und sogar auf Einnahmen verzichten, um für unsere Rechte zu kämpfen.
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#5 TheMummAnonym
#6 WegmitHB2Anonym
  • 19.04.2016, 12:25h
  • Diese Künstler beweisen Rückgrat und machen um North Carolina einen großen Bogen! Das unsägliche HB 2 muß endlich weg und deshalb ist es nur allzu verständlich, daß nun eine Druckkulisse aufgebaut wird. Gouverneur Pat McCrory muß ganz deutlich zu Verstehen gegeben werden, daß er mit diesem Schundgesetz dem Bundesstaat, seiner Wirtschaft und auch der LGBTI-Community einen immensen Schaden zugefügt hat!
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#7 klo-orientiertAnonym
  • 19.04.2016, 18:09h
  • Antwort auf #1 von Leitkulturmedien
  • Praktisch durchgehend wird so berichtet, hier N-TV:

    "Das im März in Kraft gesetzte Gesetz schreibt vor, dass Transgender nur solche öffentlichen Toiletten benutzen dürfen, die dem in ihrer Geburtsurkunde genannten Geschlecht entsprechen. Es untersagt außerdem den Kommunen des südlichen Bundesstaats, eigene Verordnungen zum Schutz von sexuellen Minderheiten bei der Nutzung von WCs und anderen öffentlichen Einrichtungen zu erlassen."

    queer.de:

    "Das Gesetz HB 2 war Ende März beschlossen worden und untersagt Städten und staatlichen Einrichtungen jeglichen Antidiskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität. Außerdem verbietet das Gesetz Transsexuellen, Toiletten und Umkleiden zu benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen (queer.de berichtete)."
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