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Für viele ist das Smartphone die größte Erfindung seit Bestehen der Menschheit. Man muss aber einige Vorkehrungen treffen, um wirklich sicher mit der neuen Technologie umzugehen (Bild: flickr / Guian Bolisay / by 2.0)

Grindr-Kontakte, erotische WhatsApp-Nachrichten und Pornoseiten im Browser – das Smartphone enthält viele Dinge, die lieber privat bleiben sollten. Wir geben Tipps.

Binnen weniger Jahre haben Smartphones die Welt erobert. Auch in der LGBT-Szene werden sie immer unersetzlicher, insbesondere beim schwulen Online-Dating. Man sollte allerdings einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit diese sehr persönlichen Daten nicht in falsche Hände geraten. Immerhin gehört das Smartphone inzwischen zu den Gütern, die Langfinger am meisten interessieren.

Zunächst das Offensichtliche: Man sollte es dem typischen Dieb nie zu einfach machen – also Smartphones nicht offen rumliegen lassen oder in einer offenen Tasche mit sich führen. Insbesondere im beschwipsten Zustand in der Kneipe ist man gefährdet.

Ist das Kind aber bereits in den Brunnen gefallen, sollte wir es Langfingern so schwer wie möglich machen, das heißt: immer eine PIN und einen Sperrcode setzen. Passwörter sollten dabei regelmäßig gewechselt werden – und bitte nie "123456" oder "Passwort" benutzen.

Vorsicht bei öffentlichen Hotspots!

Die Sorglosigkeit beim Smartphone beginnt oft schon beim Einwählen ins Internet: Inzwischen bieten ja viele Einkaufszentren und Geschäfte ihre eigenen, kostenlosen WLAN-Netzwerke an. Diese sind allerdings praktisch immer ungesichert – das bedeutet, dass ein anderer Nutzer mit ein wenig Know-how und einem entsprechenden Programm alles mitlesen kann, was wir auf dem Smartphone tun. Öffentliche Hotspots sollten daher mit erhöhter Vorsicht genossen werden.

Wichtig ist auch ein umsichtiger Umgang mit Dating-Apps: Wer hier allzu treuselig eigene Informationen weitergibt, kann sich erpressbar machen. Letztes Jahr wurden etwa in England zwei Männer verurteilt, weil sie verheirateten Nutzern damit gedroht hatten, die Ehefrau zu informieren, sollten sie kein Schweigegeld zahlen (queer.de berichtete).

Auch sollte jeder bei dubiosen Apps stutzig werden: Wenn eine Taschenlampen-App etwa Daten wie Standort oder Gerätenummer auslesen will, ist offensichtlich ein Datensammler am Werk. Zwar sind diese meist nicht kriminell, sondern wollen einen nur mit Werbung bombardieren. Es ist aber natürlich in jedem Fall besser, weniger Informationen an Unbekannte zu senden. Am anfälligsten für diese Tricks sind Android-Smartphones. Zum einen sind diese am populärsten und damit interessantesten für Betrüger, zum anderen laufen hier Apps in einer offenen Umgebung und werden nicht – wie bei Apples iOS-System – genau geprüft, bevor sie im App-Store aufgenommen werden.

Um sich nicht angreifbar zu machen, sollten auch alle Updates des App-Herstellers sowie des Betriebssystems installiert werden, um mögliche Sicherheitslücken zu schließen.

Wer ein neues Smartphone erwerben will, sollte sich zudem informieren, ob das teuerste Modell wirklich notwendig ist. Wer nur einmal die Woche seinen Schatz anrufen will, braucht kein 800-Euro-Modell, das bei Dieben ein besonderes Interesse weckt. Im Internet gibt es dazu übersichtliche Vergleichsseiten wie Verivox.

Und nicht vergessen, immer wieder unsere mobile Seite unter m.queer.de anzusteuern! (cw)



#1 hugo1970Profil
  • 23.04.2016, 19:18hPyrbaum
  • Liebe queer.de Redaktion, Danke!, diesem Artikel, mann kann nicht vorsichtig genug mit seinen Daten umgehen.

    Ich möchte auch noch folgendes zu dem Absatz:

    "Wichtig ist auch ein umsichtiger Umgang mit Dating-Apps: Wer hier allzu treuselig eigene Informationen weitergibt, kann sich erpressbar machen."

    einfügen: Nicht nur der Besitzer des mobilen Gerätes kann erpressbar werden, sondern auch Seine Dating Partner.
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