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Das Landgericht Traunstein verhängte eine langjährige Haftstrafe (Bild: Markus Daams / flickr / by-sa 2.0)

Bei Dorffesten in Oberbayern hatte ein Landwirt über Jahre mehrere junge Männer sexuell belästigt.

Das Landgericht Traunstein hat am Montag den 37-jährigen Landwirt Günther Sch. wegen sexueller Übergriffe auf mehrere junge Männer zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt; einen 19-Jährigen hatte der Täter nach Ansicht des Gerichts sogar vergewaltigt. Das berichtet die Lokalzeitung "Traunsteiner Tagblatt".

Der aus der Gemeinde Babensham stammende Angeklagte belästigte demnach zwischen 2007 und 2013 insgesamt fünf junge Männer zwischen 16 und 21 Jahren. Die Opfer waren dem Bericht zufolge allesamt schüchterne und schmächtige Buben. Alle Vergehen fanden im Landkreis Traunstein bei Kirchenfesten oder Veranstaltungen eines Dorfvereines statt.

Vor drei Jahren soll sich der schwerste Fall ereignet haben: Am Maifeiertag 2013 vergewaltige Sch. einen damals 19-Jährigen nach dem Helferfest einer Kirche. Der Täter ließ sich damals zunächst im Auto des Teenagers mitnehmen. In einem dunklen Waldstück überwältigte der fast zwei Meter große Mann sein Opfer. Die Tat kam erst ans Tageslicht, als sich der junge Mann im vergangenen Jahr wegen des Vorfalls das Leben nehmen wollte.

Staatsanwalt: Beweise "eindeutig"

Sch. legte lediglich ein Teilgeständnis ab und stritt die Vergewaltigung ab. Der Staatsanwalt hatte die Beweise in seinem Plädoyer allerdings als "eindeutig" bezeichnet. Er hatte sechs Jahre Haft gefordert, während die Verteidigung eine "geringe Strafe" forderte. Der Anwalt des Angeklagten erklärte, beim Vergewaltigungsvorwurf stehe es "Aussage gegen Aussage". Zudem hätten es sich bei den anderen Fällen nur um einfache Nötigungen gehandelt, die bereits verjährt seien.

Der Vorsitzende Richter Erich Fuchs erklärte, dass die relativ harte Strafe auf die schweren Folgen für das Vergewaltigungsopfer zurückzuführen seien. Der junge Mann leide noch heute an Schlafstörungen und habe Suizidgedanken. Außerdem sei berücksichtigt worden, dass der Angeklagte bereits wegen eines ähnlichen Vergehens vorbestraft sei. Im Verfahren kritisierten die Richter auch, dass im Dorfverein bekannt gewesen sei, dass Sch. gerne jungen Burschen nachstellte, die Opfer aber nicht von dem Verein unterstützt worden seien. (cw)



#1 NielsAnonym
  • 19.04.2016, 17:09h

  • "Die Tat kam erst ans Tageslicht, als sich der junge Mann im vergangenen Jahr wegen des Vorfalls das Leben nehmen wollte."

    Daran sieht man, wieviel Leid solche Taten verursachen.
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#2 sadasdfAnonym
  • 19.04.2016, 21:41h
  • Antwort auf #1 von Niels
  • Klar ... kein Wunder, wenn man den Leuten sowas einredet. Je mehr man solche Sprüche ablässt desto eher wird ein Betroffener das für sich als Realität ansehen. Weniger Hysterie bei Sexualdelikten wäre durchaus angemessen.
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#3 ollinaieProfil
  • 19.04.2016, 23:05hSeligenstadt
  • Antwort auf #2 von sadasdf
  • Dem Betroffenen geht es also deiner Meinung nach nur schlecht, weil "man" ihnen etwas eingeredet hat?

    Was rennens a mit so kurze Röcke umanand und malen sich die Lippen rot, ist ja kei wunder, das d'Mansilder narrisch wern! Und wega so ana g'schamischte Person muaß mei Spezi der Huber Sepp a no in's Gefängnis. A Schandurteil is dös!
    Ins Feuer geworfen hat ma solche Huren, damals, wo noch Zucht und Ordnung war!
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#4 GudGuyAnonym
#5 panzernashorn
  • 20.04.2016, 15:36h
  • Der (uneinsichtige) Täter ist sicherlich ein überzeugter "echter" Christ..............

    *würg*
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#6 Homonklin44Profil
  • 20.04.2016, 20:17hTauroa Point
  • Bei Kirchenfesten mithin.

    Ohne Worte.

    Halt,nicht ganz.
    Irgendwie ein typisches Cocooning-Muster, eine wahrscheinlich in der Gemeinde recht angesehene Person mit halt ein paar schmählichen Macken, und die schmächtigen Buben hätten sich ja wehren können, nicht wahr? <-- Genau solche Ansichten führen gern zu Ignoranz und barmherzigem Wegsehen.

    Deshalb gut, dass der Richter wohl ahnen konnte,wie einschneidend so eine Erfahrung für Opfer ist.
    ...

    Lebensmut und Drachenherz für den jungen Mann, dass er sich nicht aufgeben soll. Wird mit Sicherheit hammer schwer, aber es gibt ein Leben danach.
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#7 MegatronAnonym
  • 20.04.2016, 21:09h
  • Das Urteil überrascht mich.

    Denn hier in Schwerin wurde ein Schwuler wegen Missbrauchs von Jungen in 42 Fällen nur zu 6 Jahren und 2 Monaten verurteilt.

    Der eine war Landwirt und der andere hatte beste Beziehungen zur Kommunal- und Landespolitik.
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#8 Homonklin44Profil
  • 20.04.2016, 21:43hTauroa Point
  • Antwort auf #7 von Megatron
  • Das ist die eine Sache an unserer Justiz, die mich oft traurig stimmt. Dass Beziehungen und manchmal die finanziellen Möglichkeiten so viel ausmachen können.

    Die andere Sache, das sind die Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch.
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#9 GagatronAnonym
  • 20.04.2016, 22:01h
  • Antwort auf #7 von Megatron
  • "ein Schwuler wegen Missbrauchs von Jungen in 42 Fällen"

    Warum vermengen Sie gezielt von Ihnen benannten pädosexuellen Missbrauch mit einer von Ihnen behaupteten "schwulen" Identität? Angst vorm schwarzen Mann mal anders?
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#10 MegatronAnonym
  • 21.04.2016, 10:22h
  • Antwort auf #9 von Gagatron
  • Dass er in den schwulen Kreisen insb. im Schwulen Treff in Schwerin unterwegs war und sich ausschließlich an Jungen vergangen hat, ist für mich völlig ausreichend, um ihn einen Schwulen zu nennen.

    Übrigens hatte der Vorsitzende des Trägervereins des örtlichen Schwulentreffs gleichzeitig Mitglied im Jugendhilfeausschuss die Informationen über die Übergriffe mindestens ein Jahr vor dem Ende des Missbrauchs und hat die Informationen nicht an die Polizei sondern nur an seine Parteigenossin Bürgermeisterin weitergegeben.

    Genau diejenigen, die gegen öffentliche Vergaberichtlinien rund 200.000 Euro für das soziale Projekt bereitgestellt haben, wo die Missbräuche stattfanden. Denn das Projekt hatte nicht die notwenige Quote an Fachkräften, um Förderfähig zu sein.

    Es gibt eben auch schwulen Filz mit unappetitlichen Ergebnissen.

    Und dann unverständlich milde Urteile...
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