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Jischai Schlissel bei seiner Festnahme im vergangenen Juli

Für den Mord an einer 16-Jährigen muss der homophobe Fanatiker Jischai Schlissel ins Gefängnis.

Ein Gericht in Jerusalem hat am Dienstag Jischai Schlissel wegen Mordes an der 16-jährigen Shira Banki verurteilt. Der ultraorthodoxe Jude hatte im Juli vergangenen Jahres für Entsetzen gesorgt, als er mit einem Messer CSD-Besucher in Jerusalem attackiert und sieben Menschen schwer verletzte (queer.de berichtete). Shira Banki starb drei Tage nach dem Angriff im Krankenhaus (queer.de berichtete). Im Prozess wurde Schlissel auch wegen sechsfachen versuchten Mordes für schuldig befunden.

Die Attacke war bereits der zweite derartige Angriff Schlissels auf eine CSD-Parade: Bereits 2005 hatte der damals im Westjordanland lebende Mann Besucher des Jerusalem Pride mit einem Messer attackiert und dabei drei Menschen verletzt (queer.de berichtete). Für diesen Angriff war er wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Anfang Juli 2015 wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen – nur drei Wochen, bevor er wieder Menschen auf dem CSD attackierte.

"Der Beschuldigte hat nicht von dem Gerichtsverfahren gegen ihn vor zehn Jahren und der anschließenden Zeit im Gefängnis gelernt. Er ist zurückgekehrt und hat diese Straftaten mit einer Ideologie des Hasses durchgeführt", sagte Staatsanwalt Oschrat Schoham.

Strafmaß noch nicht bekannt gegeben

Das Strafmaß wird erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Anhörungen dazu sollen im Juni beginnen. Das israelische Recht lässt im Maximalfall eine lebenslange Freiheitsstrafe zu. Eine psychiatrische Untersuchung hatte vor dem Prozess festgestellt, das Schlissel verhandlungsfähig ist. Er zeigte keine Reue und verzichtete auf einen Strafverteidiger, weil er das Gericht und den Staat Israel nicht anerkennt.

Noam Eyal, der bei der Messerattacke verletzt wurde, erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur AP, dass er ein hohes Strafmaß erwarte: "Das ist jemand, der nicht mehr das Licht des Tages sehen sollte. Ich rede hier nicht von Rache, das ist nicht mein Ziel. Aber diese Person ist eine Gefahr für die Öffentlichkeit und es ist nicht abzusehen, wann er aufhören wird, eine Gefahr zu sein."

Tom Canning vom LGBT-Zentrum "Jerusalem Open House" erklärte nach der Urteilsverkündung, dass die Community in der israelischen Hauptstadt traumatisiert sei: "Wir fürchten jeden Tag neue gewalttätige Angriffe." Er hoffe, dass Schlissel die Maximalstrafe erhalte, damit die Community den Heilungsprozess beginnen könne.

Während des Verfahrens übten die drei Richter scharfe Kritik an der Jerusalemer Polizei, weil sie die CSD-Besucher nicht ausreichend geschützt habe.

Der diesjährige CSD Jerusalem soll am 21. Juli stattfinden. In der Vergangenheit kam es in der konservativen Stadt immer wieder zu Protesten gegen den Pride. (dk)



#1 LucaAnonym
  • 19.04.2016, 16:29h

  • Hoffentlich wird dieser durchgeknallte Religiot nie mehr auf die Menschheit losgelassen...
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#2 TelemarcoAnonym
#3 DaDefoeAnonym
  • 19.04.2016, 18:46h
  • Im Gazastreifen und den Nachbarländern Israels hätte man den Mörder jubelnd auf Schultern getragen und ihm ein Fest bereitet als Belohnung für seine Tat.
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#4 Lets get realAnonym
  • 19.04.2016, 19:12h
  • Antwort auf #3 von DaDefoe
  • Im Gazastreifen werden Menschen einschließlich Kindern von der rechtsextremen Regierung Israels und ihren Kriegsverbrechen massenhaft ermordet sowie auf engstem Raum zusammengepfercht und grundlegender Existenzrechte beraubt. Das erklärt den Einfluss reaktionärer Führungen, die ihrerseits die breite Masse der Bevölkerung unterdrücken.
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#5 Ja aberAnonym
  • 19.04.2016, 21:26h
  • Antwort auf #4 von Lets get real
  • Ich bin auch kein Freund der israelischen Politik (wobei ich glaube, dass beide Seiten sich nicht mit Ruhm bekleckern).

    Aber unabhängig davon, muss man doch zugeben, dass in Israel sowohl die Politik als auch die Bürger selbst (!) um ein Vielfaches homofreundlicher sind als in ALLEN umliegenden Staaten.

    Das rechtfertigt nicht alles, was Israel tut, aber Fakten sind nun mal Fakten.
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#6 Pro IsraelAnonym
#7 Vater
  • 20.04.2016, 04:23h
  • Antwort auf #3 von DaDefoe
  • Verallgemeinerungen sollte man sich grundsätzlich abgewöhnen - auch wenn einige der Kugeln der Schrotsalve dabei ins Schwarze treffen!

    Ich bin Jude und habe nicht wenige palästinensische Freunde - auch in Gaza. Die sind nicht alle schwul, aber mit Sicherheit alle tolerant und schwulenfreundlich.
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#8 import exportAnonym
#9 MegatronAnonym
  • 20.04.2016, 10:16h
  • Die demografische Entwicklung läßt nichts Gutes erwarten. Radikale Juden mit ähnlichen Ansichten werden Zukunft die Mehrheit in Israel ausmachen.

    Und auch wenn das mit dem Messer ein Einzelfall ist, wird die Entwicklung sicher Auswirkungen auf die Rechte von Homosexuellen haben in Israel haben.
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